Äpfel - beliebt und gesund
Ein Apfelbaum, an dem eine Leiter steht und daneben ein Korb mit bereits gepflückten Äpfeln. Dieses Motiv habe ich als Kind in dieser Jahreszeit geliebt und oft gemalt. Äpfel standen ganz oben auf der Obstspeiseliste. Es gab noch keinen Supermarkt mit einer üppigen Auswahl an exotischen Früchten.
Gelegentlich wurde der Obstspeiseplan durch Apfelsinen, Pfirsiche oder Bananen ergänzt, aber haupsächlich gab es Äpfel, die auch zu Apfelmus verarbeitet oder in Stücke geschnitten und in Gläser eingekocht wurden. Mit selbstgemachter Vanillesoße war das ein leckeres Dessert. Die Apfelkerne wurden mit Nadel und Faden zu einer Kette aufgereiht. Dazu brauchte man ganz schön viele Apfelkerne.
Ein Bekannter brachte uns einmal mehrere Steigen von seinen eigenen Äpfeln vorbei. Er hatte sie alle einzeln in Zeitungspapier gewickelt und erklärte mir genau, welche Äpfel lagerfähig waren und welche ich gleich verzehren sollte.
Auch wenn es mittlerweile viele andere Früchte zu kaufen gibt, stehen der Apfel und das Apfelmus immer noch hoch im Kurs. Immerhin reicht ein Apfel aus, um den Tagesbedarf an Vitamin C zu decken. Er enthält außerdem die Vitamine E, A, B1, B2, B6 und das Provitamin Beta-Carotin. Zudem liefert er viele Mineralstoffe und Spurenelemente, Enzyme und Aminosäuren. Der Apfel steht als Symbol für gesunde Ernährung und Natürlichkeit und ist ein beliebtes Foto-Motiv.
Ein leckeres Stück Apfelkuchen mit Sahne ist ebenfalls immer eine Köstlichkeit und nicht zu vergessen: der Bratapfel, der den kalten Winter versüßt und Gemütlichkeit verbreitet. Man kann den Apfel außerdem zu Gelee verarbeiten und er ist Bestandteil vieler Kochrezepte wie z.B. Apfelrotkohl und Apfelpfannkuchen. In einem Müsli oder Obstsalat macht er morgens munter und liefert Energie.
Aber vor dem Genuss steht zunächst das Pflücken und das Auflesen.


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