Denis, einer der liebsten Menschen die ich kannte.


Ich kenne ihn schon noch, aber er ist leider verstorben.
> "Ich kenne ihn schon noch, aber er ist leider verstorben"
Ich habs befürchtet, wollte aber nicht so direkt fragen...
Zum Trösten will einem auch nie das Richtige einfallen...
*seufz*
> "Ich bekomme immer eine Gänsehaut wenn ich lese das junge Menschen sterben müssen"
Für die Betroffenen spielt das Alter keine Rolle...
> "Damit meinst Du dann wohl die Angehörigen"
Die Betroffenen = Sterbende und trauernde Hinterbliebene.
> "Sicher kann ich auch nachvollziehen, dass der Verlust umso schmerzlich erscheint bzw. ist, je jünger derjenige ist"
Ich nicht...
Da muss ich Christine recht geben. Als mein Vater vor 16 Jahren verstarb, war er schon recht alt und auch krank. Für ihn war es kein Leben mehr, unter Morphium die Schmerzen unterdrücken und teilweise nicht mehr bei sich zu sein lies uns beten, das er endlich gehen möge. Es war im ersten Moment schrecklich, aber als sein Gesicht sich dann entspannte, wurde einem leicht ums Herz.
> "Wenn ein älterer Mensch stirbt, der sein Leben schon gelebt hat ist der Tod besser zu verkraften als wenn ein junger Mensch stirbt der noch das Leben vor sich hatte. Für mich gibt es da sehr wohl einen Unterschied !!"
Sorry, aber dazu fällt mir grad GAR NICHTS passendes ein, was nicht für meine Sperre hier sorgen würde.
> "Da muss ich Christine recht geben. Als mein Vater vor 16 Jahren verstarb, war er schon recht alt und auch krank. Für ihn war es kein Leben mehr, unter Morphium die Schmerzen unterdrücken und teilweise nicht mehr bei sich zu sein lies uns beten, das er endlich gehen möge. Es war im ersten Moment schrecklich, aber als sein Gesicht sich dann entspannte, wurde einem leicht ums Herz"
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man erleichtert ist, wenn jemand nach langem Leiden endlich stirbt und er aber auch seine Hinterbliebenen ihre Ruhe haben.
Aber das hat ja nun NICHTS mit dem dem Alter zu tun, sondern kann auf Betroffene JEDEN Alters zutreffen.
Bei Denis war das so schrecklich, das er mir nicht aus dem Kopf geht. Er war der Lebensgefährte meiner Tochter. Hatte grade seine Tätowierungsausbildung abgeschlossen, war Shooter in einer Band und hatte für jeden und alles ein offenes Ohr. Die Planung war ein eigenes Tattoostudio und meine Tochter wollte sich einen neuen Job in Braunschweig suchen. Dann kam am 12.03.2011 der Hammerschlag. Denis ist zum Bandraum gefahren, In einer langgezogenen Kurve hatte sich Morgentau gebildet. Der Wagen brach hinten aus und Denis konnte ihn nicht abfangen, rutschte mit der Fahrerseite frontal in den entgegenkommenden Wagen und war sofrt tot. Denis ist eigentlich immer vorsichitg gefahren, deshalb ist uns das alles ein Rätsel. Und es sind so viele Fragen offen, man bekommt einfach keine Antwort.
Da hat Andreas schon recht. Jedoch sind beide Trauerarten zu unterscheiden, für mich zumindestens. Es ist gegen die Natur, das die Kinder vor den Eltern gehen. Und das zermürbt, weil es einfach so nciht richtig ist.
Christine hat ne top Einstellung. Wenn ein Kind stirbt, vor allen Dingen die ganz Kleinen wie Christine das beschreibt, dann ist das mehr als ungerecht und man fragt sich, gibt es einen Gott, der sowas zulässt. Im Moment wei sich es wirklich nicht mehr. Die Zeit heilt ja bekanntlich Wunden, aber die Narben bleiben.
> " Denis ist eigentlich immer vorsichitg gefahren, deshalb ist uns das alles ein Rätsel. Und es sind so viele Fragen offen, man bekommt einfach keine Antwort"
Ja, solch plötzliche Verluste hinterlassen immer ein besonders großes "Warum".
Man kann sich ja nicht mal damit trösten, dem Verstorbenen würde es besser gehen, wie z.B. in Fällen mit vorhergehendem Leid.
> "Wenn ein Kind stirbt, vor allen Dingen die ganz Kleinen wie Christine das beschreibt, dann ist das mehr als ungerecht und man fragt sich, gibt es einen Gott, der sowas zulässt"
Das geht doch auch wieder allen Betroffenen ähnlich, egal wie alt der Verstorbene ist. Man findet es doch immer ungerecht oder fragt sich, warum ein Gott das zulässt.
