Schwertransport erreicht unsere Region

von Gottfried Biber aus Gessertshausen | am 17.02.2010 | 1122 mal gelesen | 1 Kommentar | 34 Bildkommentare | 34 Bilder
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Auf der Verladestation zwischen Margertshausen und Fischach wurde am frühen Morgen des Aschermittwochs der Riesenofen geparkt
 
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Aschermittwoch auf Verladestation zwischen Margertshausen und Fischach
 
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Aschermittwoch auf Verladestation zwischen Margertshausen und Fischach

Schwertransport erreicht unsere Region
Der Schwertransport, der von Laufen am Neckar nach Augsburg transportiert wird erreicht die letzten Nächten unsere Region. Am Faschingsdienstag wurde der Riesenofen bei Häder in der Zufahrt nach Schempach abgestellt. In der Nacht folgte die Fahrt von Häder über Mödishofen, Gessertshausen und Margertshausen zur Verladestation an der Staatsstraße 2026. Nach dem Abzweig nach Reitenbuch wurde Riesenunheuer zur weiterfahrt nach Mickhausen geparkt.

So stand es im Landboten:
Schwertransport
Das spektakuläre Wendemanöver ist geglückt
16.02.2010 19:07 Uhr

Landkreis Augsburg. Eine der schwierigsten Etappen auf der Reise des Schwertransports durch den Landkreis ging in der Nacht zum Dienstag ohne Probleme über die Bühne. Gegen Mitternacht erreichte das 260-Tonnen-Monster die Autobahn bei Zusmarshausen. Das spektakuläre Wendemanöver des Kolosses zog trotz der späten Stunde mehrere Zuschauer an.
Wie berichtet, wird der sogenannte Autoklav, ein Druckofen, der acht Meter breit und neun Meter hoch ist, zur Firma Aerotec in Augsburg transportiert. Die Reise geht von Lauffen am Neckar über Zöschingen (Landkreis Dillingen) quer durch das Augsburger Land bis zur B 17 und dann weiter nach Augsburg. Aber zurück zur spektakulären Etappe im westlichen Landkreis. Da die Brücke über die Autobahn bei Zusmarshausen nicht für solche Lasten ausgelegt ist, musste das rollende Monster über die Autobahn geleitet werden. Dafür wurden beide Spuren zeitweise gesperrt, damit der Laster sein Wendemanöver vollbringen konnte.

Er rollte erst in Richtung Stuttgart, querte dann die Autobahn - die Leitplanken waren abmontiert - und kehrte über die Ausfahrt auf der Gegenseite auf die Kreisstraße Richtung Zusmarshausen zurück. Viele Schaulustige verfolgten das nächtliche Spektakel. Der Schwertransporter ist sowieso zurzeit im Landkreis eine Attraktion - egal, wo er steht oder fährt: Kinder haben ihren Spaß daran, die Achsen und Räder zu zählen.

Die nächtliche Tour ging über Horgau, Kutzenhausen und Rommelsried weiter in Richtung Süden. „In den Ortsdurchfahrten war es recht eng, der Tross musste öfter stoppen“, erklärte Elmar Thurl, der beim Polizeipräsidium Schwaben-Nord für die Organisation von Schwertransporten zuständig ist. So waren auf der Kreisstraße 1 von Rommelsried nach Häder noch viele Äste im Weg. Der Kreisbauhof Diedorf war vor Ort und sorgte für den richtigen Schnitt. „Es besteht keine Gefahr mehr, dass dort noch etwas herunterfällt“, so Thurl.

Mit Verspätung in Häder

Diese Behinderung sorgte aber für Verspätung. War das Eintreffen im Dinkelscherbener Ortsteil Häder für sechs Uhr morgens geplant, hieß es für die Begleiter des Transporters und die Polizei erst gegen acht Uhr Dienstschluss. Der Schwertransport war in der Ortseinfahrt „verräumt“.

Die nächste Station ist dann Fischach, wo der Mega-Laster am heutigen Mittwochmorgen ankommen soll. Er hält auf einem Parkplatz an der Verbindungsstraße von Margertshausen an der Abzweigung nach Reitenbuch.

