Zukunft der Wasserstraße Oberweser

Hann. Münden: Stadt | Am 4. November 2014 referierte Harald Plünnecke von der Interessengemeinschaft Oberweser e. V., in Anwesenheit des Hann. Mündener Bürgermeisters Harald Wegener (BürgerForum/CDU), der FWLG Kreistagsabgeordneten Lothar Dinges und Dietmar Ehbrecht, sowie des Vertreters der WWS GmbH, Rolf Bilstein, in Wiershausen vor den anwesenden Bürgern zur Zukunft der Wasserstraße Oberweser. Für Fragen aus dem Plenum stand ihm der 1. Vorsitzende der Interessengemeinschaft Dr. Rolf-Jürgen Foellmer, selbst Logistiker in Holzminden, zur Seite. Im Anschluss an die Ausführungen Plünneckes fand eine angeregte Diskussionsrunde statt, in deren Verlauf es auch kritische Stimmen gab.
Harald Plünnecke, ehemals Bürgermeister der hessischen Gemeinde Vöhl, war der Einladung des Mündener BürgerForums zum monatlichen TREFF FREIE WÄHLER gefolgt und berichtete von zunehmenden Problemen mit Schwerlastverkehr, weil viele Straßen und insbesondere Brücken auf Grund von Alterungserscheinungen nicht mehr den nötigen Gewichtsanforderungen für den LKW-Verkehr entsprechen und ab gelastet werden müssen. Der Gütertransport auf den Wasserstraßen gewinnt damit, besonders für den Schwer- und Massenguttransport, wieder an Bedeutung. So auch auf der Oberweser, wo Transporte mit Maschinenbauteilen, Kies- und Getreide zunehmen. Dabei spielt die intelligente Wasserbewirtschaftung der Edertalsperre durch das Wasser- und Schiffahrtsamt eine große Rolle, um Konflikte mit den Anrainern an der Talsperre zu verringern, die natürlich in erster Linie die Interessen des Tourismus am Edersee sehen. Laut Plünnecke kommt Hann. Münden eine Schlüsselrolle zu, da die geographische Lage am Zusammenfluss von Werra und Fulda mehr als ideal für die Schifffahrt in der Region ist. In seinem Vortrag wies Plünnecke mehrmals daraufhin, dass eine große Einigkeit von Politik und Wirtschaft nötig ist, um das Projekt Gütertransport Oberweser zu stemmen und appellierte an die volle Unterstützung der Beteiligten. Rolf Bilstein von der WWS GmbH wusste zu berichten, dass neben den Firmen Richter aus Hessisch Lichtenau und Alstom aus Kassel weitere Interessenten bereit stehen, um Hann. Münden als Weserhafen für Schwerguttransporte zu nutzen. Lothar Dinges berichte von einer positiven Stimmung über alle Fraktionen zum Thema Wasserstraße Weser im Göttinger Kreistag.
Eine besondere Bedeutung kommt einer Überprüfung der Wasserstraßenklassifizierung der Weser im nächsten Jahr zu. Die Einstufung der Oberweser in die Gruppe C der Wasserstraßen soll 2015 geprüft werden. Erfolgt diese, stehen erhöhte Mittel zur Unterhaltung und zum Ausbau der Schifffahrt in Aussicht. Laut Harald Plünnecke haben sich sowohl der hessische, wie auch der niedersächsische Wirtschaftsminister schon beim Bundesverkehrsministerium für die Oberweser als Güterstrom eingesetzt. Der neue Mündener Bürgermeister Harald Wegener versprach, alles dafür zu tun, damit in Hann. Münden ein Schwergutterminal errichtet werden kann.
Wenn alles gelingt, könnte die seit Römerzeiten nachgewiesene Nutzung des Transportweges Weser auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Da war sich das Forum in Wiershausen am Ende der Veranstaltung einig.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.