40 Lehrlinge beginnen ihre Ausbildung im Industriepark Gersthofen

Neue Auszubildende

Gersthofen. Am Morgen des 3. September begann für 40 Jugendliche aus Gersthofen und dem Umland ein neuer Lebensabschnitt. Sie haben in den vergangenen Monaten viele Hürden genommen und letztlich einen Ausbildungsvertrag mit der Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft (IGS) unterzeichnen können. Der Andrang auf die 40 Lehrstellen war unverändert groß: Mehr als 600 Bewerbungen gingen dafür beim größten Ausbildungsbetrieb des Landkreises Augsburg ein.

Die Aufteilung auf die acht verschiedenen Ausbildungsberufe ist in dem ehemaligen Chemiewerk wie immer eher chemietypisch: es sind 16 Chemikanten, 4 Chemielaboranten, 5 Industriemechaniker der Fachrichtung Betriebstechnik, 5 Elektroniker für Betriebstechnik, 4 Industriekaufleute, zwei Köche, zwei Fachkräfte für Schutz und Sicherheit und zwei Fachkräfte für Lagerlogistik. Auch in diesem Jahr haben sich wieder drei junge Damen für bisher klassische Männerberufe entschieden. Antonia Bichler aus Gersthofen und Sandra Schönenberg aus Welden wollen Chemikantin werden, Vanessa Meyer aus Affing hat sich für die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit entschieden.

Zum Einstieg ein „Arbeitstag light“

Der erste Arbeitstag verlief für die 40 neuen Lehrlinge eher in einer „Light“-Version, aber doch mit vollem Programm. Auf der Agenda standen wichtige Dinge wie die Begrüßung durch die IGS-Geschäftsführung (Dr. Hermann Teufel und Matthias Bolle), Informationen von Ausbildungsleitung, Betriebskrankenkasse, Betriebsrat, JAV (Jugend- und Auszubildendenvertretung) und vom Datenschutzbeauftragten. Anschließend mussten noch wichtige Formalitäten erledigt werden, so zum Beispiel das Foto und die Datenerfassung für den Werksausweis, das obligatorische Gruppenbild für Presse und Mitarbeiterzeitung oder die Erläuterung der Abläufe im Betriebsrestaurant. Teufel appellierte in seiner Ansprache an die jungen Leute, niemals mit dem Lernen aufzuhören, denn: "Ziel der Lehre ist es, das Lernen zu lernen. Mit dem erfolgreichen Schulabschluss ist dieses Kapitel noch lange nicht erledigt". Er forderte seine Zuhörerschar nachdrücklich zu Neugierde und offenem Kommunikationsverhalten auf.

Einführungsseminar zum Kennenlernen

Die ersten Tage dieser Woche verbringen die Lehrlinge noch nicht an ihren Arbeitsplätzen, sondern in der Jugendbildungsstätte in Pappenheim. Dort findet unter Leitung des Bildungswerkes der Bayerischen Wirtschaft in Zusammenarbeit mit den Ausbildern der IGS ein Einführungsseminar statt. Ziel dieses Aufenthaltes ist neben dem gegenseitigen Kennenlernen die Erleichterung des Übergangs von der Schule ins Berufsleben. Schwerpunkte der Gruppenarbeit sind Themen wie Teamarbeit, Präsentationsmethoden und Kommunikation, aber auch die Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag. Daneben erarbeiten die jungen Leute intensiv alle wichtigen Details über den Industriepark Gersthofen mit seiner über hundertjährigen Geschichte und seinen zwölf Unternehmen. Und die Ausbilder können nach Abschluss der drei Tage zu Recht behaupten: „Wir kennen unsere Pappenheimer!“

IGS bietet Kooperation bei der Ausbildung

Die IGS setzt bei der Berufsausbildung seit vielen Jahren erfolgreich auf das duale Ausbildungssystem, in dem das theoretische Wissen aus der Berufsschule mit der praktischen Ausbildung im Betrieb kombiniert wird. In einem modernen Ausbildungszentrum mit Lehrwerkstatt, Lehrlabor und Lehrtechnikum sorgt ein Team von erfahrenen Ausbildern für die Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten in den jeweiligen Ausbildungsberufen. Diese werden nach der Einlernphase unter anderem in den Produktionsbetrieben und Werkstätten der jeweiligen Unternehmen im Industriepark vertieft.

Die IGS bietet darüber hinaus auch anderen Unternehmen im Umkreis eine Kooperation in der Berufsausbildung an. Dabei sind verschiedene Modelle möglich – von der Prüfungsvorbereitung über verschiedene Ausbildungssegmente bis hin zur Übernahme der kompletten Ausbildung. Mittlerweile nutzen über 15 Firmen im Regierungsbezirk Schwaben diese Möglichkeit der Zusammenarbeit.

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