Verleihung des 30. Kunstpreises der Stadt Gersthofen

Das Ballonmuseum bietet eine gute Plattform für die alljährliche Kunstpreisverleihung
 
Ausschnitt aus dem prämierten Bild von Anja Gütthoff. Das rote Gebilde regt die Phantasie an ...
Der Kulturreferent der Stadt Gersthofen, Helmut Gieber, konnte sich über ein volles Haus freuen. Der Besucherraum des Ballonmuseums war bis auf den letzten Platz besetzt. In seiner Begrüßungsrede erinnerte er an den kürzlich verstorbenen früheren Stadtbaudirektor Hermann Meichelböck. Ohne ihn hätte es das Ballonmuseum nicht gegeben. Er wäre ein Fixpunkt in der Kunstszene Gersthofens gewesen.

Dann wandte sich Gieber Erfreulicherem zu. Er wies darauf hin, dass der Kunstpreis heuer zum 30. Mal vergeben wird. Der vom Kulturkreis Gersthofen initiierte Preis wird seit fünf Jahren von der VR-Bank Handels- und Gewerbebank eG durch die Zahlung von Preisgeldern unterstützt. Er dankte für die gute Zusammenarbeit. Etwa 100 Künstler haben diesmal Kunstwerke unterschiedlichster Natur eingereicht. Danach ließen Erster Bürgermeister Michael Wörle und Vr-Bank-Repräsentant Werner Goschenhofer bei ihren Ansprachen u. a. im launigen Ton durchblicken, dass sie durchaus schöne Kunst erkennen würden, ansonsten aber nicht unbedingt viel Kunstverständnis vorweisen könnten. Einig waren sich beide, dass die jährliche Kunstpreisverleihung eine gute Plattform für die örtliche Kulturszene sei, ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit vorzustellen.

Thomas Elsen von den Kunstsammlungen Augsburg sprach als Vertreter der Fachjury von der Qual der Wahl. Unter den etwa 300 eingereichten Arbeiten wäre eine Vielzahl von qualitativ hochwertigen Arbeiten zu prüfen gewesen. Ausführlich würdigte er die Arbeit von Anja Gütthof, die den mit 3.500 Euro dotierten Kunstpreis der Stadt Gersthofen erhielt. In ihrer aus drei Bildern bestehenden Fotoserie mit den Titeln „15/157/22“ fände ein gelungenes Zusammenspiel von Fotografie und Malerei statt, das durch die künstlerische Qualität und Originalität besticht. Auf die „rätselhafte“ gemalte Figur anspielend zitierte er Paul Klee: „Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wider, sondern macht sichtbar.“ Dem Betrachter bliebe es überlassen, die Figur am Bildrand zu interpretieren. Elsen wollte eine Nähe zu einer Affengestalt erkennen. Dies wäre insofern verständlich, da Gütthof viel Zeit in Tierbeobachtungen -vorzugsweise bei Affen- im Augsburger Tierpark investierte.

Zum Publikumspreisträger kürten 112 Besucher Adolf Reindl mit seinem Bild „...is watching you“. Der Preis war mit 300 Euro dotiert. Als Belohnung für das Mitmachen bei der Wahl des Preisträgers wurden drei Preise vergeben. Den 1. Preis, bestehend aus einem Theater-Abo für zwei Personen erhielt Herma Dumler aus Meitingen. Brigitte Prestel aus Burgau konnte sich über zwei Eintrittskarten als 2. Preis für die Stadthalle Gersthofen freuen. Und der dritte Preis in Form eines Gutscheins für einen VHS-Kurs ging an Franz Lein aus Augsburg. Die Veranstaltung wurde vom Jazzquartet der Stadtkapelle Gersthofen unter der Leitung von Manfred-Andreas Lipp mit bekannten Jazz- und Bluesmelodien begleitet. Auch hier waren (Ton)Künstler am Werk....

Die Ausstellung ist noch bis Juli im Ballonmuseum zu sehen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 02.08.2014
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