FCA - Stammtisch

Ein Hefegebäck in der Form einer 3 mit 40 Rosinen übergab SSV-Vorstand Anton Schmid an Daniel Baier beim FCA-Stammtisch im Sportheim Margertshausen
  FCA - Stammtisch im Sportheim Margertshausen
Im "Landboten" der Augsburger Allgemeinen war dazu folgender Bericht zu lesen:
Mehr als ein „Dreier“ für Daniel Baier
Der Mittelfeldstratege des Bundesligisten FC Augsburg zeigt sich beim verbalen Doppelpass im voll besetzten Margertshauser Sportheim absolut allürenfrei Von lukas Hohenberger und Oliver reiser
Margertshausen Daniel Baier konnte vom AZ-Fußballstammtisch gar nicht genug bekommen. Fast alle der fast 150 Gäste, die sich zuvor ins Sportheim des SSV Margertshausen gedrängt hatten, waren, mit Autogrammen und Fotos versorgt, schon längst nach Hause gegangen. Der Profi des Bundesligisten FC Augsburg saß noch immer dort. Bei einem isotonischen Erfrischungsgetränk im schlanken Glas und den übrig gebliebenen Würstchen zockte er mit Daniel Spengler, Sebastian Mögele und Timo Hieber einen zünftigen Schafkopf. „Der kann’s ja wirklich“, staunten Daniel Gotaut, Paul Niklas und SSV-Edelfan Roland Bußjäger.
„Das war keine Pflichtaufgabe. Das hat richtig Spaß gemacht“, versicherte der absolut allürenfreie FCA-Mittelfeldstratege, der zuvor mit AL-Sportredakteur Oliver Reiser einen gepflegten verbalen Doppelpass gespielt hatte. Auch dabei zeigte er sich – wie jüngst in der Spielerbewertung unserer Zeitung geschrieben – in der Form seines Lebens. „Dieser Satz hat mich viel Geld gekostet“, hatte Daniel Baier die Lacher auf seiner Seite.
Die Zuhörer in Margertshausen, unter die sich Max Heigel sogar mit einem Fan-Schal des Lokalrivalen TSV Fischach wagte, erfuhren, dass der ehemalige Junioren-Nationalspieler aus einer echten Fußballfamilie stammt. Weil sein Vater Jürgen, der heute den Nord-Bayernligisten SV Erlenbach/Main trainiert, als Profi unter anderem beim SC Fortuna Köln spielte, ist der 29-Jährige in der Domstadt geboren. Auch sein Bruder Benjamin spielt beim SV Darmstadt 98. Obwohl es für Daniel Baier frühzeitig klar war, dass er Fußballer werden wollte, schloss er die Realschule ab. Das dürfte vor allem die C-Jugendlichen des SSV Margertshausen interessieren, die um eine Trainingsstunde anfragten. „Mal sehen, was sich machen lässt“, antwortete Daniel Baier.
„Ich bin wirklich kein FCA-Fan“, so Klaus Mayr, der sportliche Leiter des Kreisklassisten SSV Margertshausen, „aber ich muss sagen: Der Daniel Baier ist wirklich ein netter Typ!“ Sympathisch, eloquent, intelligent und humorvoll plauderte er über seine fußballerische Vergangenheit und Gegenwart. Nach den Stationen 1860 München und VfL Wolfsburg fand er in Augsburg seine sportliche Heimat. „Ich war noch dabei, als wir im Rosenaustadion gespielt haben. Da gab es noch nicht so viele Kinder im FCA-Trikot und Autos mit FCA-Aufklebern. Wenn ich das sehe und die Begeisterung bei den Heimspielen spüre, bin ich richtig stolz, für den FCA zu spielen!“
Für den FC Augsburg hat auch Martin Trieb gespielt. Der mittlerweile 52-Jährige ist neben Jürgen Fuchs, Stefan Mittelbach, Stefan Sirch oder Jürgen Obeser „der größte Sohn, der aus dem SSV Margertshausen hervorgegangen ist“, wie Vorsitzender Anton Schmid feststellte. 165 Spiele hat der mittlerweile in Herbertshofen wohnende ehemalige Junioren-Weltmeister für Eintracht Frankfurt, Waldhof Mannheim und den SC Freiburg bestritten. In einer anderen Zeit. „Früher gab es noch nicht Hunderte von Mikrofonen und Kameras. Da wurden nur die Spitzenspiele im Fernsehen gezeigt. Der Rest lief nebenbei“, verdeutlichte er den gravierenden Unterschied in der medialen Welt. „Hast du eigentlich einen Medienberater?“, fragte er Baier. „Ich kenne es nicht anders.“ Der Profi von heute hat mit der Omnipräsenz der Medien keine Probleme. Auch nicht mit dem Frage- und Antwort-Spiel, das Sportredakteur Oliver Reiser vorbereitet hatte, oder den vielen Beiträgen aus dem Publikum. Hier einige Auszüge:
Tote Hosen oder Helene Fischer? Da gibt es nur eine Antwort von mir: Helene Fischer! Tolle Frau, tolle Sängerin. Ich war sogar schon auf einem Konzert von ihr.
11 Freunde oder Kicker? Montag und Donnerstag lese ich immer den Kicker. Man erfährt da auch viel über die anderen Mannschaften. Auch die Augsburger Allgemeine habe ich abonniert.
Weinzierloder Luhukay? Beide gut. Luhukay war unser Aufstiegstrainer. Er zeigt überall, dass er sehr erfolgreich ist. Weinzierl ist für mich persönlich die beste Beziehung, die ich bisher hatte.
Bayern München oder Borussia Dortmund? Ich komme aus Bayern und habe Freunde bei den Bayern. Deshalb drücke ich den Münchner die Daumen, wenn die beiden Spitzenteams gegeneinander spielen. Aber am kommenden Mittwoch im Pokal wollen wir gegen die Bayern für eine Überraschung sorgen.
Fazit: In der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg in dieser Saison auswärts erst drei Punkte geholt. Dieses Manko hat Daniel Baier beim „Auswärtsspiel“ am AZ-Fußballstammtisch in Margertshausen mehr als wettgemacht und jede Menge Sympathiepunkte eingefahren. Mehr als nur einen selbst gebackenen „Dreier“ aus Hefeteig mit den zum Klassenerhalt nötigen 40 Punkten in Form von Rosinen, den ihm Gastgeber Anton Schmid überreichte. Mit diesem Proviant im Gepäck ist Baier und dem FCA am Wochenende in Berlin durchaus etwas zuzutrauen. Die vielen neuen FCA-Fans, die er in Margertshausen gewonnen hat, würden es ihm wünschen. »Kommentar
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