Ehrgeizige Ziele in Rosenheim
Für den TSV Gersthofen gehen in der Abenstein-Arena die „Rosenheimer Wochen“ weiter – ob es Festwochen werden, wird man sehen. Jedenfalls gastiert eine Woche nach dem TSV 1860 im Pokal nun zum Punktspiel der SB DJK Rosenheim.
Spannend wird sein, ob Trainer Walter Werner mit Vollbart nach Gersthofen kommt. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war die DJK nämlich noch ungeschlagen: fünf Siege und zwei Unentschieden standen nach dem 7. Spieltag auf der Habenseite. Wer rasiert, verliert! Was zur Play-Off-Zeit im Eishockey gang und gäbe ist, hat nun auch der Rosenheimer Coach für sich entdeckt. „Wir wollen uns vorne festbeißen und da gehören Siege her“, so wird der Trainer zitiert.
Großen Anteil am tollen Start der Rosenheimer hat Torjäger Onur Kaya. Sieben Treffer in den ersten sieben Spielen, da muss die Gersthofer Abwehr auf der Hut sein. Kaya kann es einfach, ob per Weitschuss oder mit dem Kopf. Da gelingt ihm derzeit so gut wie alles. Der Kader setzt sich überwiegend aus Spielern zusammen, die auch schon in der letzten Saison Stammkräfte waren.
Die SB DJK Rosenheim hat sich in den letzten Spielzeiten kontinuierlich weiterentwickelt. Nach Platz 8 als Neuling in der Spielzeit 2007/08 und Platz 4 in der letzten Runde könnte sich nun ein ernsthafter Kandidat für die Aufstiegsplätze entwickeln. In Rosenheim haben sie jedenfalls ehrgeizige Pläne. Abteilungsleiter Willi Bonke, seit Ende Januar diesen Jahres nach zehn Jahren Pause wieder im Amt, sieht für seinen Verein hervorragende Möglichkeiten dank eines intakten Umfeldes und guten Rahmenbedingungen wie die Rosenheimer Sportanlage.
Sehr stolz sind die SBR-Fußballer darauf, dass sie mit einem Altersschnitt von knapp 23 Jahren die Saison bestreiten. Die zweite Mannschaft spielt in der Bezirksliga eine gute Rolle und mehr als 60 Prozent des gesamten Herrenkaders (23 von 36 Spielern) haben bereits die Nachwuchsmannschaften beim SBR durchlaufen.
Die Bilanz des TSV gegen die Rosenheimer ist wenig verheißungsvoll: ein Unentschieden und drei Niederlagen stehen bisher zu Buche. Da wäre es höchste Zeit für ein Erfolgserlebnis. Wir hätten nichts dagegen, wenn sich Rosenheims Trainer spätestens ab morgen wieder rasieren müsste.



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