Quo vadis, TSV Gersthofen?

Ein Teil der geehrten TSV-Mitglieder
 
Voller Gymnastiksaal der TSV-Turnhalle
Mit Spannung wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung des TSV Gersthofen 1909 erwartet. Ging es doch u. a. um die Neuwahl des Präsidiums. Erster Präsident Jürgen Treffler leitete die Versammlung im gewohnt lockeren Stil. Von den 3.491 Mitgliedern waren 106 stimmberechtigte Mitglieder erschienen. Er begrüßte die Anwesenden; darunter 1. Bürgermeister Jürgen Schantin und Bürgermeisterkandidat Michael Wörle. Nach der Genehmigung der Tagesordnung, Gedenken der verstorbenen Mitglieder und Protokollgenehmigung von 2013 wurde der erste Antrag zur Beschlussfassung vorgetragen. Sanierung des Rasens auf dem Hauptspielfeld (Kosten ca. 10.000 Euro) und Anbringung eines Ballfangnetzes wegen Klagen aus der Nachbarschaft beim Rosenbergplatz (Kosten ca. 9.000 Euro). Beiden Maßnahmen wurden mit großer Mehrheit zugestimmt.

Anschließend folgten die Berichte des 1. Präsidenten Jürgen Treffler, der 2. Präsidentin Johanna Aman und der Rechnungsprüfer. Treffler wies auf die beeindruckende Leistungsbilanz des Präsidiums hin. Dazu gehörten u. a. Arbeiten zur Sicherstellung von Flucht- und Rettungswegen in der Turnhalle, personelle Verstärkung der Geschäftsstelle, Abwicklung Pächterwechsel in der TSV-Gaststätte und Legionellenbekämpfung in der TSV-Turnhalle. Er informierte, dass die Turnhalle noch nicht von der Stadt Gersthofen übernommen wurde.

Treffler kündigte nochmals an, dass er infolge beruflicher Veränderung nicht mehr für eine 2. Amtszeit zur Verfügung stehe. Er unterrichtete über den Stand der Untersuchungen durch die Steuerfahndung. Es wurden Fehler seitens des TSV Gersthofen bei der Abwicklung von Mini-Jobs festgestellt, die aber nicht schwerwiegend waren. Im Mai findet ein Gespräch mit der Finanzbehörde über das weitere Vorgehen statt. Abschließend bedankte er sich beim Präsidium und der Stadt Gersthofen für die geleistete Unterstützung und das Vertrauen, das ihm entgegen gebracht wurde. Kritisch äußerte er sich über Zeitgenossen, für die es besser wäre, "die Klappe zu halten" als schlau daher zu reden.

Die 2. Präsidentin Johanna Aman gab in ihrem ausführlichen Bericht einen Überblick über die finanzielle Situation des Vereins. Einige Kennzahlen: Einnahmen 806.300 Euro (davon 318.700 Euro Mitgliedsbeiträge und 64.360 Euro Zuschüsse von Stadt und Staat), Ausgaben 774.300 Euro (davon 297.000 Personalkosten). Für den Unterhalt der Turnhalle gab die Stadt Gersthofen einen Zuschuss von 80.000 Euro. Der TSV sei nicht in der Lage, die Turnhalle alleine zu betreiben. Der Vermögensstand betrug 4.439.000 Euro zum Jahresende. Von den Darlehen in Höhe von 373.000 Euro wurden 63.530 Euro getilgt. Der Bericht des Rechnungsprüfers Guido Meier (Abteilung Fußball) sah keine Unregelmäßigkeiten in der Buchführung. Die Entlastung könne durchgeführt werden, die auch nach dem Grußwort Schantins erfolgte. Aman informierte, dass sie für eine neue Amtszeit als 2. Präsidentin nicht mehr zur Verfügung stehe.

In seinem Grußwort wies 1. Bürgermeister Jürgen Schantin u. a. darauf hin, dass für die Stadt Gersthofen Sportler eine hohe Priorität hätten und sportliche Belange deshalb unterstützt werden. Dabei erwähnte er den Bau der Dreifachturnhalle, die 7,5 Millionen Euro koste. Bei der Planung habe sich besonders TSV-Präsidiumsmitglied Alexander Päckert verdient gemacht. Die Übernahme der alten TSV-Turnhalle werde geprüft werden. Er dankte dem Präsidium für die geleistete Arbeit.

Zur Durchführung der Wahlen wurde ein Wahlausschuss unter der Leitung von Klaus Assum (Abteilungsleiter Fußball) gebildet. Er schilderte die Bemühungen der Findungskommission einen geeigneten Nachfolger für Treffler zu finden. Viele Gespräche hätten stattgefunden - leider erfolglos. Man sei noch mit einigen Leuten in Kontakt. Grundsätzlich sei man der Meinung, dass es in Gersthofen jemand gäbe, der für das Amt eines 1. Präsidenten geeignet wäre. Wenn kein Nachfolger gefunden werde, bleibe laut Satzung der alte Vorstand vorläufig im Amt. Am 8. Mai 2014 werde eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Präsidiumswahlen durchgeführt. Wenn wieder erfolglos, bleibe dem Verein der Gang zum Amtsgericht nicht erspart. Dann würde ein Notvorstand eingesetzt werden, was von Assum als "worst case" bezeichnet wurde.

Nach dieser eher ernüchternden Feststellung ging man zu den wesentlich angenehmeren Ehrungen von langjährigen Mitgliedern über. Etwa 80 Mitglieder, von denen aber nicht alle erschienen waren, wurden für Mitgliedschaften von 25 bis 60 Jahren geehrt. Nachdem keine Wortmeldungen oder Anträge mehr vor lagen, wurde von Treffler die Mitgliederversammlung gegen 21:00 Uhr geschlossen.
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