FREIE WÄHLER fordern Keil zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung herauszulösen

 
Jens Droß, FREIE WÄHLER Bezirksvorsitzender Südniedersachsen

Landwirtschaft braucht Rückhalt und nachhaltige und langfristige Planungssicherheit



Die Landwirtschaft in Niedersachsen verdient es, dass sich die Landesregierung mit dem zuständigen Minister klar zum Agrarland Nr. 1 in Deutschland bekennt, ist die zentrale Forderung der FREIE WÄHLER Landesvereinigung.

Nicht nur von den Regierungsparteien, sondern auch von der Opposition fühlen sich die niedersächsischen Landwirte vom Harz bis ans Meer komplett im Stich gelassen. Von den Politikern wird derzeit Land auf und ab eine Agrarwende herbeizitiert, egal welches Parteibuch sie führen, doch weder Rot/Grün noch Schwarz oder Gelb haben bis heute den Begriff auch nur ansatzweise definiert oder ein Konzept vorgestellt. Dazu kommt der völlig unzureichende Umgang des Agrarministers Christian Meyer (Bündnis 90/Grüne) mit der aktiven Landwirtschaft, bemängelt FREIE WÄHLER Bezirksvorsitzender Jens Droß aus Göttingen.

Die Regelungs- und Auflagenflut hat für die Landwirte mittlerweile ein Maß erreicht, das sie nicht mehr hinnehmbar ist und selbst für Fachleute wegen ihrer Komplexität an vielen Stellen nicht mehr zu durchschauen ist. Die Branche braucht mehr Klarheit und Sicherheit in den Vorgaben halten FREIE WÄHLER fest.

Als deutliches Alarmsignal ist die Verunsicherung junger Landwirte zu bewerten, die sich ihrer Zukunftsperspektiven beraubt fühlen, weil immer mehr zusätzliche Auflagen in Niedersachsen zu Ungleichheiten bei den Produktionskosten im Ländervergleich führen und Planungssicherheiten, die in der Landwirtschaft nötig sind, nicht mehr gegeben sind. „Im Ackerbau muss aufgrund von Fruchtfolgen in mehrjährigen Zyklen geplant werden und Investitionen in der Tierhaltung werden für Jahrzehnte im Voraus getätigt“, erklärt Jens Droß. Als Grundlage dafür werden verlässliche Rahmenbedingungen und Zusagen aus der Politik gebraucht. Willkür, wie im Fall der Fördermaßnahme AL1, die im letzten Sommer von einen auf den anderen Tag von Minister Meyer gestrichen wurde, ist in keiner Weise hinnehmbar, da es um Einkommensverluste geht", führt der südniedersächsische Bezirksvorsitzende Droß weiter aus.

An vielen Stellen haben wir festgestellt, dass die Landwirtschaft zu sachlichen Diskussionen und auch zu Veränderungen bereit ist, wenn diese finanziell darstellbar sind, berichten FREIE WÄHLER von ihren Besuchen auf den Höfen im ganzen Land. Allerdings sollen sie wissenschaftlich belegt und fundiert sein. Schnellschüsse, wie die unausgereifte Meyersche Ringelschwanzprämie, um der Bevölkerung zu suggerieren, es wird etwas verbessert, helfen niemandem weiter. Auch hilft es nicht, Problemstellungen, die im Weser-Ems-Gebiet ohne Zweifel vorhanden sind, pauschal auf ganz Niedersachsen zu übertragen. Stattdessen sollten überregionale Nährstoffkreisläufe geschaffen und gefördert werden, stellt Droß klar.

Es fehlen momentan auf der gesamten landwirtschaftlichen Bandbreite handfeste und mit der Agrarwirtschaft abgestimmte Konzepte. Stattdessen erfolgt eine grüne Klientelpolitik mit einem übertriebenen Aktionismus, kritisieren FREIE WÄHLER.

In der öffentlichen Diskussion ist ein Zugehen aufeinander in einem angemessenen Ton nötig. Aufgabe der Landesregierung muss es sein, Kritiker und Befürworter der aktuellen Landwirtschaft zusammenzuführen und mit ihnen Kompromisse und Lösungen zu erarbeiten. Der Keil zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung muss schnellstmöglich herausgelöst werden, fordern FREIE WÄHLER.

FREIE WÄHLER wollen sich der Landwirtschaft in Zukunft auf einer sachlichen Ebene weiter öffnen und die vielfältigen Probleme auf keinen Fall, wie die Landesregierung in Hannover, nur einseitig behandeln.

Hier der ausführliche Text der PM mit mehr Hintergrundinfos:
http://fw-suedniedersachsen.de/index.php/presse
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