Über Nacht tauchten sie aus dem Nichts auf, die Blauen Tonnen oder auch Papiertonnen.
Zum Teil steht vor jedem Haus auf dem Bürgersteig eine Tonne.
Wo kommen sie her? Wer steckt dahinter? Laut Aufdruck ist „Veolia“ dafür verantwortlich. Ist es etwas Offizielles? Was Neues? Warum? Warum kann ich mein Papier nicht mehr wie bisher zur Wertstoffstation tragen? Oder kann ich das weiterhin tun? Wo soll man dieses Ding hinstellen? Kann ich diese Tonne wieder loswerden?
Fragen über Fragen – vielleicht weiß jemand eine Antwort.
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In der Gemeinde Meitingen sammeln einige Ortsvereine das Altpapier und verwenden den Erlös für die Jugendarbeit. Und das seit 20 Jahren. Bei jedem Wetter und egal wie hoch (bzw. tief) der Altpapierpreis auch immer war.
Und es sieht so aus, als bliebe es auch dabei. Überall stehen die Tonnen an der Straße - scheinbar will sie niemand haben :-)
Dann sollen sie jede Woche herumfahren und das Papier Einsammel weil ich tu jedes Wochenende mein Papier in Werstoffsammelstelle bringen. Die Tonne wäre super dann brauche ich nicht jedes Wochenende wegfahren wegen dem Papier.
Da spare ich Benzin und ich wäre das Papier auch los.
Seit die Tonnen über Nacht wie aus dem Nichts aufgetaucht sind, ist nun etwas Zeit vergangen und ich etwas schlauer - den Nachbarn sei Dank! Warum ich die Nachbarn dazu brauchte? Weil ich versuche Altpapier zu vermeiden, wo es entsteht und so habe ich einen Aufkleber "Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen" an meinem Briefkasten. Tja, und so ist mir die Info und der Streit um die Blaue Tonne entgangen. Aber wie gesagt, man hat ja Nachbarn und Internet gibt es auch noch.
Wie es aussieht, ist die Blaue Tonne im großen und ganzen nicht gerade sehr beliebt. Und ob wir etwas dabei sparen, dass sei dahin gestellt. Wenn die Wertstoffsammelstellen weniger von unserem wertvollen Papier bekommen und somit weniger verdienen, wird uns dieser Verlust dann nicht irgendwann wieder auf die Müllgebüren verrechnet?
Auch die WILA Wertstoff Recycling GmbH führt ab April 2008 im Landkreis Augsburg flächendeckend die Faire Tonne ein. Im Unterschied zu allen anderen Mitbewerbern erhalten die Vereine, die die Altpapiersammlung jetzt durchführen einen Zuschuss von der WILA Wertstoff Recycling GmbH.
Informationen hierzu und zur Einführung der Fairen Tonne im LK Augsburg gibt es auf Anfrage bei:
Die Faire Tonne
Postfach 10 20 13
86010 Augsburg
info@wila-wertstoff.de
Fax 08 21 - 59 74 66 11
das "Warum" nach diesen Tonnen kann ich auch nicht verstehen. Nicht, weil ich nicht aus Gersthofen komme, sondern aus dem Hohen Norden.
Nein, deshalb, weil seit einigen Tagen eine Recyclingfirma auch in unserem Dorf diese Tonnen "wie Sauerbier" aufstellen will. Für mich unverständlich, dass wir tatsächlich Nachbarn haben, die eine nehmen.
Unverständlich deshalb, weil wir nämlich einen tollen Ortsbürgermeister haben, der auf seinem Hof einen großen Container aufgestellt hat und wir - die Dorfbewohner - diesen mit unserem Papier füllen können. Der Erlös dieser gefüllten Container kommt dann allen Vereinen im Dorf zu Gute.
Warum sollten wir dann einen blaue Tonne nehmen ... ?
Abzocker !
Private ( papier- ) entsorger tauchen immer dann auf, wenn es sich aus ihrer sicht lohnt. D.h. in diesem falle: Seit die preise für altpapier drastisch gestiegen sind, meinen nun diese "heuschrecken", sie können gewinne auf kosten der allgemeinheit machen. Dies gilt auch für die lockvogelangebote, in denen die privaten abholer eine bezahlung für gesammeltes papier anbieten.
Denn eines ist klar:
Wenn die kommunalen entsorgungsbetriebe auf die einnahmen aus "lukrativem" abfall verzichten müssen, sind gebührenerhöhungen unerlässlich.
Sie haben die verpflichtung uns den restdreck abzunehmen, sie müssen personal, fuhrpark und maschinen, wertstoffhöfe und deponien vorhalten. Die bisher erzielten einnahmen durch verkäuflichen abfall haben doch bestenfalls ausgereicht, gestiegene personal- und enrergiekosten aufzufangen.
Nimmt man unseren betrieben diese einnahme, dann... s.o.
Es kann doch nicht sein, dass wir gebührenzahler die gewinne privater entsorger steigern helfen !!!
Also aus reinem selbsterhaltungstrieb: Weg mit den tonnen der privaten entsorger !
Hat die Gemeinde keinen entsprechenden Beschluss gefasst, so gilt nachfolgendes:
Wenn ich mich richtig erinnere, haben die Verbraucher das Recht, eine unverlangte Sache / Gegenstand etc. in Besitz zu nehmen und nach ihren Gutdünken zu nutzen (hier z.B. Mülltonne als Regentonne). Eine Verpflichtung zu einer Zahlung, Rücksendung, Anruf wegen Abholung etc. besteht nicht. Ebenso kann der unverlangte Gegenstand einfach entsorgt werden.
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