Verkehrskonzept für Gersthofen soll Einzelmaßnahmen definieren

Der Stadt- und Kreisrat sowie Bezirksvorsitzende der Freien Wähler, Dr. Markus Brem, sitzt für die FW-Fraktion im Arbeitskreis Verkehr der Stadt Gersthofen. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit Fragestellungen zu Verkehrsthemen in Gersthofen, insbesondere mit Aspekten des innerörtlichen Verkehrs und des ruhenden Verkehrs. Letzteres betrifft beispielsweise problematische Parksituationen in Wohn- und Gewerbegebieten. Des Weiteren wurde der Arbeitskreis vom Stadtrat zu Beginn der Wahlperiode 2014-2020 auch für die konzeptionellen Fragestellungen des Gersthofer Verkehrs als vorberatendes und vorschlagendes Gremium definiert. Der Arbeitskreis soll daher für die vom Stadtrat zu entscheidenden verkehrsrelevanten Themen Diskussions- und Lösungsbeiträge liefern, die einerseits die Arbeit der anderen Arbeitskreise reflektiert wie beispielsweise die neue Bahnhofsfunktion oder auch die Aspekte der Innenstadtentwicklung mit Bezug auf Einzelhandel und Aufenthaltsqualität. Genauso gehören aber auch die Aspekte des Quell-Zielverkehrs sowie der gewerblichen Verkehrsströme dazu.


Für das AK-Mitglied Markus Brem ist daher aufgrund der zahlreichen Entwicklungsachsen der wachsenden Stadt Gersthofen dringender Handlungsbedarf zur Entwicklung eines Verkehrskonzepts geboten. Hierzu Brem: „Ich habe seit der ersten AK-Sitzung immer wieder darauf hingewiesen, dass wir unsere stadtplanerische Entwicklung auch mit einem Verkehrskonzept vorbereiten und untermauern müssen. Hierzu habe ich vor einem halben Jahr ein Diskussions- und Thesenpapier geschrieben, welches hoffentlich bald im Arbeitskreis diskutiert wird. Der AK-Vorsitzende und zweite Bürgermeister Stefan Buck sowie die AK-Mitglieder kennen das Papier und ich gehe davon aus, dass diese gedanklichen Inhalte zusammen mit dem neu eingestellten städtischen Planer Roland Schmidt jetzt in den nächsten Monaten bearbeitet werden und somit eine strukturierte Diskussion auslösen.“


Verkehrskonzept jetzt erarbeiten

Das Konzeptpapier zeigt Beispiele aus anderen Gemeinden auf, die einen ähnlichen Planungsprozess abgeschlossen und mit Maßnahmen umgesetzt haben. Außerdem werden auf Basis des bestehenden Verkehrsentwicklungsplanes Szenarien der Veränderung der unterschiedlichen Verkehrsarten in Gersthofen skizziert. Wichtig sind dem Autor Markus Brem der Blick und die Gestaltungsmöglichkeiten auf den Fußgänger-, Fahrrad- und öffentlichen Personennahverkehr. Gerade die Teilnehmer des sogenannten „Langsamverkehrs“ wie Fußgänger und Radfahrer müssen nach Ansicht Brems im besonderen Blick zukünftiger städtischer Maßnahmen der Verkehrsentwicklung sein. Außerdem werden Entwicklungsaspekte wie Elektromobilität, aber auch Zukunftsszenarien wie beispielsweise ein roboterartiger Zulieferverkehr, der derzeit beispielsweise vom Deutsche Post/DHL Konzern entwickelt wird, in dem Papier angesprochen. Schließlich werden konkrete Maßnahmen als Diskussionsgrundlage angesprochen, die insbesondere im Bereich der Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer ansiedeln. Nach Ansicht von Stadtrat Brem ist das Gersthofer Verkehrsproblem nämlich nicht mit dem Bau neuer Straßen zu lösen, sondern vor allem über Maßnahmen der Verhaltensänderung und der Organisation und Steuerung des Quell-Zielverkehrs sowie des innerörtlichen Verkehrs, so das Fazit von Brem.


Brem: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einer jetzt zu entwickelnden Vision und den sich anschließenden Maßnahmen bis Mitte oder Ende der 2020er Jahre mehr als zwei Drittel der Verkehrsemissionen wie Abgase und Lärm im Stadtgebiet reduzieren können und die individuellen Kosten je Fahrkilometer sich halbieren lassen. Dabei müssen wir allgemeinen Entwicklungen wie Elektromobilität und technischer Fortschritt als Randbedingungen berücksichtigen. Dass die Lebens- und Aufenthaltsqualität sich dabei wesentlich verbessert, insbesondere an den neuralgischen Verkehrsknotenpunkten Gersthofens, ist selbsterklärend ein wichtiger Nebeneffekt.“
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