Lebensgefahr für bayerischen Journalisten

Michael Kreitmeir mit drei seiner Kinder...

Gilching – Saubere Strände, Palmen und freundliche Menschen – so stellt man sich Sri Lanka vor. Doch hinter der Fassade sieht es oft ganz anders aus. Michael Kreitmeir, Gründer eines Waisenhauses, spürt derzeit den Zorn korrupter Machthaber. In Buch am Ammersee hat sich nun ein Freundeskreis „Hilfe für Littlesmile“ gegründet.

Seit über zehn Jahren engagiert sich der ehemalige Mitarbeiter des Bayerischen Fernsehens – unter anderen rief er „Kunst und Krempel“ ins Leben – auf Sri Lanka. Er gründete unter anderem das Waisenhaus „Littlesmile“, in dem rund 100 Kinder Zuflucht gefunden haben. Als Tsunami das Land verwüstet, war er ebenfalls zur Stelle und half wo er konnte. Doch sein Engagement gefiel nicht überall. Vor einen halben Jahr stand bei ihm eine regionaler Minister auf der Schwelle und forderte über 200000 Euro „Schutzgeld“. Weil sich Kreitmeir weigerte, drohte ihm der Minister mit Gefängnis und machte deutlich, den Kindern Leid zuzufügen. Vor zwei Wochen wurden Kreitmeir, sein Sohn Manuel, Waisenkinder und Betreuer auf einer Autofahrt ins Krankenhaus von einer so genannten 30 Mann starken Task Force Truppe aufgehalten und weil vorgeblich 1,8 Gramm Heroin gefunden wurden, wurde er verhaftet. Seither geht der an MS erkrankte 53-Jährige durch die Hölle. Dank der Hilfe eines einflussreichen Bischofs kam Kreitmeir zwar nach neun Tagen auf Kaution frei. Doch schon wenige Stunden nach der Freilassung gab es die ersten Morddrohungen. "Ich sorge mich nicht um mich, sondern um meine Kinder", bat Kreitmeir am Telefon um Hilfe. Am Montag fand eine erste Gerichtsverhandlung statt. Fortsetzung ist am 17. September.

Mittlerweile hat sich in Buch unter Obhut von Michèle Kirner ein Unterstützerkreis „Hilfe für Little Smile“ gegründet. Sie kennt den 53-Jährigen und das Projekt und hat selbst viele Jahre auf Sri Lanka gelebt. „Wir haben in einer Eilaktion Petitionen veranlasst und eine Faxaktion an Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaske gestartet“, erklärt Kirner. „Die Resonanz ist überwältigend. Wir brauchen aber noch viel mehr Menschen die uns helfen und die Petition unterschreiben.“ Die Internetadressen, wo sich auch die Formulare zum Unterschreiben finden, lauten: http://www.pollytour.de und http://www.littlesmile.pollytour.de.

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