Schizophrener KUNST-Streit: Gehört zeitgenössische Tiermalerei in das Naturkunde-Museum und/oder das Museum für Moderne Kunst?
1879 wurden Bison-Bilder in der Altamira-Höhle von einem kleinen Mädchen entdeckt: der Sixtinische Kapelle der Eiszeit. Schöne Tierbilder gibt es schon seit der Steinzeit & Eiszeit: Die berühmten originalen Zeichnungen der Decken-Malereien in der spanischen Altamira-Höhle sind rund 15.000 Jahre alt. Sie stammen aus der ersten Epoche der Steinzeit, der so genannten Altsteinzeit. In den eindrucksvollen Zeugnissen der frühen Menschheitsgeschichte sind erstaunlich realistische Bilder von Tieren zu sehen: ein Pferd, Hirschkühe, zum größten Teil aber Bisons, die in der Eiszeit in diesen Breiten gelebt haben. Daneben gibt es abstrakte Zeichen, die bislang noch nicht gedeutet wurden. Es gibt in der Höhle Darstellungen, die graviert sind, andere leuchten einfarbig in rotem Ocker oder sind in Schwarz gemalt. Bisons jedoch wurden in meisterhaften Abstufungen von verschiedenen Ockertönen und Schwarz zu plastischer Wirkung modelliert. Auch die Formen des Felsreliefs wurden in diese Steinzeit-Kunst miteinbezogen, so dass die Tiere in dreidimensionaler Körperlichkeit in Erscheinung treten.
Altamira nimmt innerhalb der altsteinzeitlichen Malerei eine besondere Stellung ein, weil ihre Tierbilder die ersten Malereien der Steinzeit sind, die überhaupt entdeckt und als solche erkannt worden sind. Daher spielt Altamira in der Wissenschaft von der Ur-Geschichte des Menschen eine herausragende Rolle. (Siehe Bildergalerie: Abbildung der Deckengemälde in einer Veröffentlichung von 1880 des Naturwissenschaftlers Marquis de Sautuola, Vater des Entdecker-Mädchens.) Nach der Evolutionstheorie Charles DARWINs (1859) stellte man sich frühe Menschen als ziemlich primitive, affenähnliche Wesen vor. Sie könnten weder zu hohen geistigen noch zu künstlerischen Leistungen fähig gewesen seien, glaubte man noch. So erklärte man die Felsbilder von Altamira kurzerhand zur Fälschung.
Nicht minder berühmt ist die Tiermalerei in französischen Höhlen, die nachweislich schneller als Altamira in die Altsteinzeit bzw. Eiszeit zu datieren waren. Stichwort Lascaux: Alles andere als „vorsintflutlich“ sind die ältesten bekannten abbildenden Kunstwerke der Menschheits-Geschichte. Die Tiermaler dieser „Kapelle“ erstellten etwa zwischen 17.000 und 15.000 v. Chr. hauptsächlich realistische Abbilder von größeren Tieren wie Wildrinder, Auerochse, Pferd und Hirsch: Tiere, die zu dieser Zeit gelebt haben. Ein animierter Besuch: http://www.lascaux.culture.fr/#/en/00.xml (Weitere Links siehe Wikipedia.)
Ihren Anfang nahm die „Geschichte der Tiermalerei“ wohl zwischen 33.000 und 30.000 Jahren: In der erst 1994 entdeckte Chauvet-Höhle („Grotte Chauvet“). Sie ist von außerordentlichem wissenschaftlichem Interesse, da sie über die ältesten derzeit bekannten 500 Wandbilder enthält; mit bisher erfassten mehr als 470 gemalten und gravierten Tier- und Symboldarstellungen. Meine Bildergalerie-Beispiele belegen, dass Tiere verschiedenster Arten hier in einzigartiger Schönheit und Harmonie – viele auch perspektivisch (!) – dargestellt worden sind. In routiniertem Umgang mit Malfarben und Stilmitteln. Die Tierdarstellungen (z.B. mit Löwen und Pferden – siehe Bild) wirken außerordentlich dynamisiert-lebendig durch Verdoppelung der Körperumrisse und eine mehrfache detailgetreue Hintereinader-Wiedergabe der gleichen Tier-Gattung und auch Malfarbe-Verwischungen. Zur These von der angeblichen “nicht-schrittweisen Entwicklung der Kunst“ habe ich in einem anderen Artikel Stellung bezogen und begründet, dass sie falsch sein muss. (1)
Möglicherweise werden noch weitere ältere Steinzeit-Höhlen entdeckt, die meine These einer stufenweisen Kunst-Evolution erhärten. Ein Höhlenbesuch: http://www.culture.gouv.fr/culture/arcnat/chauvet/...
