Sonja Haller - das Herz der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik

Jürgen Treffler, Johanna Aman, Sonja Haller, Jürgen Schantin und Gabi Sonnberger beim Neujahrsempfang des TSV Gersthofen (von links)
 
Sportlerin des Jahres 2013: Sonja Haller
Sie war noch nie auf einem Siegertreppchen gestanden und Medaillen wurden ihr auch nicht um den Hals gehängt. Und trotzdem ist sie eine Sportlerin aus Fleisch und Blut mit einem riesengroßen Sportgeist. Denn die Aufrechterhaltung des Sportbetriebs der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik prägen ihren täglichen Alltag. Und natürlich ist sie auch mit einem gewissen Ehrgeiz, der bei einer Sportlerin nicht fehlen darf, darauf bedacht, dass ihre Gymnastinnen in allen Bereichen ganz vorn mit dabei sind. Sie schafft die Bedingungen dafür und ist zur Stelle, wenn in irgendeiner Form Not am Mann oder besser an der Frau ist.
Kurz um: Sie ist das Herz der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik. Und genau hierfür hat sie nun eine hohe Auszeichnung bekommen. Eine Auszeichnung, die nicht jeder bekommt: Sie wurde für ihre besonderen sportlichen Leistungen vom TSV Gersthofen zur Sportlerin des Jahres 2013 ernannt.
Vor 25 Jahren übernahm sie als Mutter einer kleinen Gymnastin eine Trainingsgruppe, die ansonsten hätte geschlossen werden müssen. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein und kompetent sportliches Wissen weitergeben zu können, besuchte sie zahlreiche Trainerlehrgänge. Bereits kurze Zeit später war sie die treibende Kraft, die den Breitensportwettkampf der Rhythmischen Gymnastik in der Abteilung und somit beim TSV Gersthofen eingeführt hat. Genau das gab der Abteilung einen gewaltigen Entwicklungsschub, denn nun konnte die breitere Masse der Gymnastinnen bedient werden, da nun nicht nur der Leistungssport angeboten wurde.
Als das Kleinkinderturnen für die Drei- bis Sechsjährigen auf der Kippe stand, wollte Sonja unbedingt, dass diese wichtige Nachwuchsarbeit weiterlaufen kann. Da es keinen Trainer dafür gab, der am Nachmittag die Stunden abhalten konnte, übernahm sie selbst zusätzlich das Training. Seit fast 20 Jahren betreut sie nun schon die Kleinsten der Abteilung jeden Freitag mit viel Liebe und Geduld und bringt ihnen spielerisch alle Grundlagen dieser wunderschönen Sportart bei.
Eine andere Baustelle stellte das Kolla-Ballett dar, das damals ebenfalls kurz vor dem „Aus“ stand. Sonja Haller ist es zu verdanken, dass es das bekannte Aushängeschild der Rhythmischen Sportgymnastik heute noch gibt. 15 Jahre, von 1995 bis 2010 kümmerte sie sich als Hauptverantwortliche um das jährliche Thema, Kostüme, Auftritte und das wöchentliche Training. Dafür wurden schon mal an den Wochenenden in der Hallerschen Betriebskantine die Tische beiseite geräumt, wenn die offiziellen Probenräume fehlten. Auch die Garde der Kinder-Kolla gehört schon seit Jahren zu ihren Aufgabengebieten.
Seit 15 Jahren ist sie neben Gabi Sonnberger stellvertretende Abteilungsleiterin mit dem Aufgabengebiet „Innere Organisation“. Sie ist Hauptansprechpartnerin für alle Übungsleiterinnen, sie treibt an, sie kümmert sich um alles und jeden und sie plant und organisiert Veranstaltungen. Sonja Haller hat alles im Blick, denkt an jedes kleinste Detail. Ihre Excel-Listen sind legendär.
Aber das Wichtigste für sie ist es, dass die Mädchen an ihrem Hobby und der sprichwörtlichen „schönsten Nebensache der Welt“ Spaß haben und nach ihren Möglichkeiten gefördert werden. Dafür sorgt sie mit ihrer unermüdlichen Freundlichkeit und Herzlichkeit und freut sich ungemein, wenn die Gymnastinnen und Trainerinnen dank ihrer Hintergrundarbeit ihre Erfolge feiern können.
Und was sie als Menschen noch wertvoller macht: Alles was sie leistet, macht sie nicht aus finanziellem Grund oder weil sie im Mittelpunkt stehen will, sondern aus Liebe zum Sport und ihren Mädchen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 01.03.2014
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