Ursula - die fremde Schmiedin " auf der Walz " !

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Ursula die Schlosserin - auf der Walz !

Aus dem Rheinland kommend,
in Rheinbreitbach zuhause - ist Ursula,
die Schmiedin und Aspirantin bei " Axt u. Keller "
seit September 2007 " auf der Walz ".

Zuerst durch Frankreich getrampt
und jetzt durch Süddeutschland über die Schweiz
zu einem Treffen mit Gleichgesinnten in Spanien.

Ursula ist 33 Jahre jung, hübsch und hat ein
" ansprechendes Wesen".
Sehr offen erzählt sie , dass sie zuerst
- eine Kfz - Lehre absolviert hat
- dann Maschinenbau studierte
und zusätzlich Praktikum
in Zimmerei und Schmiedetechnik genommen hat.

In Abstimmung mit ihrer " Schächte " ,
( bedeutet - Gesellenvereinigung )
mit dem Namen " Axt und Keller ",
führt sie die vorgegebene Wanderschaft
über einen Zeitraum
von zwei Jahren + einen Tag, durch.

Nachdem eine " Bannmeile " von mindestens 50 Km
vom Heimatort einzuhalten ist, soll der eine Tag
für die Heimreise verwendet werden.

Nicht gestattet ist, für Wege und Unterkunft zu bezahlen.

Ihre Kopfbedeckung darf sie ebenfalls nur
zum schlafen und in der Küche des Gastgebers abnehmen.

Auch ein " Handy" ist nicht erlaubt, um Kontakte mit
der Heimat möglichst gering zu halten.

Mit einem " Wanderbuch "
kann Ursula praktisch nachweisen, bei wem sie wann
Quartier bezogen hat.
Die Gastgeber/innen können darin auch Kommentare
oder Vermerke eintragen, wie sie ihren Gast empfanden.

Somit ist das Wanderbuch für Ursula
ein " Führungszeugnis" und der einzige Nachweis
ihrer zweijährigen Wanderschaft.
Über ihr gutes Abschneiden macht sich
der myheimat-Reporter keine Sorgen,
denn mit ihrer liebenswerten aber fachlich fundierten
Art dürfte sie meist nur positive Bemerkungen erhalten.

Warum nimmst du diese 2 Jahre Unsicherheit auf dich ?
Ursula lachend :
Um guten Umgang zu erlernen,
mehr Fachwissen sich anzueignen,
unaufdringliche Kontaktaufnahmen zu erlernen
und spezielle Tipps und Kenntnisse
speziell für die Zimmerei und Schlosserei mitzunehmen.

Was sagen die Eltern dazu ?
Dem Vater war es nicht so recht - jedoch ihre Mutter
machte ihr Mut dazu, obwohl sie sich schon Sorgen macht,
wie es ihrer Ursula geht.
Um die Eltern kümmern sich ihre älteren Geschwister solange,
ein Bruder und zwei Schwestern , bis Ursula nach ihrer
Rückkehr wieder bei den Eltern wohnt und sich dann
weiterhin um ihre kümmern und bei Bedarf pflegen kann.
Alle drei bis vier Monate gibt sie über Internet ein Zeichen
zur Weitergabe an ihre Schwester, dass es ihr gut geht .

Ursula - wie kommst du mit den Männern zurecht die dich
in ihren Fahrzeugen mitnehmen ?

- und wieder ein unbekümmerndes Lachen - die Franzosen
seien deutlich zurückhaltender als die Deutschen.
Besonders die " Tracker-Fahrer " lobt sie sehr,
sie erzählen gerne über ihr Leben, ihren Beruf usw. und
" funken " meist ihre Kollegen an, damit Ursula
sofort wieder " Anschluß " für ihre Wunschrichtung hat !

In Spanien möchte Ursula mit ihren Freunden
von der gleichen Schächte zusammentreffen.
Dort werden sie in einer Gemeinde
für einen gemeinnützigen Verein ein kleines Kinderdorf
mit Erlebnispark kostenlos aufbauen
und somit einen guten Beitrag leisten.

Die ersten zehn von den 24 Monaten
sind schon gleich vorüber und der Rest
wird bei diesem tollen Programm sicher
schnell vergehen.

Mit dem Versprechen, falls myheimat
einen Beitrag abdruckt auch damit ihre Eltern
zu erfreuen, verabschiedet sich Ursula dankend
und wie immer lachend
mit den besten, gegenseitigen Wünschen für die Zukunft.

Es war eine sehr interessante Begegnung.

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9 Kommentare zum Beitrag
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Corinna Brinkmann aus Langweid am Lech am 13.06.2008 um 17:10 Uhr  
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Bernd Hödl aus Günzburg am 15.06.2008 um 22:18 Uhr  
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Rudi Tausend aus Gersthofen am 17.06.2008 um 09:28 Uhr  
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Ursula Schriemer aus Greifenberg am 17.06.2008 um 23:46 Uhr  
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Markus Christian Maiwald aus Meitingen am 25.06.2008 um 13:50 Uhr  
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