Sonne, Wind, Regen – der abwechslungsreiche TransBorderLes-Sommer

  Wie in jedem Jahr, hatten sich die Mitfrauen und –Männer des gemeinnützigen Vereins TransBorderLes e.V. auch für 2013 viel vorgenommen, um Opfern von sexuellem Kindesmissbrauch, häuslicher Gewalt, sowie Homo- Trans- und Intersexuellen eine Ansprechplattform zu bieten. Die Angebote wurden gern und häufig angenommen. Immer wieder meldeten sich Betroffene, um an den regelmäßigen Samstagstreffen im Hotel Kluster Hof in Basdahl oder den Sommer- und Herbstpartys teilzunehmen, sachdienliche Gespräche zu führen, ihre Geschichten zu erzählen oder einfach nur dabei zu sein, wenn Gleichgesinnte sich versammeln.
Auch die geplanten Fahrten wurden gern angenommen. Allerdings mussten aufgrund der unsteten Wetterverhältnisse immer wieder Änderungen durchgeführt werden. Einige Motorradtouren mussten in Autotouren umgewandelt werden. War der Besuch des Christopher-Street-Days in Oldenburg trotz des Sturmes noch einigermaßen glimpflich verlaufen, so musste der CSD in Hamburg gänzlich abgesagt werden. Das dort angekündigte Unwetter hätte der Stand wohl kaum heil überstanden.
Drei Reisen in Harz, Solling und Weserbergland mussten mit dem Auto gemacht werden, da es teilweise in Strömen goss. Gerade einmal für eine längere Tour in den Harz konnten die Motorräder aus den Garagen geholt werden. Zwei weitere Zweiradtouren konnten nur bis zum Stader Sand und zur Wesermündung unternommen werden. Allerdings schaffte es das schlechte Wetter nicht, die gute Stimmung nachhaltig zu verderben.
Auch das jährlich stattfindende Königskegeln, das diesmal in der Gaststätte „Zum grünen Walde“ in Kuhstedt stattfand, erfreute sich guten Zuspruchs. Erst nach vielen Schweißtropfen und zähem Kampf standen die neuen Majestäten fest und so überreichten die Vorjahresregenten die Pokale am späten Abend an die Gewinner weiter. Peter Hübner überreichte seinen Wanderpokal an Matthias Nickel, Margaretha Main an ihre Ehefrau Michaela. Die Anstrengung hatte sich also gelohnt.
Den TBL-Sommer ließen alle anschließend mit einer stimmungsvollen Party ausklingen.
Hans Georg van Herste:
„Obwohl uns das Wetter mehrmals dicke schwarze Striche durch unsere Planungen gemacht hatte, ließen wir uns das Singen nicht verbieten. Das Jahr ist für uns und unser Ansinnen sehr positiv verlaufen. Vielen konnten wir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Viele Geschichten wurden uns erzählt. Leider hielt sich die Anzahl der positiven Berichte in Grenzen.
Nach wie vor werden Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch und häuslicher Gewalt nicht ernst genommen. Leider müssen wir seit einigen Jahren einen sehr negativen Trend feststellen. Immer häufiger kommt es dazu, dass Personen fälschlich des Missbrauchs bezichtigt werden. Spannungen in Elternhaus oder Ehe, Neid oder Missgunst oder einfach die Freude, andere zu schädigen reichen aus, um einen Menschen zu ruinieren. Dabei lassen Falschbeschuldiger völlig außer Acht, dass sie dadurch die Position der wirklich Betroffenen stark einschränken.
Auch sind wir mit der Gleichstellung der Frau und homosexuellen Paaren noch lange nicht am Ende. Erst vor kurzem wurde eine Transsexuelle auf einer Tankstelle massiv negativ angegangen. Ich denke, Sprüche, wie „bei Adolf wärst du vergast worden“ sollten in der heutigen Zeit nicht mehr vorkommen, lassen sich aber offensichtlich nicht so leicht ausrotten. Dass Homo-, Trans- und Intersexualität angeboren sind, wie die Haarfarbe, hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen.
Einen großen Wurf konnten wir mit unserer neuen Buchreihe „Starke Frauen“ landen, der alle Erwartungen weit übertroffen hat. Bei unserem Autorentreffen im Herbst 2012 schlossen sich Viktoria Grantz, Heide Marie Zimmer, Simone Petzold, Yvonne Zündler, Eva Maria Thalbach und Michaela Holst zusammen, um ihre Werke unter einem gemeinsamen Oberbegriff zu veröffentlichen. Viele Bücher halten sich bis heute unter den Top 100 eines bekannten Internethandels und haben viele positive Reaktionen ausgelöst.
Es gibt nach wie vor viel zu tun. Wir werden weitermachen und nicht zusehen, wie Betroffene ausgegrenzt, verspottet oder bedroht werden.“
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