> " Es ist gegen die Natur, das die Kinder vor den Eltern gehen. Und das zermürbt, weil es einfach so nciht richtig ist."
Trauer ist Trauer. Und selbst wenn das mit dem Eltern-Kind so stimmen würde, wie du es schreibst, hätte das auch wieder nichts mit dem Alter zu tun, denn man kann auch mit 70 ein 50jähriges Kind verlieren.
> "Und ob es etwas mit dem Alter zu tun hat. Wenn hier in der Kinderklinik Kinder sterben müssen die kaum 2 Kerzen auf ihrer Torte hatten ist es tragischer als wenn ein älter stirbt der sein Leben leben konnte. Aber keine Angst du bist unsterblich."
Das Leiden der Betroffenen nach Kerzenanzahl auf der Torte werten?!
Was sagst du dann der Mutter, die ihr Vierjähriges verloren hat - dass der Verlust für sie ja nur halb so tragisch ist, wie der der Familie mit dem toten Zweijährigen?!
Und wer einen 40Jährigen verliert, soll sich dann gefälligst nicht so anstellen, denn verglichen mit dem Verlust eines Vierjährigen ist beim 40Jährigen die Trauer Pipifax?!
*kopfschüttel*
Du hast es nicht grad mit dem Mitgefühl, oder?!
Was sagst du dann der Mutter, die ihr Vierjähriges verloren hat - dass der Verlust für sie ja nur halb so tragisch ist, wie der der Familie mit dem toten Zweijährigen?!
Und wer einen 40Jährigen verliert, soll sich dann gefälligst nicht so anstellen, denn verglichen mit dem Verlust eines Vierjährigen ist beim 40Jährigen die Trauer Pipifax?!
*kopfschüttel*
Du hast es nicht grad mit dem Mitgefühl, oder?
Na Dir scheint es ja blendent zu gehen. Aber irgenwann ist jeder mal dran, irgendwelche Verluste zu verarbeiten. Auch Du, mal sehen wie Du dann damit umgehst. Man kann keine Verluste vergleichen. Keiner bewertet das Leiden der Betroffenen nach Kerzenzahl. Die Traurigkeit, die daraus spricht ist gemeint. Ich weis nicht wie Du drauf bist, aber ich denke auf derartige Kommentare kann ich schon verzichten.
-Ich weis wovon ich spreche-
also so locker kann ich darüber nicht reden, denn dafür geht mir das ganz viel zu nah. Ich weis, was wir hier verloren haben und es sitzt ganz ganz tief. Den Sinn meinse Beitrages hat Christine sehr wohl verstanden. Nur drüber reden, das kann jeder, aber diese Trauer nicht loszuwerden, weil es ein Teil von dem ist, was zum eigenen Leben gehört, das ist so schlimm. Und die Gedanken sind den ganzen Tag bei diesem Menschen, bis zu Bett gehen und sind beim Aufwachen zurück.
Die armen Mütter und Väter, die ihre eigenen Kinder verloren haben, egal welches Alter, sie sind sicher andere Menschen geworden, als sie es vorher waren.
> "Na Dir scheint es ja blendent zu gehen. Aber irgenwann ist jeder mal dran, irgendwelche Verluste zu verarbeiten. Auch Du, mal sehen wie Du dann damit umgehst. Man kann keine Verluste vergleichen. Keiner bewertet das Leiden der Betroffenen nach Kerzenzahl"
Doch, Christine Stapf macht das in ihren Aussagen.
> "Die Traurigkeit, die daraus spricht ist gemeint"
Und die ist individuell.
Ich habe ja auch nichts dagegen, wenn dann Christine das für sich nach dem Alter wertet - aber das sollte sie dann besser für sich behalten, weil es Trauernde verletzen könnte, wenn man ihnen um die Ohren haut, ihre Leiden seinen ja nicht so wild, weil der verstorbene ein paar Jahre älter war.
Nimm nur Denis als Beispiel: Stell dir vor, jemand sagt zu dir, der Verlust und dein Leid sei ja viel geringer, als das von Hinterbliebenen, die jemanden verloren haben, der ein paar Jahre jünger sind.
> "Ich weis nicht wie Du drauf bist, aber ich denke auf derartige Kommentare kann ich schon verzichten"
Sag das Christine.
