„Händchenhalten“ Thüringer LINKEN und SPD !?

Da kann man in der Presse gestern (17.03.) vom Bekenntnis der LINKEN und SPD zu einem möglichen Rot-Rot-Zusammengehen in Hinblick auf die kommenden Landtagswahlen in Thüringen lesen und auch unterstreichend ein Bild mit Heike Taubert (SPD) und Bodo Ramelow (LINKE) sehen.

Das mögen beide Parteien ja denken und echt in Aussicht stellen. Aber dies jetzt und in dieser „harmonischen Art“ aufzutischen? Ist das klug? Ich meine: Nein!

Wähler, die gegen Rot-Rot stehen, sind oder werden dadurch erst richtig für CDU stimmen.
Wähler, die vielleicht auf eine Weiterführung von CDU/SPD hoffen und der SPD deshalb wieder oder erstmals ihre Stimme geben würden, werden förmlich zur CDU gebracht, wenn sie Rot-Rot ablehnen.
Wähler, die zwischen SPD und LINKE schwanken, werden die SPD wählen, weil sie dieser bei einer wirklich Rot-Roten Konstellation die Mehrheit für die Wahl des Ministerpräsidenten sichern wollen, um der SPD den 1.Platz beider Parteien zu sichern.
Was bringt es der LINKEN – außer der Verdeutlichung ihrer Bereitschaft zu Rot-Rot?!

Sicher gibt es noch Vorbehalte der LINKEN gegenüber einer Zusammenarbeit mit der SPD in Thüringen. Das tritt etwas in den Hintergrund, wird wenigstens seitens der Medien nicht besonders betont.
Ganz anders der Hinweis der Heike Taubert (SPD), dass sie es nicht gut findet, STASI-belastete Kandidaten auf der LINKEN-Liste zu sehen. Dazu Bodo Ramelow (LINKE), dass diese Liste ja noch nicht endgültig sei – klingt auch nicht gerade gut, weil man dem hätte aus dem Wege gehen können.

Meines Erachtens sollten die Parteien für sich werben, sollten Unterschiede deutlich erkennbar sein, kann man ja bestimmte Konstellationen ausschließen.
Ein so deutliches „Händchenhalten“ von LINKE und SPD ist fragliche Manipulation.
Wenn es durch die Wahl verschiedene Regierungsmöglichkeiten gibt und eine davon mit/durch Rot-Rot, dann ist immer noch Zeit, dies zu erörtern.
Dies im Vorfeld derart auf die Tagesordnung zu setzen, erweckt den Anschein, dass es an deutlichen Politikthemen eigener Profilierung mangelt. Auch gibt man nur den Medien eine Gelegenheit, wieder „eine neue Sau durchs Dorf zu jagen“.



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