Furios Furore macht derzeit Udo KITTELMANN mit einer Tiermalerei im Hamburger Bahnhof: einem Berliner Museum für Gegenwartskunst. U.K. erregt Aufsehen mit NICHT sehr großem Beifall. Warum?
Folgende Kommentare von mir in der FAZ zu einem provozierenden Julia-VOSS-Artikel (2) spiegeln wider, um was es im schizophrenen KUNST-Streit geht:
Kunstbetrieb und animal painting: Fortschritt nach dem Darwinjahr gefragt!
Tiermalerei experimentell im Hamburger Bahnhof? Warum denn nicht?! In der Welt der zeitgenössischen Kunst hat(te) sich Franz MARC in Galerien und Museen für moderne Kunst durchgesetzt; nicht im Naturkundemuseum. Wer googelt, findet eine fleißige Tiermalerszene, die mehr als röhrende Hirsche produziert: Tierporträts werden gern nach Fotovorlage „handgemalt“; in „Museumsqualität“. Gewiss ist Walton Fords Tiermalerei auch gut. Aber braucht die Kunstgeschichte heute im Jahrzehnt nach dem DARWIN-Jahr eine Wiederbelebung des Genres der Tier-Illustration bzw. des Historienbildes. Benötigt die Kunst-EVOLUTION – wo doch „die Natur eine Geschichte hat“ (VOSS) - heute gemalte (!) Bilder von Eisbären, Gorillas etc. DÜRERs Tierstücke-Darstellungen mit Löwen, einer Krabbe, dem „Jungen Feldhasen (1502), Hirschkopf, Hirschkäfer, der Schleiereule, Blauracke, dem Fischreiher, Rhinozerus, Walross - und all die vielen schönen Blumenbilder - waren in der Renaissance etwas Neues; nicht altmodisch. Der populäre Kunst-Pionier MARC strebte progressiv eine Animalisierung und Evolutionisierung der Kunst an. Sicherlich liegt man falsch, wenn Tiermalerei à la Blut-und-Boden-Kunst revitalisiert wird. Dumme Hirst-Hai-„Kunst“? Gut für Kunst-Markt-Haie!
(Zu Franz MARCs Tiermalerei siehe bebiderte Beiträge von mir – (3).)
DUCHAMPismus-Revolte als erneuerte „Regel“?
Dass ausgerechnet der Tiere-Plastiker A. KELLER kürzlich im M. für Gegenwart unter dem Motto: „Die Kunst ist super!“ gezeigt wurde und „zum Denken anregen“ sollte (so U. KITTELMANN), überraschte: es war U.K.s „Lieblingspräsentation“, die „Kunst“ sei. A.K.s Kunst kam aus dem M. für Naturkunde. Wenn den etablierten Lenkern des „Kunst“-Betriebs nun die Natur als der wundersamste „Künstler“ von allen erscheint, ist dies sehr zu begrüßen. Hierzu passt, dass Pamela KORT zum DARWIN-Jahr 2009 mit dem Aufgreifen des Themas EVOLUTION (Schirn-Schau in Frankfurt) erfolgreich innovativen Wind in die blickverengte Kunstwissenschaft gebracht hat. Die Affen-Malerei des Malers von MAX wurde hier neben ERNST und HAECKEL ausgestellt: Affen in menschlichen Rollen. Walton Ford malt auch Menschen-Affen; siehe FAZ-Galerie: „En Encounter with Du Chaillu” (2009). Es gelte nach VOSS in Berlin eine „Regel“, „die spätestens 1914 mit Marcel Duchamps Flaschentrockner eingeführt wurde: Kunst ist, was im Museum steht“. Und ohne die DUCHAMPs Readymade-Ikone wäre ja Antikünstler BEUYS auch nicht in Berlin vertreten. „DUCHAMPISMUS“ & Dadaismus sollen den „Durchbruch für die moderne Kunst“ ausgelöst haben; siehe M.D.s „Rad-Schemelchen“ in der Haupthalle des HBs.
(Zur Kritik an „Die Kunst ist super!“ siehe meinen bebildeten Beitrag in (4). Zu Pamela KORT und dem DARWIN-Jahr 2009 - Aufgreifen des Themas EVOLUTION (Schirn-Schau in Frankfurt) siehe (5).)
