Das Glasfaserkabel kommt! – Telekom baut ihr Netz in Gersthofen mit neuester Technik aus

Bürgermeister Jürgen Schantin setzt sich dafür ein, dass im Gersthofer Ortsgebiet alle Bürgerinnen und Bürger über ein schnelles Internet verfügen können. Die Telekom plant nur den Ausbau der farbigen Gebiete. (Foto: Deutsche Telekom (Ausschnitt Ortsgebiet Gersthofen))

Bürgermeister Jürgen Schantin nimmt sich der Stadtteile an

Wer gerne schnell im Internet unterwegs ist, kann sich freuen: Die Telekom baut ihr Netz in Gersthofen im Rahmen der Breitbandoffensive aus. Rund 9.860 Haushalte werden davon ab Anfang 2015 profitieren. Um die Bürgerinnen und Bürger in Gersthofen noch besser versorgen zu können, wird die Deutsche Telekom rund 19 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegen. Außerdem stellt sie 30 neue Multifunktionsgehäuse auf oder erweitert sie mit neuester Technik und bindet sie mit Glasfaserkabel an. Gersthofen wird dadurch vectoring-fähig.

Die Kosten für den Ausbau in Gersthofen trägt die Deutsche Telekom, was zunächst eine positive Nachricht ist. Doch »jeder Ausbau muss wirtschaftlich sein«, sagt Telekom-Sprecherin Stefanie Halle. Aus diesem Grund werden vom Ausbau durch die Telekom die Gewerbe- und Industriegebiete in Gersthofen ebenso ausgenommen wie die Ortsteile Rettenbergen, Edenbergen und Batzenhofen, die nicht im betroffenen Augsburger Vorwahlbereich 0821 liegen. Bürgermeister Jürgen Schantin wird sich für diese Gebiete persönlich einsetzen, denn »eine gute Infrastruktur ist die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.«

Bürger erwarten heutzutage von ihrer Stadt nicht nur, dass sie mit Strom und Wasser versorgt werden und der Wohnraum erschwinglich ist. Sie erwarten auch eine gute Infrastruktur und »dazu gehört in der heutigen Zeit eine schnelle Internetanbindung einfach dazu«, so Bürgermeister Schantin weiter.

Derzeit wird das Breitbandförderprogramm von der Regierung von Schwaben überarbeitet. Doch sobald die neuen Richtlinien feststehen, wird Bürgermeister Schantin sich darum bemühen, dass die von der Telekom vernachlässigten Gersthofer Gebiete, insbesondere die Ortsteile, in das Förderprogramm aufgenommen werden. So möchte der Rathauschef dafür sorgen, dass bald alle Gersthoferinnen und Gersthofer über eine schnelle Internetverbindung verfügen, egal in welchem Teil des Ortsgebiets sie wohnen.

Wie Vectoring dem Kupferkabel Beine macht

Glasfaser ist das zurzeit schnellste Übertragungsmedium der Welt. Die Daten können sich hier mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Im Multifunktionsgehäuse werden die Daten auf das bestehende Kupferkabel übertragen, das in die Wohnung des Internetnutzers führt. Bauliche Maßnahme am Haus oder in der Wohnung des Kunden entfallen. Damit das Signal auf dem Kupferkabel nicht an Geschwindigkeit verliert, wird Vectoring eingesetzt. Vectoring ist ein Datenturbo auf dem Kupferkabel. Eine spezielle Kanalkodierung, die Störungen auf den Kupferkabeln reduziert, sorgt dafür, dass die Übertragungsrate deutlich gesteigert werden kann. Dadurch verdoppelt sich das maximale DSL-Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das bisherige Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. Das ist besonders wichtig, weil die Menschen das Internet heute aktiv nutzen und immer mehr Fotos, Videos und Musik über das Netz austauschen.
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myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 18.12.2014
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Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 16.01.2014 | 12:05  
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