Shuttlebus übertrifft alle Erwartungen

Samstag, ca. 14.30 Uhr
 

"Es liegt an uns was wir daraus machen" - deshalb lautete die Bitte an alle Gessertshauser Bürger:
Nutzen Sie den kostenlosen Shuttlebus zum Töpfermarkt


So wünscht man es sich – bequem, schnell und stressfrei zum Töpfermarkt, einige Runden gemütlich schlendern, das ein oder andere getöpferte Kunstwerk bewundern und vielleicht sogar kaufen und dann zufrieden wieder nach Hause. Und am Abend lehnen wir uns zurück und sagen: Das war ein schöner Tag!
So aber kannte man es – der Töpfermarkt fand statt und man ärgerte sich über die Parkplatzsituation vor Ort. Straßen und Wege waren bisweilen zugeparkt und es war stressig, bis man den eigenen PKW abgestellt hatte. Das muss aber nicht so sein.

Dieses Jahr war alles anders


Da wegen eines fehlenden Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), etwa Linienbusanbindung und Shuttlebus, keine Möglichkeit bestand ohne PKW zum Töpfermarkt zu gelangen, hat sich die Schutzgemeinschaft Lebenswertes Gessertshausen dazu entschlossen kurzfristig einen kostenlosen Shuttlebus von Gessertshausen zum Kloster auf eigene Kosten zu organisieren.
Der große Erfolg und die überaus positive Resonanz übertraf alle Erwartungen.

Das gesamte Töpfermarktwochenende lief sehr geregelt und ruhig ab. Es gab keine Wildparker - nur nördlich der Straße entwickelte sich ein kleiner Zusatzabstellplatz für relativ wenige PKW.
Der offiziell ausgewiesene Wiesenparkplatz wurde ohne Zwischenfälle genutzt. Die Besucher stellten dort ihre Autos ab - es standen ja ausreichend Plätze zur Verfügung.

Insgesamt kamen am Wochenende 12.000 Besucher zum Töpfermarkt.

Zählungen ergaben, dass am Samstag, nachmittags, zur Hochzeit des Besucherstroms maximal rund 250 PKW auf der Wiese parkten.

Am Sonntag steigerte sich die PKW-Zahl von ca. 200 um 11.30 Uhr auf ca. 300 um 14.10 Uhr und erreichte gegen 15.30 Uhr einen Höchststand von etwa 310 parkenden PKW.

Der kostenlose Shuttlebus entlastete die Parksituation und zählte am Samstag 416 und am Sonntag sogar 642 Fahrgäste.



Von allen Seiten gab es Dank und Glückwünsche. Der Shuttlebus hat die Erwartungen aller weit übertroffen und gezeigt, dass eine Veranstaltung mit Shuttlebus von wirklich jedem Besucher befürwortet wird. Darüber hinaus wird die Anbindung durch einen ÖPNV mit regelmäßigem Busverkehr von Montag bis Sonntag als wünschenswert und notwendig angesehen. Selbst von Autofahrern erfuhren wir, hätten sie gewusst, dass ein Shuttlebus fährt, sie hätten diesen auch genutzt.
Es zeigte sich deutlich die Notwendigkeit Shuttlebusse und Öffentlichen Personennahverkehr anzubieten, weil Besucher, z. B. Zitat: "... nicht mit dem eigenen PKW zu Veranstaltungen, zur Abtei oder in das Naherholungsgebiet fahren wollen - dazu aber gezwungen sind."
Zudem gibt es viele Menschen, jüngere und vor allem ältere, die keinen PKW besitzen oder aus verschiedenen Gründen nicht autofahren wollen oder können.
Die Sicherheitskräfte waren bestimmt auch erfreut, da sich die Besucher, die den Shuttlebus nutzten, bei der Zahl der geparkten Autos bemerkbar machte.
So wenige PKW bei 12.000 Besuchern gab es noch nie.

Fazit ist, dass sich ein Shuttlebus bei Veranstaltungen positiv auf die Parksituation vor Ort auswirkt. Im Fall des Töpfermarktes war es besonders wichtig, da man im Vorfeld gewaltige Sicherheitsbedenken im Bezug auf den PKW-Verkehr hatte. In der Vergangenheit gab es leider Grund dazu, weil sehr viele "Wildparker" die Zufahrts- und Rettungswege zuparkten. Die Sicherheit war nicht mehr gewährleistet und deshalb wurde eine Lösung gesucht.

Ein Großparkplatz mit 830 Plätzen ist bestimmt als Lösung für Sicherheitsprobleme geeignet. Er wirft jedoch neue Themen und Probleme auf.
Die Erfahrung zeigt, dass ein in dieser Größe dimensionierter Parkplatz z. B. eine vernünftige Anbindung nach sich zieht - sprich ein Ausbau der Zufahrtsstraßen, und dass in aller Regel auch Nachbesserungen gefordert werden.

Mit einem Großparkplatz fällt es schwer, glaubhaft Umweltschutz und den Umweltbildungsgedanken zu vermitteln - dass es in diesem Sinne besser wäre den eigenen PKW nicht zu nutzen und stattdessen auf den ÖPNV umzusteigen, wird unnötig erschwert.
Heutzutage, da sich das Umweltbewusstsein in unseren Köpfen etabliert hat, wäre es sinnvoll die Infrastruktur nicht auf den Großparkplatz zu reduzieren, sondern in ein Gesamtverkehrskonzept für den Naturpark Augsburg Westliche Wälder zu integrieren.
Ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Gesamtverkehrskonzept ist dringend notwendig.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.