Margaretha Main – bekannte Autorin bei FrauTV des WDR

Eigentlich wollte Margaretha Main Motorradmechanikerin werden. Allerdings wurden alle ihre Bewerbungen mit der fadenscheinigen Begründung abgelehnt, in einer Motorradwerkstatt gäbe es keinen Damenklo.
Da sie sich obendrein für die Pflege interessierte, wurde sie Krankenschwester. Obwohl sie viele Fortbildungen absolvierte, wurde sie nie angemessen bezahlt. Ihre typisch weibliche Erziehung sorgte dafür, dass sie nie auf die Idee gekommen wäre, mehr Lohn zu fordern.
Erst nachdem sie den Lebensberater und Autor Hans Georg van Herste getroffen hatte, begann sie damit, über ihre Lage nachzudenken. Er spornte sie dazu an, den Wert ihrer Arbeit zu erkennen und mehr Lohn zu fordern. Nach anfänglichem Zögern nahm sie all ihren Mut zusammen und sprach mit dem Chef. Die erwartete Katastrophe blieb aus und sie erhielt tatsächlich mehr Geld.
Obendrein belegte sie weitere Seminare und stieg bis zur Leitung eines Altenheimes auf. In dieser Position verdiente sie zwar mehr, musste dafür allerdings viele unbezahlte Überstunden leisten. Erst der Hinweis von van Herste, sich selbstständig zu machen, brachte den Durchbruch. Nun arbeitet sie seit vielen Jahren als freiberufliche Krankenschwester und verdient ein Vielfaches ihres vorherigen Gehaltes. Sie muss zwar seitdem flexibel sein und quer durch ganz Deutschland reisen, aber sie hat den Vorteil, sich die Arbeitszeit und die Anzahl ihrer Arbeitsstunden selbst aussuchen zu können.
Margaretha Main dazu:
„Ich kann Krankenschwestern und Altenpflegerinnen nur dazu raten, meinem Beispiel zu folgen. Ich habe als selbstständige Pflegefachkraft heute die Möglichkeit, mein Leben besser planen zu können. Natürlich arbeite ich viel. Aber ich kann mir auch mehr leisten und meine Freizeit so verplanen, wie ich es für richtig halte. Ohne die Hinweise von Herrn van Herste wäre ich niemals aus meiner anerzogenen Minderwertigkeit herausgekommen. Durch die Zeit, die ich durch meinen Schritt in die Selbstständigkeit gewonnen habe, bin ich z. B. in der Lage meine Bücher in Ruhe schreiben zu können. Natürlich wurde ich anfangs von Existenzängsten geplagt. Auch musste ich erst lernen, mich selbst zu organisieren. Arbeiten, die mir zuvor vom Arbeitgeber abgenommen worden waren, wie z. B. Renten- oder Krankenversicherung, musste ich nun selbst erledigen. Aber, das lernt sich alles. Ich habe den Schritt nicht bereut.“

Über ihren Weg in die Selbstständigkeit berichtete Margaretha Main in der WDR-Sendung FrauTV am 19. März 2015. Dieser Beitrag kann in der Mediathek des Senders angeschaut werden.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/fraut...

Buchtipp:
Margaretha Main
Mein schönstes Leben

Infos:
www.margaretha-main.de
www.starke-frauen.de
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Meike Wolff aus Alfstedt | 21.03.2015 | 10:31  
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