Am Donnerstag geht die Fahrt dann weiter nach Mickhausen. Dort wird er am Donnerstag nur eine kurze Pause einlegen und tagsüber weiterfahren. „Es müssen zwei Engstellen passiert werden, das ist nachts zu gefährlich“, so der Transport-Experte Thurl. (msi)

So stand es im Landboten:
Schwertransport
Das Monster rollt durch den Landkreis Augsburg
15.02.2010 18:50 Uhr

Von Marlen Singer
Landkreis Augsburg. Er rollt wieder. Der Monster-Schwertransporter, der einen Druckofen für die Firma Premium Aerotec in Augsburg im Gepäck hat, ist im Landkreis Augsburg unterwegs, nachdem er im Dillinger Bereich wegen schlechten Wetters ins Stocken gekommen war (wir berichteten). Für gestern Nacht sah die Reise des Riesen eine spektakuläre Etappe vor: Laut Zeitplan sollte er gegen ein Uhr einmal die Autobahn bei Zusmarshausen queren.

Dass Schwertransporte durchs Augsburger Land fahren, ist nichts Besonderes. Oft werden Straßen gerade im Bereich Dinkelscherben und Kutzenhausen gesperrt, damit mal wieder ein Schiffsdiesel ausgeliefert werden kann.

Straßen werden gesperrt

Aber der 24 Meter lange Plattformanhänger mit dem Autoklav - einem gasdicht verschließbaren Druckbehälter - ist eine ganz andere Nummer. Um erst über die A 8 und in ein paar Tagen über die B 17 zu fahren, müssen die Schnellstraßen gesperrt werden. „Der Transporter wird in Zusmarshausen auf die A 8 in Richtung Stuttgart geleitet, nach rund 300 Metern geht es dann über den Mittelstreifen auf den anderen Fahrstreifen zurück nach Zusmarshausen“, berichtet Ludwig Müller, im Polizeipräsidium Nordschwaben für den Bereich Verkehr zuständig. Um diesen Richtungswechsel hinzubekommen, müssen nicht nur die Zugmaschinen getauscht werden, auch die Leitplanken werden abmontiert. Das gleiche Spiel passiert in der nächsten Woche, wenn der Transporter auf der B 17 Richtung Augsburg fährt. Natürlich kommt die Polizei auch dort nicht um Vollsperrungen herum.

Am heutigen Dienstag steht das 260-Tonnen-Monster aber erst mal den ganzen Tag über im Dinkelscherber Ortsteil Häder. „Wir können dort glücklicherweise die gesamte Ortseinfahrt absperren, sodass es keine Probleme geben dürfte“, sagt Müller. Probleme sind aber schon unterwegs aufgetreten. So wird in vielen Orten die Straßenbeleuchtung vorübergehend abgebaut. „Da kann es schon mal passieren, dass die Bewohner einige Tage ohne Licht auskommen müssen“, so der Experte von der Polizei, schließlich sei der Autoklav acht Meter breit und mit neun Metern „hoch wie ein Haus“. Auch einige Äste im Straßengrün mussten dran glauben, Mitarbeiter der Bauhöfe waren im Einsatz.

Neben Häder ist dann das rollende Monster auch in Fischach zu bestaunen. Nach einer weiteren Nachtfahrt sollte er dort am frühen Mittwochmorgen ankommen. Die Strecke führt über Ustersbach, Gessertshausen und Margertshausen. Geparkt wird auf dem Stellplatz an der Abzweigung nach Reitenbuch. Dann geht es weiter in die Stauden hinein. Die weiteren Stationen:

Donnerstag, 18. Februar Am Morgen kommt das Gefährt nach Mickhausen, pausiert kurz und passiert dann den Ort. Laut Polizei kein einfaches Unterfangen, weil zwei Engstellen passiert werden müssen. Der Transport, den die Bochumer Firma Voss übernommen hat, endet an diesem Tag beim Parkplatz an der Kreisstraße A 16 bei Mickhausen.

Freitag, 19. Februar Der riesige Lkw setzt am Morgen seinen Weg vom Waldparkplatz fort. Ziel ist der Parkplatz vor Schwabmünchen.

Samstag, 20. Februar Um 22 Uhr geht es gen Oberottmarshausen.

Sonntag, 21. Februar Der Transport erreicht am Morgen den Bahnübergang von Oberottmarshausen. Gegen 22 Uhr macht er sich auf die letzte Etappe Richtung Augsburg.

Ob der Zeitplan so eingehalten werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Müller: „Bei so einem Koloss kann natürlich immer wieder etwas passieren.“

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Werner Szramka aus Lehrte am 23.02.2010 um 17:34 Uhr  
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