Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl 2014

Großes Interesse bei der Diskussion
Die Kolpingsfamilie Gersthofen lud ein zur Podiumsdiskussion mit den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl am 16. März 2014. Es traten an: Bürgermeister Jürgen Schantin (W.I.R. Gersthofen), Stefan Buck (CSU), Albert Kaps (Pro Gersthofen) und Michael Wörle (Freie Wähler/SPD). Moderator war Ralf Winter. Etwa 350 Gersthofer folgten der Einladung.

Diskussionsthemen waren die Dauerbrenner "Entwicklung Stadtzentrum", "Verkehrssituation Bahnhofstrasse" sowie "Standort Bäder". Es waren keine Fragen aus dem Publikum zugelassen. Der Veranstalter hatte ein gutes Händchen mit der Auswal des Moderators Winter. Zu keiner Zeit entglitt ihm die Leitung der Diskussion. Winter eröffnete die Runde mit der Frage an Schantin, ob er sich so eine turbulente Amtszeit anfangs vorgestellt habe. Hat er nicht; lange Zeit stand er im Schatten seines Vorgängers. "Ich genieße jetzt den Status eines parteilosen Bürgermeisters" erklärte Schantin. Er forderte einen Richtungswechsel im Stadtrat: mit dem Kasperletheater müsse endlich Schluss sein. Kaps erklärte, dass er nur für eine Amtsperiode antreten werde; die Bezeichnung "CSU-Rebell" störe ihn nicht. "Ich muss keine Rücksicht nehmen, ich bin unabhängig." Er warf Schantin Führungsschwäche und Versäumnisse vor. So habe er sich z.B. nicht um die Rückstufung der Bahnhofstrasse gekümmert. Schantin wehrte sich: Kaps solle bei der Wahrheit bleiben, der Stadtrat habe schließlich am 29.2.2013 Eckdaten für das neue Stadtzentrum festgelegt von denen der Investor durch die Presse erfuhr. Der Beschluss sei bis heute gültig. Buck, vom Moderator auf seine frühere CSU-Mitgliedschaft in Bobingen angesprochen versicherte, dass er eine neue politische Heimat bei der CSU Gersthofen gefunden habe. Er monierte mangelnde Verhandlungsbereitschaft mit dem Investor. Schantin konterte und warf ihm vor, keine Ahnung von Kommunalpolitik zu haben. Wörle forderte ein Gesamtkonzept für das neue Stadtzentrum. Ohne Lösung des Verkehrproblems mache der Umbau keinen Sinn. Er bezeichnete es als Fehler, dass die Verhandlungen mit dem Investor plötzlich aufgehört hätten. Man müsse nach kreativen Löungen suchen und darf nicht nur das Loch sehen.

Die Diskussion um ein Konzept für Bäder unter Berücksichtigung der weiteren Zukunft de TSV-Halle geriet angesichts der fortgeschrittenen Zeit etwas in den Hintergrund. Als Bäderstandorte wurden Festplatz (Wörle) und nördlich der Thyssenstrasse (Kaps) oder Beibelassung des alten Standortes (Schantin) ins Spiel gebracht.

Die Diskussion brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Standpunkte der verschiedenen Gruppierungen waren bekannt. Den Verlauf des Abends könnte man als "brav" bezeichnen. Lediglich Schantin und Kaps zeigten etwas Emotion. Es gab noch einen guten Abschluss: Moderator Winter verzichtete auf sein Honorar und bat um Spenden für lernbehinderte Kinder. Die Kolpingsfamilie Gersthofen, die wieder einmal ihr Organisationstalent für Veranstaltungen unter Beweis stellte, kam dieser Bitte gerne nach.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 01.03.2014
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