Vorstandschaft des Katholisch Ambulanten Krankenpflegevereins Gersthofen geht gestärkt an neue Aufgaben
Gersthofen: Kath. Ambulanter Krankenpflegeverein | Die Wahl eines Beisitzers für die Vorstandschaft, stand auf der Tagesordnung der gut besuchten Hauptversammlung des Ambulanten Krankenpflegevereins von Gersthofen. Denn nach jahrzehntelangem Wirken wurde Hilde Schmid vom 1. Vorsitzenden, Stadtpfarrer Ralf Gössl und den anwesenden Mitgliedern in den wohlverdienten „Ruhestand“ verabschiedet. Mit Karola Ludwik kann der Krankenpflegeverein nun gestärkt neue Aufgaben anpacken. Einstimmig wurde sie zur neuen Beisitzerin gewählt. Bei der Präsentation der Jahresrechnung verwies Kassier Josef Plinninger auf die vielfältigen Unterstützungsleistungen z.B. an das Caritas-Sozialzentrum und an die Ökumenische Sozialstation. Beide Gersthofer Sozialeinrichtungen dürfen sich über einen Zuschuss in Höhe von je 5.000 € freuen. Ebenso wird das St. Vinzenz Hospiz mit Mitgliedsbeiträgen bedacht.
"Defizit steht ins Haus"
Ein drohendes Defizit für das Jahr 2010 kündigte Kassier Diakon Plinninger bei der Vorstellung des Haushaltsbudgets an. Es würde durch Zuschüsse entstehen, beruhigte der Kassier die gespannten Zuhörer. Allerdings mache die sinkenden Mitgliederzahlen dem Verein zu schaffen, trotz einigen Neuzugängen. Immerhin halten 357 Mitglieder dem Verein die Treue, freute sich der Diakon. Keine Beanstandungen gab es seitens der Rechnungsprüfer Udo Werth und Bernhard Brosch. Somit waren die Entlastung der Vorstandschaft und die Haushaltsverabschiedung nur mehr reine Formsache.
"Alltagsbegleitung der Sozialstation findet große Beachtung"
Bei den einleitenden Worten zum neuen Projekt der Sozialstation berichtete der 1. Vorsitzende, dass der Katholisch Ambulante Krankenpflegeverein Initiator der wichtigen Aufgabe sei. Deshalb wird die Konzeption zukünftig finanzielle Hilfe erfahren. Bei zunehmender Alterung der Gesellschaft, auch in unserer Region, reiche häusliche Pflege und Tagespflege nicht mehr aus, informierte Bernhard Brosch, Geschäftsführer der Sozialstation. Das Projekt „Freiraum! Kraft tanken“ unterstützt Pflegende, Demenzerkrankte und Senioren im täglichen Alltag zuhause. So können sich Pflegende beruhigt einen Theaterbesuch oder Kinoabend gönnen, bzw. für sich Freiräume einplanen, während die geschulte Alltagsbegleitung sich liebe- und vertrauensvoll um die betreuungsbedürftige Person kümmert. Zehn Alltagsbegleiter seien bereits erfolgreich im Einsatz, verriet Brosch. Erklärtes Ziel sei, Pflegende zu entlasten, Alleinstehenden beizustehen und die häusliche Pflege zu stärken, damit der Lebensabend zuhause kein Wunschtraum bleibt. Die jetzigen Heimplätze im Landkreis werden in den nächsten Jahren nicht ausreichen, merkte Brosch an.
"Kassen verursachen „gesalzene“ Verwaltungskosten"
Zahlreiche Informationen gab es zur häuslichen Pflege und Tagespflege. Ein hoher, oft unnötiger Verwaltungsaufwand, verursacht durch die ausufernde Bürokratie der Kosten-träger, belaste die tägliche Arbeit, kritisierte Brosch. Es entstünden hohe Kosten für Leistungserbringer, Arbeitgeber, Ärzteschaft und letztendlich für die Kassen selbst, wofür die Versichertengemeinschaft aufzukommen habe. Zufrieden nahmen die Mitglieder zur Kenntnis, dass der caritative Auftrag trotz hohen wirtschaftlichen Drucks nicht in Vergessenheit gerät. Beide Einrichtungen schreiben schwarze Zahlen, rechnete Brosch vor. Zur Abrundung des informativen Nachmittags trug die kompetente Beratung und Ausstellung des Sanitätshauses Stein & Mayr bei. Mitglieder konnten sich nicht nur Wissenswertes zu Pflegehilfsmittel aneignen, sondern zugleich die Vitalwerte checken lassen. Informationen über die Mitgliedschaft (12 € jährlich), Tagespflege, häusliche Pflege und Projekt, erhalten Interessierte bei der Ökumenischen Sozialstation Gersthofen unter Tel. 0821-2990014.


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