99. Gießener Internationale Pfingst-Regatta war wieder ein voller Erfolg

Ruderrennen unmittelbar nach dem Start
 
Blick auf der vollbesetzte Bootshaus der Gießener Rudergesellschaft 1877

Gießen: Zielgelände der Gießener Pfingstregatta | Alljährlich an Pfingsten findet in Gießen eine dreitägige große Ruderregatta statt, die Gießener Pfingst-Regatta. Und in diesem Jahr ging sie in ihre 99. Auflage und wurde wieder ein voller Erfolg. Nach dem Ausfall der Regatta im Jahre 2009 gingen deutlich mehr Teilnehmer als in den Vorjahren an den Start. Und die Zuschauer strömten zahlreich an die Lahn.

Insgesamt 750 Ruderinnen und Ruderer von 70 Vereinen und Renngemeinschaften gingen während der drei Pfingsttage über die 1000 m- (Samstag + Sonntag) bzw. 350 m- (Montag) Distanz auf der Lahn an den Start, darunter mit dem Club de Remo Valdivia sogar ein Verein aus Chile. Zu sehen gab es viele spannende Ruderrennen von den Kinderrennen (jüngste Altersklasse = 12 Jahre und jünger) bis zu den Masters (älteste Altersklasse = Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre), welche von dem teilweise neuen Sprecherteam für die Zuschauer hervorragend kommentiert wurden.
Ausgefahren wurden auch wieder die Rennen um die Wander- und Herausforderungspreise, wie den Liebig-Preis, den Preis des Regatta-Vereins, den Poppe-Preis, den Martiny Preis und natürlich den traditionsreichen Lahnpokal sowie den Großherzogsachter. Letzteren gewann am Pfingstsonntag die Renngemeinschaft von Gießener RG, RG Wetzlar, RG Wiesbaden-Biebrich und Limburger Club für Wassersport, welche sich gegen die Achtermannschaft der Frankfurter RG Germania 1869 durchsetzen konnte. Im Lahnpokal siegte Johannes Ursprung (Ruderverein "Hellas" Offenbach), der sowohl im Vorlauf als auch im Finale jeweils als erster die Ziellinie am Ende der 1000m-Strecke überquerte und damit Seriensieger Jens Raab (Frankfurter RG Germania) als "Titelträger" ablöste. Im Doppelviererrennen um dem Martiny-Preis gewann die Frauenmannschaft der Gießener Rudergesellschaft 1877.
Am Pfingstmontag standen ausschließlich Sprintrennen über die 350 m-Distanz auf dem Programm. Im Achterrennen um den Cup der Sparkasse gewann die Mannschaft aus Frankfurt gegen das Gießener Boot und erwies sich somit als sprintstärker und nahm zugleich Revanche für den zweiten Platz beim Rennen um den Großherzogsachter am Vortag.
In der Mittagspause des Pfingstmontags gab es ein Einlage-Showrennen im Drachenboot.

Gesichtet wurden auf dem dicht bevölkerten Regattagelände zwischen den beiden Bootshäusern der Gießener Rudergesellschaft 1877 und dem Gießener RC Hassia 1906 auch einige "VIP's", unter Ihnen die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD), der Kreisbeigeordnete und frühere Weltklasseruderer Siegfried Fricke (CDU), der Vorsitzende des Hauptsponsors der Gießener Regatta, der Sparkasse Gießen, Peter Wolf, der Vorsitzende des Sportkreises Gießen und Ministerialrat im Hessischen Innenministerium Prof. Dr. Heinz Zielinski sowie das Ehrenmitglied des Regatta-Verein Gießen und Gießener Ruderurgestein Rolf Beck.

Für die Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern sorgten erneut die DLRG-Kreisgruppe Gießen, welche mit rund 20 Einsatzkräften (Bootsführer, Rettungsschwimmer und Sprechfunker) und drei Motorrettungsbooten insgesamt rund 400 Stunden im Einsatz war, sowie die DRK-Breitschaft Gießen-Stadt (Sanitätsdienst). Während der drei Regattatage waren für die Wasserretter und Sanitäter einige kleinere Einsätze, wie z.B. die Aufnahme gekenterter Ruderer und Transport von Person und Ruderboot zum Steg im Zielbereich, zu verzeichnen.

Ein Dank gebührt allen zahlreichen Helfern des ausrichtenden Regatta-Verein Gießen, der drei Gießener Rudervereine, der DLRG und des DRK, ohne deren ehrenamtliche Arbeit die Durchführung dieser Regatta nicht möglich wäre.

Nachfolgend eine Bilderserie über die dreitägige 99. Gießener Internationale Pfingst-Regatta.

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