Neuer Modus im bayerischen Toto-Pokal
Der Toto-Pokal im bayerischen Amateurfußball hatte in den letzten Jahren schwer zu kämpfen. Hauptkritikpunkte waren die langwierige Qualifikation mit etlichen Runden auf Kreisebene, bei der die ganz kleinen Vereine sowieso keine Chance hatten, zumindest den Kreispokal zu gewinnen. Zudem wurde die Saisonvorbereitung des ein oder anderen ambitionierten Vereins gestört. Der Verband trägt dem also Rechnung, nun wird heuer nach einem neuen Modus gespielt.
Zwar geht es auch diesmal auf Kreisebene los, jedoch können sich nun auch unterklassige Teams leichter ins Kreisfinale spielen, da die Teams ab der Landesliga hier nicht mehr eingreifen, für sie fallen etliche Runden auf Kreis- und Bezirksebene weg.
Das neue Konzept sieht vor, dass zunächst in ganz Bayern 24 Kreissieger ausgespielt werden. Auf dieser Ebene nehmen die Vereine von der Bezirksoberliga abwärts teil. Die 24 besten Teams aus den bayerischen Fußball-Kreisen haben den Sprung in die erste Hauptrunde auf bayerischer Ebene geschafft. Diese setzt sich zusammen aus den vier bayerischen Vereinen der 3. Liga (FC Ingolstadt 04, SpVgg Unterhaching, SSV Jahn Regensburg, SV Wacker Burghausen), zwei Vereinen der Regionalliga Süd (1. FC Eintracht Bamberg und SpVgg Weiden), dem Vizemeister der Bayernliga des Vorjahres (TSV Aindling), den 24 Kreissiegern und 33 Vereinen aus der Qualifikationsrunde des Verbandes.
Während in den Kreisen am 5. September die Endspiele über die Bühne gehen, steht für 16 Bayernliga-Clubs sowie 50 Vereine aus den drei Landesligen die Qualifikation für die BFV-Hauptrunde auf dem Programm, unter anderem eben der TSV Gersthofen und der TSV 1860 Rosenheim. Letztlich wartet auf die Gewinner aus den Kreisen ein hochklassiger Gegner und damit auch noch ein interessantes Heimspiel.
Auch in finanzieller Hinsicht hat der bayerische Verbandsspielausschuss ein attraktives Pokal-Paket geschnürt. Bisher wurden 37.600 Euro ausgeschüttet. Für die Kreissieger gab es 500 Euro, für den Gewinner des bayerischen Endspieles 5000 Euro. Nun stehen 72.600 Euro aus Preisgeldern der Lotterieverwaltung und Anteilen aus einem Solidartopf zur Verfügung. In den Solidartopf zahlen die beiden Vereine, die in der Vorsaison den Sprung in den DFB-Pokal geschafft haben, 35.000 Euro ein. Die vorhandenen Gelder werden nun anders verteilt, so erhält der Sieger im Kreisfinale 700 Euro, das unterlegene Team wird mit 250 Euro bedacht. Auf BFV-Ebene gibt es pro Runde weitere Gelder, der Gesamtsieger erhält letztlich weiterhin 5.000 Euro.
Auch der Spielplan wurde entzerrt: Der 5. September ist Pokalspieltag in Bayern mit den Kreisendspielen und der Qualifikation auf Verbandsebene. Die erste BFV-Hauptrunde findet mit 64 Teams am Dienstag/Mittwoch, 22./23. September, statt, die zweite Runde mit 32 Clubs am Samstag, 10. Oktober. Die weiteren Termine sind dann erst für das Jahr 2010 festgelegt.



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