Außenseiter, die gegen evolutionären Kunst-Fortschritt gefördert werden
Die Welt der zeitgenössischen Kunst sei „klein“, meint JVO. Wer behaupte, „dass heute einfach alles zeitgenössische Kunst sein könnte, macht sich was vor oder lügt“. „Naturkundliche Forschung“ verknüpft mit „ins Surreale hineinschweifenden Phantasien“ zeige W. FORDs „Bestiarium“, ist zu lesen. Hinterfragt werde durch W.F. „das seit der Renaissance vorherrschende Diktum des ‚Immer Neuen’, ‚Immer Besseren’“. Der Tier-Maler zeige sich „bewusst als ein Outsider im zeitgenössischen Kunstbetrieb“. Die HB-Schau kommt zur Albertina in Wien. Eine Wende zurück ins 19. Jahrhundert sehe ich, wenn ich WFs „The sensorium“ (2003) mit Affen-Bildern von MAX (Schirn, Darwin, 2009) vergleiche. WFs Affenhorde zelebriert hier ein großes Fressen, einer liest die „Zeitung“. Werden hiermit wirklich „eingefahrene Erwartungshaltungen gegenüber dem Regelwerk zeitgenössischer Ästhetik zur Diskussion“ gestellt? Anders E. BEAUCAMP: Er forderte ostentativ und begründet (!) in FAZ- „KUNSTSTÜCKE“ (8.1.10): „Wir brauchen den Bruch“: neuen Weltgeist, Frühling der Ideen etc. „Begründer einer fundamentalen Ästhetik“ seien gefragt. Die „Erkundung und Förderung des Einzigartigen und Außerordentlichen“ tue not! WFs Kunst wagt keinen „Bruch“ („radikalen Neuanfang“).
Neues KUNST-Jahrzehnt: EVOLUTION der Kunst zu einem „radikalen Neuanfang“
Die „Resteverwertung der Moderne“ muss aufhören, wünschte sich Eduard BEAUCAMP in „KUNSTSTÜCKE“ (FAZ). Ein „Bruch“ müsse her; Naturwissenschaftler sprechen von Symmetrie-Brüchen, wenn evolutionär Neues entstehen soll. Der FAZ-Kunstkritiker verlangt eine „substantielle, individualistische und emanzipatorische Kunst“ und will Aufklärer, denkende Künstler, Begründer einer fundamentalen Ästhetik unterstützen. Gefordert wird (fast missionarisch) ein „neuer Weltgeist“. Angesichts von globalem „Kommerz & Rummel“ und vermisster Kunst-Kennerschaft im Kunstbetrieb - eine ehrenhafte Absicht. Der Evolutions-Weg zum Ziel starte - nach Selbstbefreiung und Selbstauslöschung der entzauberten Kunst - mit Gewissensforschung & Kassensturz: Folgen müssten Kunstszene-„Ethos“-Erneuerung, Reformwille mit Qualitäts-Denken und eine konstruktive Kunst-Erbe-Kritik. Die ästhetischen Energien des 20. JHs (der „heroische Moderne“) seien heute verbraucht: einer „launischen“ Post-Moderne preisgegeben. Die „Metamorphose“ müsse sich über „experimentelle Phantasie“ zu einem „radikalen Neuanfang“ entwickeln; durch „Bruch“. Das geforderte „Einzigartige und Außerordentliche“ ist m.E. nur über eine „l’art-pour-la science“ (evolutionisierende Erkenntniskunst) möglich.
Tiermalerei und Tierfotografie
Kommentare zur Tiermalerei des Amerikaners FORD und zum JVO-Artikel lauteten von FAZ-Usern z.B. Man muss sowas nicht malen, man kann sowas auch malerisch photographieren“ (J.L.). Und: „Das ist die übliche Ausrede - photografiert hätte es niemals die selbe Ausstrahlung, womit ich nicht sagen will, dass es keine genialen Photografen gibt. Ein photografiertes oder ein gemaltes Bild - jedes hat seine ureigenste Wirkung, weil es auf den "Blick" des Künstlers ankommt, auf seinen Farbensinn, auf seine Idee oder auf sein Gefühl, das durch ein gutes Bild scheint und wirkt.“ (E.S.) Die gleiche Userin ergänzt kritisch an „Kunsthändler und die ihnen hörigen Bildungsphilister in den Kulturministerien“ gerichtet: „Die von ihnen gepushten Finanzial-Art "Werke" liegen bereits genauso wertlos wie Hedge-Fonds in diversen Kellern, besonders jenen spekulierender Sammler und den von der öffentlichen Hand finanzierten Museen.“ Das neu eröffnete Museum Brandhorst in München sei „das letzte haarsträubende Beispiel dafür - ein ganzes Museum voll mit Schrottpapieren, äh – Leinwänden“. An U. Kittelmann gerichtet, schreibt die Autorin: Sie höre „das erfreute Aufatmen in einsam gewordenen Ateliers, in denen noch Künstler arbeiten, die nicht dem grauenhaften, völlig lieblosen Zeitgenössische-Kunst-mainstream folgen“ würden. Sie „wittere Morgenluft nach diesem Artikel von Julia Voss“ und sagt „danke“.
(Zum Problem BRANDHORST-Museum äußerte ich mich ebenfalls kritisch in einem Web-Beitrag mit Bildern: siehe (6).)
