Zustandekommen der Ehrungsrichtlinien für die Feuerwehren Gersthofen

Ehrenmedaillen statt Geldprämien


Im Jahr 2011 fanden zusammen mit den Kommandanten der Feuerwehren, den Vereinsvorstände, den Feuerwehrreferenten und der Feuerwehrverwaltung mehrere Arbeitsausschuss-Sitzungen statt. In diesen Sitzungen wurde seitens der Feuerwehren und durch den federführenden Kommandanten der Feuerwehr Gersthofen Wolfgang Baumeister der Vorschlag eingebracht, eine Anerkennungsprämie für Feuerwehrangehörige ab einer gewissen Dienstzeit einzuführen.
Als Vergleich wurde hier die Anerkennungsprämie in Hessen genannt. Dort erhalten die Jubilare mit 10, 20, 30, und 40 aktiven Dienstjahren seitens des Ministeriums eine Anerkennungsprämie in Form einer Einmalzahlung.

Da ein vergleichbares System in Bayern in absehbarer Zeit nicht angedacht ist, arbeitete die Feuerwehrverwaltung der Stadt Gersthofen zunächst Ehrungsrichtlinien mit Geldprämien gestaffelt nach der Dienstzeit aus.
Seitens der Feuerwehr wurde allerdings schnell signalisiert, dass bei einem solchen System keine Geldbeträge im Vordergrund stehen sollen. Vielmehr sollte an die Aktiven als Zeichen der Wertschätzung eine Art Ehrenzeichen, vergleichbar mit der Bürgermedaille, vergeben werden.

Die Feuerwehrverwaltung änderte die Ehrungsrichtlinien entsprechend ab. Eine Feuerwehr-Ehrenmedaille in vier verschiedenen Farben wurde ausgearbeitet. Gleichzeitig ließ man eine Ordensspange anfertigen, die an der Uniform angebracht werden kann und die langjährige Dienstzeit erkennen lässt.

Nach den vom Stadtrat beschlossenen Ehrungsrichtlinien, die von allen Parteien im Stadtrat in jeder Hinsicht befürwortet wurden, werden die Aktiven der Feuerwehr nach einer langjährigen Dienstzeit wie folgt geehrt:
10 Jahre – Ehrenmedaille geschwärzt
20 Jahre – Ehrenmedaille patiniert
30 Jahre – Ehrenmedaille feinsilber
40 Jahre – Ehrenmedaille feinsilber vergoldet.

Die Staffelung der Jahre richtet sich nach der jeweiligen aktiven Dienstzeit der Kameradinnen und Kameraden bei einer der Feuerwehren der Stadt Gersthofen.
Zu den Ehrenmedaillen werden jeweils eine Ordensspange und eine Ehrenurkunde verliehen.

Ehrenmedaille, Ordensspange und Urkunde

Bei der Gestaltung der Ehrenmedaille wurde darauf Wert gelegt, dass die Zusammenhörigkeit aller fünf Ortsteilfeuerwehren hervorgeht. Auf der Vorderseite wurden deshalb alle fünf Ortswappen abgebildet. Allerdings sollte auch der Bezug zu der Ortsteilfeuerwehr bestehen, bei der der Aktive seinen Dienst leistet. Neben dem Namen des Aktiven und der Dienstzeit wurde deshalb auch die jeweilige Ortsteilfeuerwehr eingraviert.
Die Ordensspange wurde in den Stadtfarben von Gersthofen weiß und rot gehalten. Die darauf aufgesteckten Pins sind in allen fünf Feuerwehren einheitlich.
Bei den Urkunden wurde ebenfalls der Bezug zur jeweiligen Ortsteilfeuerwehr hergestellt. Die den Ortsteil prägenden Gebäude wurden aufgenommen. Die Gestaltung erinnert an das Fahrzeugdesign der neu beschafften Feuerwehrfahrzeuge.

Wertschätzung der Stadt Gersthofen, nicht nur bei Ehrenabend

Gersthofens Erstem Bürgermeister Jürgen Schantin und dem Stadtrat ist es ein besonderes Anliegen, den aktiv dienstleistenden Jubilaren sowie deren Gruppenführern, den Kommandanten und Vereinsvorständen in besonderer Weise den Dank der Stadt Gersthofen auszusprechen.

Den Vertretern der Stadt ist bewusst, dass der Dienst der Feuerwehren heute bei langem nicht mehr mit dem Feuerwehrdienst von vor einigen Jahren vergleichbar ist. Die Einsatzzahlen steigen von Jahr zu Jahr: Im Jahr 2013 gab es allein bei der Freiwilligen Feuerwehr Gersthofen 376 Einsätze und auch die Anzahl der Einsätze in den Ortsteilwehren nehmen von Jahr zu Jahr zu.
Die Verantwortung, die die Führungskräfte und insbesondere die Kommandanten dabei inzwischen übernehmen müssen, ist immens. Umso bemerkenswerter ist es, dass es Menschen wie sie gibt, die diese verantwortungsvolle Aufgabe im Ehrenamt übernehmen. Längst ist dies keine Selbstverständlichkeit mehr und muss daher auch besonders gewürdigt werden.

Doch auch allen Kommandanten und Aktiven der Feuerwehren ohne rundem Dienstjubiläum gilt der Dank und sie alle standen im Mittelpunkt des Ehrenabends am 7. Februar. Die Stadt ist sich dabei bewusst, dass mit einem Ehrenabend nicht das langjährige Engagement und der ständige Einsatz unter den schwierigsten Bedingungen abgegolten werden kann. Dennoch war es Gersthofens Erstem Bürgermeister Jürgen Schantin und den anderen Vertretern der Stadt ein Anliegen, den Jubilaren in dieser Form Danke zu sagen.

Der Dank gilt jedoch nicht nur den Aktiven der Feuerwehren selbst, sondern auch deren Familien, die häufig aufgrund des Feuerwehrdienstes zurückstecken müssen. Bürgermeister Schantin war es deshalb wichtig, dass auch die Familien der Jubilare zum Ehrenabend eingeladen wurden.

Einen Bericht über den Ehrenabend finden Sie hier, die Jubilare hier.
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