> "Hier bei MH habe ich festgestellt das es leider viele Menschen gibt die den Sinn von Aussagen absolut nicht verstehen da ihr Horizont doch sehr unbeweglich ist"
Was soll man da bewegen? Es ist ein Unding, anderen Hinterbliebenen vorschreiben zu wollen, wie groß ihr Verlust sein darf, ihr Leiden und ihre Trauer.
Würdest du das nur für dich so sehen, würde man höchstens sagen, dass man das nicht nachvollziehen kann und gut wärs.
Aber du verallgemeinerst/behauptest.
Helga erzählt hier von ihrem Denis, der zumindest nach Bild um die Zwanzig sein dürfte und du wirfst ein, dass der Verlust Anderer viel schlimmer sei, weil deren Verstorbener z.B. zwei ist.
Sorry, aber sowas finde ich bescheuert - das wird auch nicht geändert.
Also ich muss mal sagen, ich finde es unter aller Sau wie du dich hier verhältst, Christine. Hier geht es um einen Menschen, der gerade gestorben ist. Da spielt das Alter keine Rolle.
Meinst du einem Kind, welches gerade mal 10 Jahre alt ist, macht es nichts aus, wenn sein 32-jähriger Vater stirbt? Ist der Betroffene (in dem Fall das Kind) weniger Trauer ausgesetzt? Ich glaube nicht!!!
--Unterschiedlich ist allein der Umgang mit der Trauer.--
Da muss ich Dir recht geben. Man kämpft und kämpft und kommt nicht gegen an. Nie hätte ich mir träumen lassen, das ich mal so neben mit stehe und diese Beiträge tun mir eigentlich gut, denn so kann man drüber reden.
> "Man will mich falsch verstehen, aber das ist hier bei MH ja nichts neues.
Besonders von den selbst ernannten MORALAPOSTELN."
Anstatt beleidigend zu werden, könntest du ja endlich mal versuchen, sachlich aufzuklären, wo und wie man dich angeblich falsch versteht.
Vielleicht kommt das ja noch... bis dahin hab ich alles gesagt.
> "Und dazu hast Du nix zu sagen???"
Sollte ich etwa widersprechen?! ;)
> "Man kämpft und kämpft und kommt nicht gegen an. Nie hätte ich mir träumen lassen, das ich mal so neben mit stehe und diese Beiträge tun mir eigentlich gut, denn so kann man drüber reden"
Ja, sowas braucht man in solchen Situationen.
Dummerweise sind dann oft grad jene, mit denen man sonst reden würde, ggf. selbst Hinterbliebene und Betroffene, die ihrerseits eher jemanden bräuchten, der zuhört...
Dann sind manchmal sogar völlig Fremde sehr hilfreich - auch, weil man nicht selten Gedanken und Empfindungen hat, die "politisch unkrorrekt" sind.
Ach Ihr Lieben, ihr müsst Euch doch nicht böse sein, wegen dem einen oder anderen Misverständnis. Ganz oft ist es so, das man eine Mail oder einen Brief ganz anders versteht, als derjenige der ihn verfasst. Jede Trauer hat seine Tücken und quält den betroffenen Menschen der sie durchleben muss. Dann kommt noch hinzu, wie man zu diese, Menschen gestanden hat. Denis hat mir sehr sehr nah gestanden und ich kann es so schwer verkraften, das er nicht merh da ist. In Christines Aussage kann ich mich reinversetzen. Aber das liegt an dem Standpunkt, das normalerweise nicht das Kind vor den Eltern geht. Und deshalb ist das für die Betroffenen natürlich besonders schwer, ein Kind das noch nicht richitg gelebt habt, vielleicht außer dem Krankenhaus noch nichts von der Welt gesehen hat. Bei einem älteren Menschen hat man den ganz kleinen Trost, das man viele Erinnerungen an ihn hat und darüber sprechen, lachen oder viele Fotos ansehen kann. Bei mir kommt noch hinzu, das ich das leiden meiner Tochter noch mit erleben muss. Sie ist noch so jung und steht im Moment so neben sich. Dennoch bin ich Euch sehr dankbar, das ihr mir zugehört habt, das hilft jeden Tag weiter.
> "In Christines Aussage kann ich mich reinversetzen. Aber das liegt an dem Standpunkt, das normalerweise nicht das Kind vor den Eltern geht"
Sicher kann es für manche Menschen am schlimmsten sein, das Kind zu verlieren. Aber erstens kann man das nicht so verallgemeinern, wie Christine das macht - andere trauern halt mehr um einen Partner oder den besten Freund. Und zweitens hat auch das mit dem Alter nichts zu tun, denn das kann ja auf 30-jährige Eltern mit einem Zehnjährigen zutreffen aber auch auf 80-jährige Eltern mit einem 60-jährigen Kind.