Schizophrener KUNST-Streit: Tier-Malerei/Fotografie im Hamburger Bahnhof?
Der Erfindung des Foto-Apparates zum Zwecke der Produktion perspektivischer Bilder hatte in der Lochkamera (Camera obscura) Vorläufer, die frühe Maler zur Bild-Erzeugung nutzten. Schon im 19. JH wurde auf den „Kunst“-Charakter der Fotografie hingewiesen, der auf einer ähnlichen Verwendungsweise der Technik wie andere zeitgenössische grafische Verfahren (z.B. Radierung) beruht. Wenn Fotografie als künstlerische Technik anerkannt ist, mit Hilfe derer ein Künstler-(Tier)Fotograf eigene Bildwirklichkeiten erschafft, gehört (nicht erst seit DUCHAMPs Revolution) auch Tier-Fotografie (wie Tierfilm) als KUNST ins moderne Museum. Udo KITTELMANN wird wohl Tier-„Kunst“-Fotografen demnächst fördern, d.h. ausstellen. Viele bedeutende Maler des 19. Jahrhunderts benutzten ja auch die Fotografie zur Bildfindung und Gestaltung, als künstlerisches Entwurfs-Instrument für malerische Werke. Mutmaßlich hat auch Walton Ford Fotografien von Tieren (analog der Arbeitsweise des Tiermalers von MAX) zum Gemälde-Schaffen genutzt. Der schizophrener KUNST-Streit: Gehört zeitgenössische Tiermalerei in das Naturkunde-Museum und/oder das Museum für Moderne Kunst?, hat banausisch-banale Züge. U.K.s ideologische BASTA-Kunst-Politik gegen die Innovation ist evolutionär ephemer.
Neo-Popism als Perversity-Pop-Art: a&s-Signale sexueller Un-Verfügbarkeit
Der PopArtist Mel Ramos, der seit 50 Jahren perfekte Frauenkörper in lasziven Posen malt, verbindet Pin-up-Girls und ihre Signale sexueller Verfügbarkeit auch mit exotischen Tieren. Das eine hat mit dem anderen zwar nichts zu tun, wird aber als Kunstmarkt-Werbe-Strategie eingesetzt. Siehe Tübinger Kunsthalle: http://www.kunsthalle-tuebingen.de/index.php?optio...
Im Neo-Popism als Perversity-Pop-Art der ars evolutoria – siehe Bildergalerie zum Artikel - plädieren nicht-knackige (Frauen)Körper durch ihre pure Präsenz gegen die sexuelle Unterdrückung; vgl. a&s-Persiflage-Bild gegen Naturwidrigkeit, „Kunst“-Verderbtheit etc. Mel Ramos hatte in den 1960iger Jahren die ersten "Commercial Pin-ups" gemalt. Die Malerei war noch kritisch gemeint: Als Dauer-Popartist malt M.R. heute immer noch fotorealistische Pin-ups; der Kunstmarkt ist gefräßig. Im Grunde malt M.R. immer dasselbe: Girls, Girls, Girls – Bilder nackter Frauen wie sie im Fernsehen und in bestimmten Printmedien haufenweise präsentiert werden. (DSF etc., Playboy-Magazine etc.)
Ramos' Frauenklischees sind Zitate, die sich immer an Pin-up-Sex-Fotografien orientier(t)en. Warf man M.R. Banalität vor, verwies der Maler auf Kunstgeschichte und die Geschichte der Aktmalerei.
SKANDALÖS: D-radio (25.01 – Kultur heute) kritisiert zu Recht, dass M.R. mittlerweile direkt für den Sponsor der Ausstellung malt: „knackige Weiber, die am Hintern das Firmenlogo eines Bekleidungskonzerns tragen, welchselbiger dann nicht nur die Tübinger Schau, sondern gleich die ganze Ausstellungstournee unterstützt. Da nutzt dann das Ganze kunsthistorische Brimborium wenig, das die Tübinger Kunsthalle auffährt, der Verweis auf Duchamp, Lautréamont, Matisse oder Mondrian, vor dessen abstrakten Rechtecken Ramos' Frauen sitzen“.
LITERATUR & Anmerkungen
(1) HAHN, Werner (14.01.10): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/zur-evolu... (mit 26 Bildern)
(2) VOSS, Julia: Der Tiermaler Walton Ford: Kann man noch deutlicher falsch liegen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.01.10.
(3) HAHN, Werner (19.04.2009): http://www.myheimat.de/gladenbach/schoenheit-in-ei... (2 Bilder)
UND (06.03.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/franz-mar... (1640mal gelesen, 11 Bilder)
(4) HAHN, Werner (11.09.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/hamburger... (mit 20 Bildern)
(5) HAHN, Werner (25.04.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/wie-man-d... (mit 20 Bildern)
UND (28.04.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/wie-kuens... (mit 34 Bildern).
