"Ich bin Fußballbegeisterter" - Hauptsponsor Klaus Abenstein im Interview
Der Krumbacher Rainer Abenstein ist seit der letzten Saison Hauptsponsor der Fußballabteilung des TSV. Wir haben uns zu einem Interview getroffen, ihn nach seinen Beweggründen dafür und nach seiner Einstellung zum Fußball und seiner Arbeit gefragt.
Herr Abenstein, was hat denn für Sie den Ausschlag gegeben, den Verein mit einer so großen Summe zu fördern?
Was heißt große Summe? Über die genaue Höhe der Fördersumme wird schließlich nur spekuliert!
Aber für einen Verein in der Landesliga ist es doch ein ungewöhnlich hoher Betrag!
Das stimmt natürlich. Also: warum die Entscheidung? Wir sind ja schon seit zwei Jahren auf den Trikots mit drauf. Und nachdem dann – man muss es so sagen – Robert Walch hier die Haustüre bei uns quasi eingeschlagen hat, habe ich mich dann doch dazu bewegen lassen, das Ganze zu machen. Damit es nicht falsch rüberkommt: Natürlich ist da auch Eigennutz dabei, wir möchten den Namen Abenstein gerne über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt machen, klar. Aber rein finanziell bringt das der Firma nicht so viel – die Förderung des Vereins hat also schon die Hauptrolle gespielt. Es wäre toll, wenn Gersthofen durch unsere Mithilfe mittelfristig in die Bayernliga aufsteigt!
Was liegt Ihnen denn am Fußball in Gersthofen überhaupt?
Also ich bin ganz klar ein Fußballbegeisterter! Ich habe selbst jahrelang aktiv gespielt. Ich komme ja aus der Ecke Krumbach und habe in Krumbach selbst lang im Verein gespielt. Leider musste ich dann verletzungsbedingt aufhören, bin aber äußerst am Geschehen interessiert, vor allem im höherklassigen Fußball.
Wie sehr mischen Sie sich in das Alltagsgeschäft beim TSV ein?
Überhaupt nicht. Wir haben unsere gegenseitigen Verpflichtungen, die erfüllt werden müssen und das war’s. Ich glaube, dass Trainer Robert Walch seine Sache sehr gut macht und niemanden braucht, der ihm dreinredet. Mit ihm kann der Aufstieg gelingen.
Ihr Lieblingsverein?
In der Bundesliga gibt es nur einen Verein für mich, und das ist natürlich der FC Bayern München! (lacht)
Schauen Sie sich auch ab und zu Spiele an?
Ja, wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich natürlich schon gerne. Leider kommt das nicht allzu oft vor. Es ist einfach jeden Tag irgendetwas anderes.
Wie sieht denn so eine Arbeitswoche bei Ihnen aus?
Die beginnt jeden Tag um 4:30 Uhr. Da stehe ich auf, um viertel nach fünf verlasse ich dann das Haus, fahre von Krumbach nach Gersthofen und bin um 6 Uhr hier im Büro. Vor sieben, halb acht Uhr am Abend komme ich nicht raus, so dass ich dann meistens irgendwann nach acht zuhause bin.
Und sind sie mehr draußen bei den Baustellen oder im Büro?
Es hält sich die Waage, Fünzig-Fünzig würde ich sagen. Viel läuft vom Büro aus, aber ich fahre auch jeden Tag jede Baustelle an.
Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?
Wenn alles rund läuft, ist es ein toller Job, der einfach sehr viel Spaß macht. Aber es gibt auch Tage, an denen richtige Katastrophen passieren. Heute ist zum Beispiel so ein Tag. Da ist man natürlich richtig deprimiert dann und würde am liebsten alles hinschmeißen – aber so geht es sicherlich vielen, das gehört mit dazu.
Wie sind Sie eigentlich nach Gersthofen gekommen?
Sie meinen mit der Firma? Wir haben uns noch in Waldhausen gegründet, 1995, und haben 1998 dann eine Filiale in Gersthofen eröffnet. 2007 sind wir dann komplett übergesiedelt, weil Gersthofen einfach ein perfekter Standort für uns ist. Wir müssen schnell bei unseren Kunden und Baustellen sein, da ist das hier natürlich ideal mit der Verkehrsanbindung. Und unser Personal soll halt auch schnell hier sein.




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