Gersthofer in Bayern vorne dabei

Philipp Sinninger knackt seine Bestmarken.

Hösbach war eine Reise wert. Junge Sportler des TSV 1909 Gersthofen holen zwei bayerische Titel und eine Vizemeisterschaft.

Es war eine weite Fahrt, doch der große Aufwand hat sich definitiv gelohnt: Mit fünf jungen Leichtathleten war der TSV Gersthofen bei den Bayerischen Meisterschaften der Jugend U16 in Hösbach vertreten gewesen. Dazu waren zwei Trainer und acht Eltern für zwei Tage nach Unterfranken in die Nähe von Aschaffenburg in den äußersten Nordwesten Bayerns gefahren. Die Bilanz konnte sich in jedem Fall sehen lassen: zwei bayerische Titel, eine Vizemeisterschaft, ein fünfter Platz, zwei neunte Ränge und mit der Staffel ein zwölfter Platz. Dafür haben die Athleten in der vergangenen Zeit bis zu viermal wöchentlich trainiert. Trainer Josef (Maxi) Liepert und die Leichtathletikabteilung können mit dem zweiten Saisonhöhepunkt (nach den bayerischen Meisterschaften im Blockwettkampf in Aichach) sehr zufrieden sein.

In der Klasse W14 weibliche Jugend steigerte Luisa Tremel über 80 Meter Hürden ihre Bestmarke von 12,96 Sekunden gleich auf 12,77 Sekunden. Den Endlauf der besten Sieben bei 36 Teilnehmerinnen verpasste sie mit dem neunten Patz nur ganz knapp. Über 100 Meter kam Luisa Tremel auf eine Zeit von 13,32 Sekunden. Sie musste auf den Zwischenlauf verzichten, um eine Terminkollision mit dem Hochsprung zu umgehen. Im Hochsprung bedeuteten 1,51 Meter Rang neun. Mit dem 500 Gramm schweren Speer kam sie auf 33,43 Meter (Platz fünf), ganz nahe an ihrer Bestleistung. Sie hatte auch noch weitere weite Würfe mit über 32 und 33 Meter. Hier konnte sie derzeit ihr Potenzial noch nicht ganz ausreizen.

Hanna Sahlender wurde in der Klasse W15 weibliche Jugend Vizemeisterin mit dem Hammer (3 Kilogramm). Ihre Weite: 25,12 meter. In der 4x100-m-Staffel der U16 weibliche Jugend kam sie mit ihren Staffelkolleginnen auf Platz zwölf. 53,83 Sekunden stellen einen neuen Rekord dar, der bei besseren Übergaben des Staffelstabs noch gesteigert werden könnte. Die weiteren Läuferinnen waren Luisa Tremel, Barbara Kleemann und Celina Müller.

Philipp Sinninger (M14 männliche Jugend) stieß die Kugel 10,97 Meter weit. Damit wurde er Neunter, acht Zentimeter fehlten zum Endkampf. Im Weitsprung gelang ihm eine regelrechte Explosion. Bisher war er über 5,55 Meter nicht hinaus gekommen, in Hösbach aber flog Sinninger auf 5,90 Meter. Als bayerischer Meister hatte er einen Vorsprung von nicht weniger als 38 Zentimeter auf den Zweiten. Trainer Liepert hatte ihn optimal eingestellt. Damit nicht genug: Auch mit dem 600 Gramm schweren Speer holte sich Philipp Sinninger souverän den Titel. Dabei glückte ihm ein besonderes Kunststück: Die Steigerung auf 46,09 Meter stellt eine Verbesserung des eigenen Rekords von exakt acht Metern und den Sieg mit fast fünf Meter Vorsprung dar. Auch alle seine weiteren vier gültigen Würfe hätten für Philipp den Sieg bedeutet.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 06.08.2016
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