(6) HAHN, Werner (29.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/museum-br...
Weiterveröffentlichungen:
Wie sich die „Moderne“ im Kreis drehte und End-Punkte erreicht hat
Die „Ermüdung einer kämpferischen Moderne“ habe sich seit langem abgezeichnet, diagnostizierte Eduard BEAUCAMP (FAZ-Kunstkritiker; vgl. W.H.-Artikel) in „Die moderne Kunst am Ende ihres Jahrhunderts“. (1)
Die Kunst der Zeit nach 1945 lebte von vielen Revivals – „der Ideen mehr als der Stile“. Zeitweise hätte sich sogar der Rhythmus der Abfolge der klassischen Moderne wiederholt: „Diese Feststellung relativiert nicht die Leistungen der Nachkriegskunst. Ihr gelangen neue Radikalisierungen und Sinngebungen, neue Entgrenzungen und Sublimierungen. Bereits in den fünfziger Jahren sprach man vom Anbruch einer zweiten Moderne.“
Man habe es inzwischen mit einer „dritten Moderne“ zu tun: Bei den Malern und Objektmachern der achtziger Jahre hätten wir den Expressionismus, Dadaismus und Konstruktivismus „in dritter Auflage, als Phänomen einer dritten Generation“ erlebt.
Kunsthistorisch betrachtet sei früher das Neue oft aus einem erneuerten Alten hervorgegangen. So erlebte die Romantik im Symbolismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts noch einmal eine mächtige Renaissance. Und aus einem „wirklichkeitsflüchtigen, esoterischen Symbolismus „wurden zentrale „Impulse und Ideen der modernen Abstraktion“ geboren. Derartige Erneuerungen und Gegenbewegungen würden sich in unserer „Spätmoderne nicht (oder noch nicht) erkennen“ lassen. Die Moderne drehe sich im Kreis: Sie genieße in einem selbstgefälligen, „vom Kunstmarkt ermunterten und geprägten, vom zeitgeschichtlichen Kontext weitgehend abgesonderten Kunstbetrieb ihre eigenen Mythen und Revivals“.
Wir hätten uns daran gewöhnt, dabei - etwas bequem - vom „Pluralismus der Postmoderne“ zu reden, meint E.B.. Angebahnt habe sich mittlerweile ein allgemeiner Umschwung der Stimmung und des Lebens-Gefühls.
Eine „Abwendung von den Erwartungen und Idealen der Moderne“ sei zu beobachten. Stichworte wie "Grenzen des Wachstums" und der Zweifel am Fortschritt seien „die ersten Warnungen vor jedem Expansionsdenken“. Und beispielsweise erlebten wir heute eine „Aufwertung von Geschichte“ und „eine neue Naturbewegung“.
Eduard Beaucamp bilanziert, dass in den Lagern der "Avantgarden" Ernüchterungen und ein „fast vollständiger Stillstand“ eintraten:
„Die Künstler verloren jedes eindeutige und lineare Geschichtsbewusstsein und damit auch den Zukunftsbegriff. Eine Krise war unvermeidlich. Sie wurde noch dadurch verstärkt, dass die verschiedenen Programme und Tendenzen der Moderne auch immanent zu einem natürlichen Abschluss gekommen waren.“
E.B. diagnostiziert, dass in den Imaginationen und Abstraktionen der Künstler allmählich alle Differenzen aufgehoben worden seien: „Damit aber hob sich auch der Kunstbegriff auf und machte sich überflüssig“: Evolutionär gesehen verlief der Prozess der Auflösung des Kunstbegriffs und Abschaffung der Kunst nach Ansicht des FAZ-Kunstkritikers so:
„Dem ersehnten, fiktiven Ende der Kunst strebten in der Nachkriegszeit noch einmal die spätesten Metamorphosen der ‚konkreten’ Kunst zu, besonders die seriellen Strömungen und die Tendenzen zur Monochromie als einem idealen Endzustand der Malerei. Endpunkte waren ferner erreicht mit einer im Environment wiederhergestellten Einheit des Raumes, mit einer in der Kinetik oder im Film wiederhergestellten Einheit der Zeit, mit einer im Happening und in der Aktionskunst wiedereroberten Einheit des Lebens, mit der Aufhebung des Sonderstatus des Kunstwerks und seiner Ersetzung durch die Realität und die banalen Dinge des täglichen Lebens, dann mit der Concept-Art, mit ihrer Entmaterialisierung der Kunst und der Freisetzung einer absoluten, mithin beliebigen Phantasie, der sich die Welt nur noch als Wunsch und Wille darstellte.“
Literatur:
(1) E.B. in Hans Thomas: Die Lage der Kunst am Ende des 20. Jahrhunderts. Lindenthal-Institut 1999. S.27-44.
