Essbare Blüten

Verwendungsmöglichkeiten

Blüten sind sehr empfindlich. Deshalb sollte man sie erst unmittelbar vor der Verwendung pflücken. Ihr Aroma entfaltet sich frisch und roh am wirkungsvollsten, verblühte Blumen besitzen nur noch wenig Aroma.
Die Knospen, etwa von Kapuzinerkresse, Gänseblümchen oder Löwenzahn, lassen sich wie Kapern einlegen. Salate kann man mit scharfen Kapuzinerkresseblüten oder nussig schmeckenden Gänseblümchen garnieren.
Salbei, Schnittlauch, Vergissmeinnicht, Veilchen und Rosen lassen sich ebenso für Blattsalate verwenden. Auch die Köpfchen von Ringelblume, Löwenzahn, Lavendel, Gundelrebe und Schafgarbe sind schmackhaft in Gemüse, als Salat oder Salatbestandteil.
Dahlien mit mild-würzigem und säuerlichem Geschmack, Begonien oder Chrysanthemen eignen sich als Blüteneinlage für Suppen. Dabei hat nicht jede Sorte das gleiche Aroma.
Auch Hauptgerichte lassen sich mit würzig schmeckenden Kräuterblüten aufpeppen. Holunder-, Robinien- und Zucchiniblüten kann man zum Ausbacken verwenden. Die kleineren männlichen Zucchiniblüten lassen sich besser im Teig ausbacken und die größeren weiblichen Blüten sind besser zum Füllen geeignet.
Auch in Sekt (Kleine Begonie oder Rose), Bowlen (ein Sträußchen Holunder- oder Waldmeisterblüten) und Eiswürfeln (Borretsch, Lavendel oder Veilchen) machen sie sich gut, ebenfalls als Blütenbutter oder Kräuterblütenquark.

Veilchen
Veilchen wachsen an lichten oder halbschattigen Stellen im Wald und auf schattigen Wiesen. Die Blütezeit liegt bei März bis April. Ihre violetten Blüten schmecken mild. Als Tee wirken sie schleimlösend, hustenlindernd und abschwellend. Veilchenblüten enthalten reichlich Mineralstoffe und Vitamine sowie ätherische Öle. Das feine Aroma eignet sich zum Verfeinern von Essig, pikanten und süßen Speisen oder Kuchen. Die entstielten Blüten mit Wasser, Zitronensaft und Gelierzucker eine halbe Stunde geköchelt bis ein eingedickter Sud entsteht, ergeben eine köstliche
Blütenmarmelade.


Spitzwegerich
Er wächst an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden. Die zarten Blüten findet man von Mai bis Juli. Sie schmecken wie Champignons. Man kann sie knabbern, Salaten beimischen, in der Pfanne dünsten oder in Öl- oder Essigwasser einlegen. Spitzwegerich enthält Flavonoide, Saponine, Zink, Kalium sowie Vitamin C
und B.

Gänseblümchen
Das Gänseblümchen blüht fast das ganze Jahr über, wenn die Temperatur über Null Grad bleibt und ist auf Wiesen und Rasen zu finden. Es wirkt blutreinigend, dient als Wundheilmit tel und regt Stoffwechsel und Appetit an. Mit ihrem nussigen Geschmack passen die Blütenköpfchen zu Salaten und Quark, können das Butterbrot, Gemüse und Suppen würzen. Die Knospen eignen sich als falsche Kapern zum Einlegen oder schmecken frittiert als Croutons. Geschlossene Blüten schmecken süßlich.

Löwenzahn
Löwenzahn wächst auf Wiesen, Äckern und an Wegrändern. Er hat stoffwechsel- und appetitanregende sowie magenwirksame und verdauungsfördernde Eigenschaften. Seine Hauptblütezeit ist April bis Juni, er blüht aber bis in den Oktober hinein. Geschlossene Blüten können gebraten oder als Kapern eingelegt werden. Die Blüten schmecken honigartig bis bitter und können als Würzmittel über Salate gestreut oder zu Gelee und Sirup verarbeitet werden


Löwenzahnsalat
Löwenzahnblätter waschen und in feine Streifen schneiden. 1 kleine Zwiebel fein hacken und über die Blätter geben. In einer Tasse 1 TL Essig, 2 EL Olivenöl und 1 TL Senf verrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und über den Salat geben.
Je nach Verfügbarkeit und Geschmack können Gurken-, Tomatenscheiben, Paprikastreifen, Käsewürfel usw. dazugegeben werden.

Gemüse aus Löwenzahnknospen
Löwenzahnrosetten ausstechen, die geeigneten (d. h. fest geschlossenen und stiellosen) Knospen aus der Mitte der Rosetten herauspulen. Kurz abspülen, dann in Öl mit Buttergeschmack dünsten, mit Sahne ablöschen.
Mit ausgebratenem durchwachsenen Speckwürfeln servieren, pur oder im Risotto oder als Spaghettisauce.


Veilchenomelett
Unter einen Omelettteig gehackte Kräuter mischen und über das Omelett kurz abgewaschene Veilchenblüten sowie etwas zerkrümelten Schimmelkäse geben.

Bärlauchkartoffelpuffer
3 mittlere Kartoffeln, 1 Ei, 1 EL Haferflocken, 1 EL Weizenkeime, 1 EL Sonnenblumenkerne und 3 EL Bärlauch fein hacken, Kartoffeln reiben, alles andere untermischen, salzen, braten - einfach, aber lecker!
Gänseblümchensuppe
Gänseblümchen stören im Rasen? Essen Sie sie auf!
In dreiviertel Liter Fleisch- oder Gemüsebrühe ca. 100 g Gänseblümchen fein zerhackt kochen, 1 Essl. Mehl, 2 Essl. saure Sahne, zerlassene Butter, Salz und Pfeffer verrühren. Brühe damit binden und noch 5 Min. weiterkochen.



Sauerampfergemüse
Man dünstet 3-4 Handvoll Sauerampferblätter ohne Stiele in etwas Öl, lässt den Saft abtropfen und hackt die Blätter wie Spinat.
Mit einer hellen Mehlschwitze (Vorsicht! - nicht zu viel, sonst wird es zu breiig) und etwas abgetropftem Saft dickt man die Masse ein.
Anschließend zieht man 1-2 Eigelb und 1/8 l saure Sahne unter (darf nicht nochmals aufkochen, da die Sahne sonst gerinnt!) und würzt mit Salz, Liebstöckel und Majoran.

Quellen: 15-03-04 Ernährung im Fokus
www. Garten-literatur.de



Tinatin Deisenhofer
Ernährungsberatung
Donauwörther Str. 3
86368 Gersthofen
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.