Spende an griechische Gewerkschafter übergeben

Von links: Ulrike Eifler, Gisela Oertwig, Sokrates Kaloudis, Georgia Sortiriou, Aris Christidis, Christos Giovanopoulos, Stefan Walter, Ali Gül (Foto: Ulrike Eifler (DGB Mittelhessen))
Gießen: DGB-Haus | Gewerkschafter zu Gast in Mittelhessen

Pressemitteilung des DGB Mittelhessen


1.700 Euro haben mittelhessische Gewerkschafter in den letzten Wochen gesammelt, um die Arbeit griechischer Kollegen gegen die Kürzungspolitik der Troika zu unterstützen. Dieses Geld konnte nun offiziell übergeben werden. Auf Einladung des DGB waren Sokrates Kaloudis und Georgia Sortiriou von der Solidarischen Gesundheitsklinik in Thessaloniki zu Besuch im Gewerkschaftshaus. Begleitet wurden sie von Christos Giovanopoulos vom Netzwerk „Solidarity for all“. Sie wurden vom Griechenland-Solidaritätskomitee empfangen und herzlich begrüßt. »Wir haben großen Respekt vor eurer Arbeit, die unter widrigsten Bedingungen stattfindet, und hoffen, dass wir euch durch diesen kleinen Beitrag unterstützen können«, sagte Ulrike Eifler vom DGB Mittelhessen.

Bereits Anfang des Jahres hatte das Griechenland-Solidaritätskomitee zwölf große Kartons mit Schulmaterialien nach Athen geschickt. Die Kartons wurden vom Netzwerk »Solidarity for all« entgegengenommen. »In Griechenland sind mehr als dreitausend Schulen geschlossen oder zusammengelegt worden. Viele Kinder gehen nicht mehr zur Schule“, sagt Giovanopoulos. „In vielen Nachbarschaften wird daher ehrenamtlich Unterricht gegeben. Die gesammelten Schulmaterialien der deutschen Kollegen werden wir in die Stadtteile gegeben, um diese Arbeit zu unterstützen«.

Über 320 solcher selbstorganisierter Nachbarschaftsinitiativen gibt es inzwischen in Griechenland. Sie organisieren die Alltagssolidarität zwischen den Menschen: Konsumgenossenschaften, Lebensmittelhandel ohne Zwischenhändler oder eben Bildungsprojekte. So auch die ärztliche Versorgung in den Solidarischen Gesundheitskliniken. Hier leisten Ärzte und Pflegekräfte ehrenamtliche Arbeit, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. »Ein Drittel der Menschen haben keinerlei Krankenschutz mehr. Sie werden in den staatlichen Kliniken nicht behandelt und kommen deswegen zu uns«, sagt Kaloudis.

Die Geldspende geht zu gleichen Teilen an »Solidarity for all«, die einen wichtigen Beitrag zu Vernetzung der Nachbarschaftsinitiativen leisten, und an die Solidarische Gesundheitsklinik in Thessaloniki. »Solidarität ist ein wichtiges Mittel des Widerstandes. Wir danken den deutschen Kollegen für ihre großartige Arbeit. Neben der konkreten Geld- und Sachspende ist das vor allem eine wichtige Geste für uns«, freut sich Giovanopoulos.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.05.2014 | 04:05  
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