Liebes-Episode: „Verflixter Verlobungsring“ (2)

Es war im Ferienlager in Bad Saarow – wo wir uns vor einem Jahr ineinander verliebten. Sabine und ich waren Gruppenleiter und dies voller Leidenschaft. Es war im Ferienlager in Bad Saarow – wo wir uns vor einem Jahr ineinander verliebten. Sabine und ich waren Gruppenleiter und dies voller Leidenschaft. Im folgenden Jahr dort Verlobung und vielleicht im kommenden Jahr auch im Ferienlager zu heiraten – das hatten wir uns so gedacht.

Nach kurzem Überlegen hatten wir klare Vorstellungen, wie wir uns romantisch verloben würden.
Der Morgen hatte noch nicht die Sonne aufgehen und das Lager noch voll schlafen lassen, als wir beide uns aus dem Lager zum Strand des Scharmützelsees schlichen. Das beste Ruderboot wurde fertig gemacht und schon ruderte ich uns hinaus auf den See.

Wunderschön, wie das Wasser noch so ruhig war und alles im Halbdunkel lag.
Dann hielten wir inne. Sabine holte die (entwendeten) zwei Sektgläser heraus, während ich die ebenso „erworbene“ Sektflasche öffnete. Doch zuerst steckten wir uns die Ringe an – tolles Gefühl!

Nachdem wir auf uns, unsere gemeinsame Zukunft und unsere Verlobung angestoßen und danach Gläser und Flasche über Bord geworfen hatten, noch ein langer Kuss – und schon drehte ich das Boot und begann zurück zu rudern.
Oh weh! Worauf hatte ich mich da eingelassen?! Mit jedem Ruderschlag spürte ich den reibenden Ring und schien der darunter liegende Finger langsam abzufaulen. Das hatte ich nicht vorhergesehen!

Als wir in Tagesanbruch wieder ans Ufer kamen, begrüßten uns schon die ersten Kindergruppen, welche zu frühen Baden hergefunden hatten. Erstaunt schauten sie und fragten. Wir aber grüßten nur und rannten „als Verlobte unerkannt“ zum Lager. Mein Ringfinger begann fröhlich anzuschwellen, so dass ich fast Sorge bekam, ob das mit dem Ring gut gehen und ich diesen später eventuell lösen können würde.

Natürlich sprach sich die Verlobung bald im Lager um. Eine ältere Erzieherin hatte die Idee, einen Beutel herumzugeben und darin Pfennige für Brautschuhe zu sammeln. Ein wunderbarer Gedanke, den wir bis zur Hochzeit (leider im Folgejahr nicht im Ferienlager) pflegten – mit vollem Erfolg.

Als wenige Tage später das Bergfest stattfand, wurde uns beiden der Beutel mit ganz schön vielen Pfennigen übergeben bei einem Tanz nur für uns – zu der Musik: „Komm unter meine Decke und dann mach es Dir bequem . . .“

Alles in Allem eine spezielle wunderschöne Verlobung auch und besonders zusätzlich als bereicherndes Ereignis des Ferienlagerlebens.

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Hierzu bislang geschrieben: Liebes-Episode: „Meine erste Freundin“

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