Hunderte machten sich wieder auf den Weg nach Ettal

Die Ettalwallfahrer beim Einzug in die Wieskirche
KIRCHE
Hunderte machten sich wieder auf den Weg nach Ettal
Dazu war im Landboten der Augsburger Allgemeinen folgender Bericht zu lesen:
Fußwallfahrer starteten schon morgens um 6 Uhr. Tradition reicht in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück Von Peter Voh
Nach dem Aussendungsgottesdienst mit Reisesegen in Maria Vesperbild und einem gemeinsamen Gebet in der Mariengrotte zum Gelingen der Wallfahrt werden die Ettalpilger aus ganz Mittelschwaben im Schlosspark Seyfriedsberg vom Vorbeter auf die Verhaltensregeln auf öffentlichen Straßen eingewiesen.
Foto: Peter Voh
Bei schönem Wetter haben gestern etwa 250 Pilger nach dem Entsendungsgottesdienst um 6 Uhr früh in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild die Fußwallfahrt nach Ettal aufgenommen. Wie jedes Jahr vor dem Fest Christi Himmelfahrt machen sich die „Ettaler“ von Ziemetshausen und Umgebung auf den beschwerlichen Weg zur Gnadenmutter im Ammergau. Die Wallfahrt gilt als eine der ältesten und größten ihrer Art in Bayern. Ihr Ursprung liegt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, als die Menschen in Ziemetshausen 1634 das Gelübde ablegten, einmal jährlich nach Ettal zu pilgern, sollte der Ort von der Pest verschont bleiben. Sie schienen seinerzeit, vor mittlerweile 380 Jahren, erhört worden zu sein. Benefiziat Amerschläger entzündete beim Gottesdienst die Pilgerkerze und hat die Gläubigen mit dem Leitwort für 2014 „Im Frieden dein o Herre mein, laß´ mich ziehen deine Straßen“ sowie dem Reisesegen für jeden Einzelnen auf den Weg geschickt.
Die bunt gemischte Pilgerschar, darunter auffallend viel junge Menschen, betet und bittet dann in der Mariengrotte um guten Verlauf der Wallfahrt und strebt nach dem Empfang des Weihwassers über den Schlossberg dem Park von Seyfriedsberg entgegen. Hier werden die Teilnehmer von einem Vorbeter (Hans Haugg) in die Verhaltensregeln während der Wallfahrt eingewiesen. Mit Gebeten an die Muttergottes entschwinden die Pilger dann durch den Wald in Richtung Langenneufnach. Von dort ab in Bussen bis Türkheim strebt man dann zu Fuß das erste Tagesziel in Kaufbeu-ren an. Die zweite Etappe führt durch herrliche Landschaften zur Wieskirche bei Steingaden, am dritten Tag wird das Ziel Kloster Ettal erreicht, wo man mit einem Gottesdienst in Empfang genommen wird.
Über Eschenlohe zum Kloster Andechs
Ein Teil der Gruppe beendet hier die Fußwallfahrt und kehrt nach Hause zurück. Für die verbliebenen und neu hinzugekommenen Pilger erfolgt der Rückweg über Eschenlohe und am Ammersee hinauf nach Kloster Andechs. Am Ostufer des Sees entlang geht es teils zu Fuß. teils mit Bussen, zur letzten Übernachtung in Schwabmünchen. Am Himmelfahrtstag werden die Ettalpilger nach alter Tradition gegen 15 Uhr in der Mariengrotte bei der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild wieder zurückerwartet.
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