FREIE WÄHLER bemängeln Verkehrsentwicklung in Göttingen

FREIE WÄHLER fordern neue Konzepte und Umdenken


Was die Göttinger Stadtverwaltung in den letzten Monaten, unter anderem auf Initiative der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Grüne, in Sachen Verkehrsentwicklung ausgearbeitet hat, ist nicht zielführend und wird hoffentlich mit dem neuen Klimaplan Verkehrsentwicklung korrigiert. Die bisherigen Maßnahmen entsprechen in keiner Weise einer modernen Stadtentwicklung im Zeitalter von höchster Mobilität in der Gesellschaft, kritisiert die FREIE WÄHLER Bezirksvereinigung Südniedersachsen in einer Mitteilung. Zudem die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage auf zukunftsorientierte Rahmenplanung und Gewährleistung möglichst optimaler Verkehrsabläufe verweist.
Göttingen ist als Oberzentrum auf die täglichen Berufspendler aus dem Umland und die Arbeitnehmer aus den Nachbarlandkreisen ebenso angewiesen, wie die Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen vor Ort auf ihre Kunden, die vom Land in die Stadt kommen. Ohne diese können viele Unternehmen und Betriebe nicht überleben, weil in Göttingen selbst zu wenig Menschen leben. Durch eine verfehlte Verkehrspolitik wird Göttingen seit Monaten unattraktiver und Frust baut sich auf, führen FREIE WÄHLER aus.
„Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, Straßenrückbau durch Fahrbahnverengungen und Radschnellwege, eine Parkraumbewirtschaftung, wie im Bereich des Klinikums und der Nordstadt, die Berufspendler zwingt täglich Parkgebühren während der Arbeitszeit zu entrichten sind Fehlentwicklungen, die im krassen Gegensatz zur steigenden Mobilität und Flexibilität der Zukunft stehen“, bemängelt Jens Droß, FREIE WÄHLER Vorsitzender. Parkgebühren sind eine zusätzliche finanzielle Belastung, die nicht durch die Pendlerpauschale ausgeglichen wird. Sie entsprechen nicht dem eigentlichen Sinn von Parkentgelten, die eigentlich das Dauerparken verhindern sollen.
In Göttingen wird versucht, die Autofahrer durch verkehrsflussmindernde Maßnahmen immer mehr aus der Stadt zu drängen. Ob diese, wie seitens der Verwaltung und der Grünen dargestellt, auch wirklich umweltschonend und mit weniger Lärm verbunden sind, darf bezweifelt werden, da es ebenso viele Gutachten gibt, die vom Gegenteil ausgehen.
Die Entschuldungshilfe und die leeren Haushaltskassen mit den Gebühren der Pendler zu stemmen, ist aus FREIE WÄHLER Sicht nicht richtig und letztlich zu einfach gedacht. Es trifft absolut die Falschen und die Rechnung wird am Ende nicht aufgehen, da an anderer Stelle die Kaufkraft durch weniger Kundennachfrage nachlässt.
„Viele Arbeitnehmer aus der Umgebung sind auf den eigenen PKW angewiesen, um pünktlich bei der Arbeit zu sein. Sie haben gar nicht die Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz und zurück zu gelangen“, stellt Jens Droß, der in der Wählergemeinschaft Herberhausen (WGH) verwurzelt ist, klar. In anderen Fällen erhöht sich die Zeit für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück mit öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich. Um den Heimatort in ca. 30 Kilometer Entfernung von Göttingen zu erreichen, kann es vom Klinikum ohne Auto schon mal deutlich über 2 Stunden dauern.
In der Nordstadt wurden durch die aktuelle Parkraumbewirtschaftung Probleme geschaffen, wo es vorher keine gab. Unter anderem wird die Theodor-Heuss-Straße jetzt durch PKWs zugestellt und das Parken wird bis in das Ostviertel verlagert.
„Stadtverwaltung und Politik müssen alles daran setzen, Göttingen höchst attraktiv für die Betriebe mit ihren Arbeitnehmer zu gestalten und als Einkaufsmetropole aufzuwerten“, fordert Jens Droß. „Tragen die Menschen Ihr Geld in die Stadt und wirtschaften die Unternehmen erfolgreich, erhöht es auch die Steuereinnahmen der Stadtkasse“, so Droß weiter.
Neben den Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs und für die Fahrradfahrer und Fußgänger gilt es auch die Automobilfahrer in Göttingen weiter anzusprechen, fordern FREIE WÄHLER. Verwaltung und Stadtrat sollten über die Einführung von gebührenfreiem Pendler-parken, vergleichbar dem Anwohnerparken, ebenso wie über kostenlose Zeiten oder Bereiche zum Parken mit Parkscheibe nachdenken. Andere Kommunen, wie z.B. Salzwedel oder das rheinische Bergheim haben schon umgestellt. Sie bauen die Parkscheinautomaten zu Gunsten der Parkscheibe wieder ab. Der Verkehr muss in diesem Zusammenhang auf den Hauptverkehrswegen zügig aus, in und durch die Stadt geführt werden. Dazu sind funktionierende Grüne Wellen, konsequente Ampelabschaltungen in verkehrsarmen Zeiten und Verkehrsleitsysteme, die den Verkehr nach Aufkommen steuern, auf die Verkehrsachsen vertei-len und ggf. Ampelzeiten verlängern, nötig, führen FREIE WÄHLER weiter aus. Innovation und Modernisierung statt Verkehrsberuhigung und Straßenrückbau muss das Motto sein. Wenn der Verkehr bei 50 KM/H fließt, sind Lärmbelastung und Schadstoffausstoß gegenüber Stop and Go deutlicher geringer.
Deshalb muss auch wieder ernsthaft über eine Südumgehung von Göttingen nachgedacht werden. Zumindest zwischen Reinhäuser Landstraße (B27) und den Ortsumgehungen Rosdorf und Grone sollte es eine Verbindung geben. Stadt und Landkreis Göttingen sind hier gemeinsam gefordert. Jens Droß: „Es darf nicht sein, dass der gesamte Autobahnverkehr im Falle von Staus oder Sperrungen auf der Autobahn A7, die eine europäischen Hauptverkehrsader darstellt, durch die Südstadt und direkt am Zentrum vorbei, über die Bürgerstraße geführt wird. So etwas verkraftet keine Innenstadt“, führt Droß weiter aus. Ebenso ist es bei Sperrung des Sandweges wegen Hochwasser. Wenn die genannten Maßnahmen greifen, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weniger Lärm und schädlichen Klimabelastungen in Göttingen kommen, sind sich FREIE WÄHLER einig.
An höherer Stelle auf Bundes- und Landesebene fordern FREIE WÄHLER, dass Parkgebühren für Berufspendler zukünftig steuerlich geltend gemacht werden können. Parkraum ist für die Berufstätigen in vielen Städten ein Problem. Weitere Alternativen sind die Kostenbeteiligung des Arbeitgebers, wenn keine Parkplätze für Mitarbeiter gestellt werden können oder die Förderung von Fahrgemeinschaften.
„Das Autofahren in Göttingen zu behindern oder gar einzustellen, wie von Bündnis90/Grüne vielleicht gerne gesehen, wird auf Dauer mehr schaden als helfen. Denn Radfahren ist körperliche Ertüchtigung, schafft aber leider keine Wirtschaftskraft“, bemerkt Jens Droß abschließend.
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