Ein schöner Wahlsonntag mit unliebsamen Schatten

Blick auf die Wahlkabinen in Gothas Wahllokal 12
 
Nachmittags gab es Prirsich/Mandarinen-Torte
Es war ein Tag der Freude, mit einem gut mitspielenden Team „meines Wahllokals“ zusammen zu arbeiten.

Am Samstag vorbereitet erstrahlte unser Wahllokal (12) wie immer mit seinen weiß gedeckten Tischen und ummantelten Wahlkabinen, vor denen Blumen den Raum freundlich und lebendig erscheinen ließen.

Dass nur knapp 30% der Wahlberechtigten kamen, stimmt traurig. Dafür dankten uns die Gekommenen umso herzlicher.
Natürlich standen an der Tür ein Stuhl für diejenigen Wähler, die es atemmäßig oder auch so gerade geschafft hatten, das Wahllokal zu erreichen, sowie Wasser für einen kleinen Schluck sowie der Teller mit Kummibärchentüten für mitkommende Kinder.

Als ich dann aber mal einen Blick in die beiden anderen Wahllokale (10 und 14) im gleichen Schulgebäude warf, war ich entsetzt!
Weder die jeweils bereitgestellte Rolle zum weiß Eindecken der Tische war zu sehen, noch hatte jedes dieser Wahllokale ein Flair, welches für Wähler auch nur im Geringsten ein erbauliches Ziel ihres Wahlgangs seien konnte. Darüber hinaus war nicht einmal Licht eingeschaltet, so dass der Wähler wie in einen Keller oder (krass gesagt) ein Verlies eintrat.

Einladend waren diese beiden Wahllokale in keinster Form, so dass es für die Wähler eine Unkultur und Zumutung darstellte.
Außerdem sollen stets 3-4 Wahlmitarbeiter im Wahllokal sein. Dort waren es jeweils 2, welche die Wähler empfingen, während alle anderen sich der frischen Luft hingaben.
Das ist insgesamt in keiner Weise gut zu heißen, meines Erachtens!

Für mich sind Wahlen ein Ereignis, welches man nicht einfach so nebenbei und lustlos an sich vorüber ziehen lässt.
Das gilt besonders für die Wahlmitarbeiter in den Wahllokalen aber auch der Verwaltung, welche dies offensichtlich nicht als beachtenswert ansah.

Doch die Enttäushung begann ja bereits im Sonderwahllokal Tage vor der Wahl. Dort war eine Büroatmosphäre, die Abstand erzeugte, statt einladend zu wirken. Nicht ein einziges kleines Blümchen war zu sehen.
Die dort Agierenden störte es nicht. Sie lächelten nur verwundert, als ich darauf hinwies.
[ Zur davor liegenden Wahl wurde ich ja sogar aufgefordert, doch Blumen zu bringen, wenn mich das stören würde. ]

Vielleicht ist auch daran zu ersehen weshalb ich liebend gern Wahlleiter in "meinem Wahllokal" bin, um es schon äußerlich als ein lohnendes Ziel des Wahgangs der Wähler gestalten zu können.
Es ist ja nicht allein für die kommenden Wähler! Auch das Wahlteam soll sich ja wohlfühlen, wenn es schon die vielen Stunden ehrenamtlich dort verbringt.

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Zu den Bildern:
Bild 1: Blick auf die Wahlkabinen. Im Eimer sind von den anfangs 30 nur noch wenige gegen 14 Uhr geblieben, weil bereits an Erstwähler/Geburtstagskinder/über 90-Jährige etliche vergeben werden konnten.

Bild 2: Von Heide extra für das Wahlteam gebackene Pfirsich/Mandarinen-Torte vor dem unmittelbaren Anschnitt und im Hintergrund auf jeweils ein Stück davon wartende Teller.

Bild 3: Blick auf die Wahlkabinen und die "Küchenstrecke" im Hintergrund.

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Vergleich zur Bundestagswahl 2013: HIER!


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Meine weiteren Beiträge finden Sie in Übersicht: HIER!
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