Aus dem Ei gepellt

Gießen: Deutschland | Wenn man heute an der Johanneskirche in Gießen vorbei kommt, kann man die alten Türen der Kirche wieder bewundern. Die Türen wurden beim Bauabschnitt 2 der Kirchensanierung freigelegt und restauriert. Wer hätte gedacht, dass solche Schmuckstücke hinter den alten Metallplatten versteckt waren. Man konnte sich nur schwer vorstellen, das die Türen wirklich noch zu retten waren. Damit sie hinter den Kupferplatten verschwinden konnten, wurden Teile der Schnitzereien in den 1960er Jahren einfach abgeschnitten. Überhaupt hatte man in den 1960er Jahren modernisiert, was das Zeug hält. Die alte ursprüngliche Ausmalung der Kirche konnte bei der Innenraumsanierung nicht wieder hergestellt werden. Der Innenraum ist nun in hellem Creme gestrichen. Auch der Altarbereich wurde beim Bauabschnitt 2 erneuert und modernisiert. Der alte Altar wich einem neuen aus Muschelkalkstein. Er hat eine Schiffsform. Recht ist das Taufbecken eingelassen und links steht als Mast ein schlichtes Kreuz aus Bronze. Auch das Gestühl wurde erneuert. Schlicht, gerade und modern kommt einem der Kirchenraum vor. Bei der Sanierung bekam die Kirche eine neue Heizung und die elektrischen Anlagen wurden auch erneuert. Seit der Sanierung können nun auch gehbehinderte Menschen leichter in die Kirche und auch auf die Toiletten. Innen ist die Kirche nun auf dem neusten Stand. Von außen schaut sie sehr alt aus. Tatsache ist, sie wurde 1891 bis 1893 unter der Bauleitung von Grisebach erbaut. Also noch ein junger Kirchenbau. Der Baustil, eine Mischung aus Gotik und Renaissance. Im 2. Weltkrieg wurden beiden Dächer von Turm und Schiff beschädigt. Die schönen Bleiglasfenster von Hermann Schaper wurden durch den Luftdruck völlig zerstört. Die Fenster, die man jetzt bestaunen darf, wurden in der Sanierungsphase Jahren 1962 bis 1965 eingebaut.
1969/1970 wurde der 72 Meter hohe Kirchturm mit Schiefer neu eingedeckt. In vereinfachter Form wurden verwitterte Sandsteinelemente der Fassade ersetzt. Heute erstrahlt die Johanneskirche in neuem Glanz.Sie steht wie aus dem Ei gepellt ihrer Kirchengemeinde als Versammlungsort zur Verfügung.
Die Sanierungsarbeiten wären ohne die Spenden der Gießener Bürger in diesem Umfang nicht möglich gewesen. Weitere Spenden werden für die noch anstehende Sanierungen benötigt. Mehr dazu finden sie unter http://johanneskirche-giessen.de/

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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 22.07.2016 | 07:43  
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Werner Szramka aus Lehrte | 22.07.2016 | 14:50  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 22.07.2016 | 17:59  
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