Kunstkritiker BEAUCAMP:
Kunstbetriebler & Lobbyisten irren als "Höflinge"
„In Berlin feiert die Kunst ein trauriges Jubiläum“, konstatierte Eduard BEAUCAMP in „KUNSTSTÜCKE“ (FAZ v. 05.06.09, S 33). Es ging um die SKANDALSCHAU 60 Jahre & 60 Werke, die ich heftig kritisiert habe. „Netzwerker“ mit ihren „verzweigten Einflüssen bis in die auswärtige Kulturpolitik“ hätten „erfolgreich verhindern“ können, dass Kunst aus der DDR Beachtung findet. Die westliche KUNSTFREIHEIT „bedarf dringend der Überprüfung“ mahnte E.B.: „Auch im Kunstbereich hat sich manches verzerrt. Wie frei und chancengleich ist die Kunst noch in einem freien Land? In der Epoche des fast totalen Markts sind der Erfolg und die Qualität, die Preise und die Bedeutungen auseinandergefallen. Erfolg und Freiheit sind heute eine Frage der Vernetzung, für die der Kreis der Berliner Veranstalter ein gutes Beispiel abgibt. Unter diesen Netzwerkern sind Kunstunternehmer, die privaten Sammlungen und Stiftungen aufgebaut oder im Dienst einer Bank, die Kunst zu Werbe- und Geldanlage-Zwecken nutzt, gearbeitet haben. Sie stehen Galerien und ihren Künstlerclans hilfreich mit Wort und Tat zur Seite, sie umschwärmen beratend Großsammler und sonnen sich wie Höflinge in ihrem Glanz.“
Das FAZIT des Kunstkritikers im BRD(West)-DDR(Ost)-Kunststreit: „Die Kunst der DDR wird zu Unrecht geschnitten.“ E.B. vermisst „souveräne Autoritäten“ - wie Werner SCHMALENBACH, Werner HOFMANN oder Dieter HONISCH.
BEAUCAMP wiarf „modernen Künstlern“ (pauschal) vor, dass sie sich im „Zeitalter der Avantgarden gebärdeten (…) als Rebellen, Anarchisten, radikale Weltverbesserer, als Ideologen, Autokraten und Absolutisten und in der Aufbruchszeit auch als Vordenker und Zuarbeiter der Jahrhundertdiktaturen“. Die KünstlerInnen hätten aber HITLER, „der seinen Hass auf die Moderne früh genug herausbrüllte“, nicht erlegen. Als aufreizend, taktlos und beleidigend interpretiert E.B. insbesondere, dass die heftig attackierten Berliner Skandal-Macher den „Alleinvertretungsanspruch und die Kaltekriegsthese“ durchsetzten: sie behaupteten, die „irrelevante Kunst aus der DDR“ gehöre „nur ins historische Museum“. DDR-Kunst sei aber „vielfach spannender als die satte, selbstgefällige, innovationsarme und marktkonforme Produktion der letzten Jahrzehnte im Westen. Der Katalog zur Schau „60 Jahre / 60 Werke" zum Geburtstag der Bundesrepublik stelle Kunst aus der DDR abfällig als „ein ästhetischer Zoo“ dar, die bald „verdunste“. Sie „sei nicht gleichrangig und dürfe nicht nachträglich rehabilitiert werden“ behaupteten die moralisierenden „Netzwerker“ aus „rheinischen Nostalgievereinen“.
Literatur/Bilder-Hinweis:
HAHN, Werner (2009): „Zur 60-Jahre/Werke-SKANDAL-Ausstellung (Gropiusbau): Kunst-MARKT & Kultur-STAAT“. In: ZEIT Online v. 04.05.2009
UND: http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/rueckblic... (9 Bilder)
Literatur & Bilder zum Skandal-Thema (Jahresrückblick):
HAHN, Werner (13.08.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur-politik-c...
HAHN, Werner (15.06.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/zur-krise-der-ku...
HAHN, Werner (11.06.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/zur-krise-der-ku...
HAHN, Werner (28.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/politik/60-jahre...
HAHN, Werner (15.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/kultur-al...
HAHN, Werner (13.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/wirklich-...
HAHN, Werner (11.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/politik/zum-them...
HAHN, Werner (04.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/kunst-markt-and-...
HAHN, Werner (03.05.09): http://www.myheimat.de/gladenbach/brd-staats-kuens...
Zum Thema:
http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2...
