Advent, Weihnachten, Silvester – volles Haus bei TransBorderLes e.V.

  Autor und Lebensberater Hans Georg van Herste und seine Mitstreiter von TransBorderLes e.V. hatten schon in der Adventszeit viel zu tun, da sich zu den Veranstaltungen rund um Weihnachten und Silvester etliche Gäste angekündigt hatten. Während van Herste tagelang damit beschäftigt war, Geschenke einzukaufen und liebevoll zu verpacken, sorgten Michaela Main, Matthias Nickel, Dirk Sonnenberg und Reinhard Winkel für das leibliche Wohl der Gäste. Brigitte Winkel, die erste Vorsitzende des Vereins, lieb es sich nicht nehmen, gemeinsam mit ihren Vereinskameradinnen den Feierraum geschmackvoll zu schmücken.
„Das Auge isst, trinkt und feiert mit. Eine festliche Tischdekoration, ein paar gemütliche Lichter hier und da gehören für uns einfach dazu. Betroffene, die sonst selten etwas zu lachen haben, sollen sich bei uns wohlfühlen und einmal ihren oft tristen Alltag hinter sich lassen können.“
Der Heilige Abend wurde mit gehaltvollem Geschnetzelten eingeläutet. Kaum war das letzte Tellerchen Mousse au Chocolat vertilgt, überreichte van Herste die Geschenke. Immer wieder regte er die Gäste dazu an, ihre Geschenke gegen andere einzutauschen. Nach diesem lustigen und spannenden Spiel erhielt natürlich jeder die ihm zugedachte Gabe und die Freude war groß, als E-Book-Reader, Schokoladenplätzchen oder silberne Halsketten zum Vorschein kamen.
Natürlich durfte das obligatorische Quiz nicht fehlen und mit einer Tanzrunde, zu der van Herste sich selbst auf dem Keyboard begleitete und altbewährte Weihnachtslieder, mit tanzfähigem Rhythmus unterlegt, zum Besten gab, ging dieser Abend zu Ende.
Da das Quiz sehr gut angekommen war, wurde Hans Georg darum gebeten, ein weiteres Quiz durchzuführen. So wurde am ersten Weihnachtstag nicht nur der Rest des Geschnetzelten restlos aufgegessen, auch die Köpfe rauchten mal wieder sichtbar.
Am zweiten Weihnachtstag stand ein Gänsebratenessen im Hotel „Kluster Hof“ auf dem Programm. Aber einfach hinsetzen und schmausen, das war nicht geplant. Alle Gäste mussten vorweg ein sportliches Punktkegeln hinter sich bringen. Wer Kalorien zu sich nehmen will, muss vorher abspecken. Dafür schmeckte anschließend nicht nur die Gans ganz hervorragend. Auch Rotkohl, Rosenkohl und Klöße wurden reichlich verzehrt.
Anschließend erzählten die Gäste ihre oft traurigen Lebensgeschichten. Lesben und Transsexuelle werden leider nach wie vor ausgegrenzt. Manche wurden aus ihren Familien verstoßen. Manche verloren ihren Freundeskreis oder ihren Job. Andere wiederum wurden gehänselt und verspottet. Missbrauchsopfern, die teilweise Schreckliches erleiden mussten, wird nicht geglaubt. Man unterstellt ihnen, sich nur wichtig machen und ihre Familien zerstören zu wollen. Van Herste und die TBL-Crew hatten alle Hände voll zu tun, um Betroffene aufzuheitern und Hilfe anzubieten.
Zwischen den Tagen wurde ein Stadtbummel angeboten und gern angenommen. Der Silvesterabend wurde mit einem Musical-Besuch eingeläutet. Van Herste und die TBL-Crew kutschierten alle Gäste zum Stadeum in Stade, um ein grandioses Medley zu erleben. Nach Ausschnitten aus „Elisabeth“, „Cats“, „Mamma Mia“ und vielen anderen Musicals ging es zurück nach Bremervörde, um kräftig das Tanzbein zu schwingen, ein paar heiße Würstchen zu essen und das Neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk zu begrüßen. Erst als der Morgen graute, verließ der letzte Gast beschwingt die Party.
Zum Neujahrsabend war erneut ein großer Tisch im Hotel „Kluster Hof“ reserviert worden. Um sich den vorbestellten Entenbraten zu verdienen, musste auch diesmal ein intensives Punktkegeln hinter sich gebracht werden. Nach dem Essen gab die Bestseller-Autorin und Buchpreisträgerin Margaretha Main ihre neuste Kurzgeschichte „Narrenberger Knallfroschsuppe“ zum Besten, in der sie das Silvesterspektakel in Narrenberge beschreibt. MM filetierte mal wieder gekonnt die Schrullen der Narrenberger und löste damit mehrere Lachkrämpfe aus. Mit viel Spaß und guter Laune ging auch dieser Abend erst spät zu Ende.
Zum Abschluss ging es am Freitag, den dritten Januar, per Bahn nach Hamburg. Nach einem ausgiebigen Brunch, den der Wahlhamburger van Herste Junior und seine Lebensgefährtin vorbereitet hatten, wurden die Gäste per U- und S-Bahn und per Bus mehrfach in der Stadt hin und her gefahren. Nach diesem abwechslungsreichen und gekonnt geführten Stadtbummel und einem Besuch des „Panoptikums“, also des Hamburger Wachsfigurenkabinetts, ließ man die letzte TBL-Veranstaltung der Festtage mit einem ausgiebigen Mittagessen ausklingen.
Hans Georg van Herste dazu:
„Natürlich ist es nach wie vor schlimm, was Betroffene aushalten müssen, und wir stehen gern mit Rat und Tat zur Seite. Auf der anderen Seite wollen wir auch etwas Fröhlichkeit in den tristen Alltag bringen und ich denke, das ist uns ganz gut gelungen. Manche leben sichtbar auf, wenn sie in unsere Runde integriert werden. Sie kommen mit traurigen Gesichtern und gehen mit fröhlichen. Mehr geht nicht.
Die TBL-Crew hat auch in diesem Jahr viel Aufklärungsarbeit geleistet. Wir waren auf der Messe „Stade aktuell“, dem CSD in Oldenburg oder haben Vorträge an verschiedenen Orten gehalten. Es freut mich immer wieder, wie einsatzfreudig die TBL-Leute, auch nach so vielen Jahren, immer noch sind. Kein Weg ist zu weit, keine Aufgabe zu schwer.
Außerdem habe ich mich im Laufe des Jahres 2013 sehr über den Erfolg der Buchreihe „Starke Frauen“ gefreut. Ich hätte zuvor nicht für möglich gehalten, dass Biographien dieses Kalibers dermaßen gut bei den Lesern ankommen. Diese äußerst positiven Nachrichten spornen uns natürlich an und wir werden auch 2014 weitermachen.“

Informationen finden Sie unter
www.transborderles.de
www.van-herste.de
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