Empfehlung für Ausbildung von Mathematik-Lehrern

Meines Erachtens müsste zum Studium für Mathematiklehrer eine Reihe von Hospitationen in Nachhilfen gehören. Da würden sie sehen, woran nicht in erster Linie das Wissen der Schüler leidet sondern wohl die Bildung in den Schulen!

Wenn das Denken durch Nutzung des Taschenrechners ersetzt wird, wenn Grundrechenarten als „Thema“ behandelt und nicht so eingeübt wurden, dass sie zum eigenen Wissen gehören, dann ist das alarmierend.
Wenn bei Schülern höherer Schulklassen Defizite im Rechnen und Denken vorliegen, dass man sich fragt, warum diese noch nicht auffielen und zu Reaktionen in Schulen führten, ist das erschreckend.
Das Argument, dass es sich dabei um einzelne Schüler handelt, stimmt nicht und kann nur als Alibi verwendet werden, um die Augen vor der Wirklichkeit zu verschließen.

Zumindest hilfreich würde es sein, wenn angehende Lehrer wüssten, was in Nachhilfen an „Bildungsmist“ zu Tage tritt. Einer von notwendigen kleinen Schritten, ein wirklich gutes Bildungssystem zu präsentieren.
Davon zu sprechen, wie wichtig Deutschland die Bildung ist, reicht nicht! Wenn wir eine entsprechend erschreckende Bildung praktizieren, ist es nicht verwunderlich, nach ausländischen Fachkräften zu rufen!

Was bringt es, wenn Schüler nach Punkten jagen, um Prüfungen (wie das Abitur) zu bestehen, wenn 1 Punkt in Mathematik vielleicht für dieses Fach schon als bestanden gilt, wenn es über viele Wochen gar kein Mathematikunterricht gab, wenn die Zahl der Nachhilfeschüler statt abzunehmen steigt.

Ein kleines echt erlebtes Beispiel gefällig:
3*(4+5) +10 -5*(7-2) = 222
( mit der Rechnung: )
3*9= 27 +10 = 37-5 = 32*7 = 224-2 =222

( statt: )
3*9 + 10 -5*5 = 27 + 10 -25 = 37 -25 = 12
Die Aufgabe exakt in den Taschenrechner eingegeben brachte das Ergebnis = 12
Fazit des Schülers: „Da muss ich wohl etwas falsch in den Rechner eingegeben haben.“
Welcher Lehrer ist für so etwas verantwortlich? (Klar, dass es darauf keine Antwort geben kann. Aber Lehrer haben dies „gebildet“!)

Doch habe ich auch gehört:
„Sei doch froh, da haste keine Sorge, mal ohne Nachhilfeschüler zu sein.“
Danke!

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2 Kommentare
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Constanze Seemann aus Bad Münder am Deister | 23.08.2014 | 12:43  
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Uwe Zerbst (Thüringen) aus Gotha | 23.08.2014 | 15:10  
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