Weitere Evolutionisierung der Koch(en)-als-„Kunst“-Bewegung?! - Kochrevolutionär Adrià sucht neue Inspiration
Ferran Adrià wurde 2007 als documenta-„Künstler“ gefeiert: Nicht-Kunst konnte die documenta-Institution als „Kunst“ verkaufen. Der Katalane hat ein d12-„elBulli" auf der Buergeliade-documenta nicht eröffnen wollen. Kompromiss: Stattdessen lud das Trio Buergel-Noack-Adrià zur (gescheiterten) d12 täglich zwei Besucher der d12 ins elBulli ein. Zu früh freute sich damals der ZDF-aspekte-Chef Wolfgang Herles, der den CICERO-Lesern weißzumachen versuchte, dass Kochen KUNST sei: In seinem Artikel „Warum Kochen Kunst ist“, behauptete der ZDF-Redaktionsleiter, Kochen sei wie „Kunst“ stets „elitär“ und „politisch“ wie „jede Kunst“. Und Kochen stehe „an der Schwelle zur abstrakten Malerei“! ZDF-Kultur & -Ethos wurde Opfer von R.M.B.s Gehirnwäsche. Kein Wunder, wenn E. Beaucamp in FAZ-KUNSTSTÜCKE heute einen „neuen Weltgeist“ fordert. Angesichts von „Kommerz & Rummel“ vermisst E.B. Kunst-Kennerschaft. Die Herlessche These trug zur Selbstauslöschung der Kunst bei. Der "Papst der Molekularküche" hat nun 2 Jahre Zeit nachzudenken, was er auf der documenta 13 - BAKARGIEViade-Schau - als "Künstler" ausstellt! Er lese E.B.s Artikel, der eine Kunstszene-Ethos-Erneuerung fordert. Koch(en)-als-„Kunst“ kann evoluieren: Molekularküche-Qualitäts-Denken. (Siehe DIE ZEIT: dpa – Newsticker: http://www.zeit.de/newsti...
(A.a.O. weiterlesen bitte!)
Neo-Popism? - Pin-up-Girl-Sex-Perversity-art-Bilder mit Tieren in Tübingen
Pin-up-Girl-„Popism“ des Malers Melvin John Ramos (1935): 1958 etabliert er sich zu einem Hauptvertreter der amerikanischen Pop-Art-Bewegung. Er stellte zusammen mit Roy Liechtenstein, Andy Warhol und anderen Pop-Art-Künstlern bereits 1963 in einer Gruppenausstellung aus. Die Sehnsucht der Deutschen nach Popart und Sex befriedigt derzeit die Schau in der Tübinger Kunsthalle (23.01.-25.04.10). Auch in Ramos-Bildern dominiert das Bonbonfarbene und das Poppige, der Knalleffekt und die schöne Oberfläche. Und das 50 Jahre nach dem eigentlichen Ende des Booms; ein alter Hut!
Als erste und vorläufig auch einzige "nachchristliche Universalkultur" (so der Kunsthistoriker Beat Wyss) prägte Popism in den USA wie in Europa den Geschmack und das Kunstverständnis einer ganzen Generation. Befriedigt wurde eine uralte Sehnsucht, die Kunst ins Alltagsleben einfließen zu lassen. Die heroischen Jahre der Pop-Art werden durch die Tübinger Ausstellung nicht revitalisiert. Popism verschwand so plötzlich vom Kunstmarkt wie Miniröcke aus den Modeboutiquen. Peinlich die Freude an den glatten und gelackten Oberflächen dieser Pin-up-Girl-Sex-Perversity-art-Bilder mit ihrer naiv-dümmlichen Verehrung des American Way of Life und ihrer reklameartigen Spiegelung der „Waren“-Welt.
(Zu den beiden Bildern der Bildergalerie mit Pin-up-Girls.)
Zum BILD mit der Legende:
Eine Wende zurück ins 19. Jahrhundert sehe ich, wenn ich WFs „The sensorium“ (2003) mit Affen-Bildern von MAX (Schirn, Darwin, 2009) vergleiche. WFs Affenhorde zelebriert hier ein großes Fressen, einer liest die „Zeitung“.
Den Maler Walton Ford sieht man beim Malen dieses Bildes - Kommentare dazu gebend in:
http://www.youtube.com/watch?v=GQnAKmr1Yv0
Siehe auch Artikel in DIE ZEIT:
http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2...
400.000 Dollar für ein anachronistisch-altmeisterliches Bild zum „Gestrigen“!
Fords oft metergroße Aquarelle kosten heute bis zu 400.000 Dollar. Sie sind so gefragt, dass sie nur über eine Warteliste erhältlich sind. Und Ford hat viele prominente Fans: Mick Jagger hat einen Ford gekauft. Ex-Gucci-Designer Tom Ford soll zehn große Formate für seine privaten Räume geordert haben. Stil-Ikone Daphne Guinness ist unter den Leihgebern der Berliner Schau. Den meisten Sammlern sollen ihre Fords so am Herzen liegen, dass sie für die Berliner Ausstellung bei den Leihgebern nur äußerst schwer loszueisen waren, berichtet DER SPIEGEL. Er wundert sich: „Und doch ist der Künstler in den Sammlungen der wichtigen Museen noch nicht so recht angekommen. Vielleicht, weil er ihnen als Ford und nicht als Ferrari gilt, Manchem Kritiker nämlich ist sein Oeuvre zu illustrativ“.
