CABB investiert weiter im Industriepark Gersthofen: Spatenstich für eine neue Salzentladestation

Projektleiter Dr. Kosmas Janowitz (rechts) und Betriebsmeister Heinz Hartmuth freuen sich über den Baufortschritt, der von Architekt Ulrich Kunisch (Mitte) von der im Industriepark ansässigen Firma Bilfinger begleitet wird.
Die CABB GmbH investiert über zwei Millionen Euro in eine neue Salzentladestation an ihrem Standort Gersthofen. Im Oktober fand der erste Spatenstich für das Bauprojekt statt. Die Anlage automatisiert das Entladen der ankommenden Güterwaggons mit dem wichtigsten Rohstoff des Standortes. Damit wird der Prozess nicht nur deutlich beschleunigt; es entfällt auch die bisher notwendige, körperlich anstrengende manuelle Entladung. Standortleiter Dr. Rainer Schaller sagt anlässlich des Spatenstichs: „Diese und andere Investitionen im laufenden Jahr sind ein klares Bekenntnis unseres Unternehmens zum Standort Gersthofen."

Das wichtigste Vorprodukt für Monochloressigsäure, nämlich Chlor, wird am CABB-Standort Gersthofen durch eine hoch effizient arbeitende Elektrolyse aus Steinsalz hergestellt. Das weltweit tätige Unternehmen ist daher nicht nur auf eine sichere Stromversorgung, sondern auch auf einen kostengünstigen und nachhaltigen Transportweg für das benötigte Salz angewiesen. Weil der Transport der großen Salzmengen per LKW deutlich unwirtschaftlicher ist, setzt die Logistik der CABB weiterhin auf eine Belieferung über die Schiene.

Die Salzanlieferung erfolgt bisher aus süddeutschen Salzbergwerken über Bahn-Schüttgutwaggons mit jeweils 27 Tonnen Fassungsvermögen. Die Waggons kommen über das Schienennetz der Bahn zum Bahnhof Gablingen, dort werden sie von der Werksbahn des Industriepark-Betreibers MVV Enamic IGS abgeholt und bei CABB zugestellt. Zur Entladung werden die Kolosse über eine sogenannte Drehscheibe zur Salzentladestelle geschoben und dort entladen.

Dieses seit vielen Jahren übliche Verfahren ist nicht mehr zeitgemäß: Die "kleinen" Schüttgutwaggons werden in absehbarer Zeit durch große 65-Tonnen-Waggons abgelöst, und hierfür ist die bestehende Drehscheibe nicht ausgelegt. Außerdem ist die bisherige Entladungstätigkeit für die Mitarbeiter körperlich sehr anstrengend. Projektleiter Dr. Kosmas Janowitz hat mit der neuen Salzentladestation eine Lösung erarbeitet: Direkt über dem Gleiskörper wird momentan ein neues Gebäude errichtet, in dem das Steinsalz ohne manuelle Einwirkung durch eine sogenannte "Schlagentladung" aus dem Waggon in einen darunter liegenden Salzbunker entladen wird. Über eine spezielle Fördertechnik gelangt das Salz dann in den Betriebsteil "Salzlöserei" zur weiteren Verarbeitung.

Das neue Verfahren berücksichtigt zwei Aspekte: eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvolle Salzbelieferung und eine Verbesserung der Abläufe, die der Entlastung der Mitarbeiter dient.
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