> "Und deshalb ist das für die Betroffenen natürlich besonders schwer, ein Kind das noch nicht richitg gelebt habt, vielleicht außer dem Krankenhaus noch nichts von der Welt gesehen hat. Bei einem älteren Menschen hat man den ganz kleinen Trost, das man viele Erinnerungen an ihn hat und darüber sprechen, lachen oder viele Fotos ansehen kann"
Ja - und nein. Es ist nicht selten, dass man umso mehr trauert, je länger man jemanden gekannt hat und mit dem Sterben verliert.
So oder so ist das induviduell.
Wenn jemand von seiner rein persönlichen "Trauerhierarchie" spricht, ist das ok und zu respektieren (auch wenn man es ggf. nicht nachvollziehen kann).
Aber wenn das verallgemeinert wird - oder gar gewertet wird und somit Trauernden ihre abweichende Empfindung sozusagen vorgeworfen wird, ist das nicht hinzunehmen.
@Helga: Mein Beileid, es passieren so viele Dinge die wir nicht verstehen!
Zu den Kommentaren: Es ist kein einfaches Thema, und man sollte auch aufpassen andere User in ihren Gefühlen nicht zu verletzen. Gerade jetzt sollten wir doch tröstliche Worte finden und uns nicht selber zermürben!
Hier ist ein Mensch, auf tragische Weise, ums Leben gekommen.
Für die, die ihn geliebt und gekannt haben spielt das Alter keine Rolle.
Und für uns sollte es auch keine Rolle spielen. Da jeder Mensch doch einzigartig ist- egal wie alt!
--Hier ist ein Mensch, auf tragische Weise, ums Leben gekommen.
Für die, die ihn geliebt und gekannt haben spielt das Alter keine Rolle.
Und für uns sollte es auch keine Rolle spielen. Da jeder Mensch doch einzigartig ist- egal wie alt! --
Danke, lieber Ronny, das wird uns sowieso noch lange unbegreiflich bleiben. Aber glaubt mir, wenn Ihr ihn alle gekannt hättet, ihr hättet ihn ins Herz geschlossen. Er war ein herzenguter Mensch, sehr einfühlsam, vernünftig und man konnte mit ihm reden als sei er schon viel älter als 26 Jahre. Sein äußeres Auftreten wirkte oft härter, als er in Wirklichkeit war. Ja, ich könnte stundenlang über ihn sprechen.
Danke, Danke, das ihr mir in letzter Zeit so zugehört habt, obwohl wir uns nicht persönlich kennen. Aber es hat so geholfen.
Gerngeschehen!
Und wenn du weiterhin das Bedürfnis hast... ob öffentlich oder per PN... dann hab keine Scheu!
Und bei der Gelegenheit auch einen Gruß und Trostversuch an deine Tochter!
Liebe Helga, Du musst Dich nicht bedanken!
Wie Andreas aus Niedersachsen schreibt, Du kannst in dieser schweren Zeit auf uns zählen!
Als mein Großvater starb, war ich auch immer froh, wenn jemand da war der mir zuhörte!
@Tina, da gebe ich Dir Recht! Aber die Zeit kann auch alte Wunden sehr schnell aufreißen! Ein altes Foto reicht und alles kommt wieder hoch.
--@Tina, da gebe ich Dir Recht! Aber die Zeit kann auch alte Wunden sehr schnell aufreißen! Ein altes Foto reicht und alles kommt wieder hoch.--
Das hört sich für mich schrecklich an, soweit habe ich noch gar nicht gedacht.
--Er ist in einer anderen Dimension,. seine Seele ist dem Körper entwichen,. so das Er wenn man Christ ist Ihn wieder sehen wird in der Phantasie der anderen Dimension die viele auch Jenseits nennen,.--
da tröstet mich das doch eher.
Hallo Tina,
sollte auch so oder so kein Angriff sein. Aber hört sich doch grausam an oder?
Denis ist morgen 40 Tage verstorben. Nach russisch ortodoxem Galuben fährt dann seine Seel in den Himmel. Ein schöner Galube, denn er hatte 40 Tage um noch alles hier auf Erden zu erledigen, was ihm am Herzen lag. Bis wir ihn wiedersehen.
wunderbarer letzter kommentar von Dir, liebe Helga
und ein tragische Ende von Denis.
ich denk an Euch!
Markus, Pfr.
Danke Markus, ich hoffe ihn wieder zu sehen.
LG
Ich wünsche es Dir: Es wird wunderbar sein!
LG Markus
Ich glaube ganz fest und von ganzem Herzen daran!
Kannte?!
Jetzt nicht mehr?