Die Frage wird gestellt: Ist eine Kunstinstitution wie der Hamburger Bahnhof, der als "Museum für Gegenwart" firmiert, der richtige Ort für so eine Caprice des Gestrigen? Ja, meint Udo Kittelmann, Direktor des Hauses. Diese Malerei sei "sehr, sehr zeitgenössisch", denn sie reflektiere die Jetztzeit und die Weise, "in der wir uns die Welt Untertan machen" und rege dazu die Debatte an, ob gelungene zeitgenössische Kunst stets den Avantgardegestus aufnehmen und auf Konzept- und Minimalkunst aufbauen müsse.
„Bild“ und die „Sex-Pin-ups“ des Mel Ramos
Das lässt die BILD-Zeitung gerne zum Voyeur werden: splitternackte, entblößte Blondinen sind auch bild.de nicht fremd; täglich Brot der BILD-User. Auch der „Bild“-Userinnen? 10 Bilder ebenda – ohne Tiere! Aber mit Damen auf Zigarren:
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/kultur/2010/0...
Am Dienstag, 30. März, 20 Uhr lädt unter dem Titel „Pop-Art, Pin-ups, Persiflage“ Sigrid Ruby - Dozentin an der Justus-Liebig-Universität Gießen -, zu einer kritischen Revision des Pin-up-Malers Mel Ramos ein. Die Kunsthistorikerin und Amerikanistin gilt als Kennerin der amerikanischen Malerei der Nachkriegsjahrzehnte. Darüber hinaus hat sie sich in Feminismus- und Geschlechterdifferenz-Forschung einen Namen gemacht. Der Vortrag ist eine Veranstaltung des Deutsch-Amerikanischen Instituts in der Kunsthalle Tübingen.
(Siehe mit Bildern http://www.kunsthalle-tuebingen.de/index.php?optio... )
Zum Vormerken - Dienstag, 2. März, 20.00 Uhr:
Zwischen Kunst und Konsum. Gespräch mit Klaus Honnef
Klaus Honnef gibt inmitten der Ausstellung in einem unterhaltsamen Gespräch mit Daniel J. Schreiber Auskunft über den Künstler und sein Werk. Der wohl beste Ramos-Kenner Deutschlands, Publizist und ehemalige Ausstellungschef des Rheinischen Landesmuseums Bonn, kuratierte bereits 1969 in Aachen die erste Ramos-Ausstellung in Deutschland.
Mel Ramos: Girls, Girls, Girls (...):
http://www.youtube.com/watch?v=a0VAPZzpo9w
POPISM-Auferstehung allenthalben: „Kunst“ kunsterneuernd?
Die Kunstmarkt-Heroen „von WARHOL bis HIRST“ werden derzeit bei „Pop Life“ in Hamburg als „Hype“ unkritisch gefeiert. Kuratoren folgen bereitwillig den Markt-Selbstinszenierern, die für die „Gegenwart“ abermals in „Kunstszene“ gesetzt werden. „Sex sells“ – Fleischbeschau, Sexismus (…). Kunst-Ansichten des Banalen und von teurem Kitsch provozieren auch in Tübingen Widerspruch. Der Pop-Artist RAMOS malt Pin-up-Girls und ihre Signale sexueller Verfügbarkeit auch mit exotischen Tieren: groteske Grazien mit Nilpferd und Walross. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. „Animal Paintings“ wird aber als Kunstmarkt-Werbe-Strategie eingesetzt. POPISM als „Perversity-Pop-Art“? Die "Commercial Pin-ups" der 1960er Jahre waren noch kritisch gemeint. Als Dauer-Popartist malt M.R. heute immer noch fotorealistische Pin-ups; der Kunstmarkt ist gefräßig. Im Grunde malt M.R. immer dasselbe: nackte Girls, Girls, Girls mit Komik. M.R. sollte weiterhin „keinen Platz auf der Sonnenseite der Kunstgeschichtsschreibung“ haben. Warf man dem altmodischen Maler-Komiker Banalität vor, verwies M.R. auf Kunstgeschichte und die Geschichte der Aktmalerei. Ist die POPISM-Auferstehung ein kultureller Verrat? Neue „Popartitis“ auch in München: Edward RUSCHA (…).
Siehe hierzu auch den Artikel der FAZ: Mel Ramos in Tübingen - "Das Pin-up als Wille und Vorstellung" (Rose-Maria GROPP) - 24/3/10.







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