Theater Gersthofen spielt "Leftutti"

Fußpflege durch Friedl (Christl Dittmann) bei Öttl (Wolfgang Schwarzer)
Die Geschichte vom Leftutti ist schnell erzählt: Es gibt zwei Brüder, einer ist Brauereibesitzer und der andere Müller. Sie kommen nicht miteinander klar. Als der Bierbrauer Probleme mit der Wasserversorgung bekommt wendet er sich an seinen Bruder, er möge ihm sein Wasser, mit dem er die Mühle betreibt, zur Verfügung stellen. Der lehnt ab, weil er als Leftutti schon immer benachteiligt wurde und jetzt eine Möglichkeit sieht, seinem Bruder eins auszuwischen. Dieser wiederum schmiedet mit fragwürdigen Freunden einen Plan, den Müller mit Hilfe einer jungen hübschen Frau um "seinen Verstand" zu bringen. Gleichzeitig soll ein Investor ihm ein Angebot machen, Grund und Boden zu verkaufen um eine Wellness-Einrichtung bauen zu können. Parallel dazu werden zwei junge Frauen durch "geistermässiges" Auftreten dem Müller Angst einjagen.

Diese Bayerischen Komödie aus der Feder von Peter Landstorfer auf die Bühne zu bringen ist dem Theater Gersthofen gut gelungen. Obgleich den Darstellern vielleicht etwas mehr Situationswitz und Lockerheit gut getan hätte. Peter Eder der dem Preußenklischee als Beauftragter des Investors voll Rechnung trug, konnte sein komödiantisches Talent nicht voll ausspielen. Erfrischend die beiden Dappinger Schwestern, die sich in Wort und Ansicht wundervoll ergänzten. Dem "Mädchen aus der Stadt" (Daniela Huss) hätte eine Portion Pep mehr nicht geschadet; das "Becircen" der Männer wäre dann etwas überzeugender ausgefallen. Der richtige Mann am richtigen Platz war der Malzl (Olli Klein). Schade dass er so wenig Auftritte hatte. Mühlenbesitzer (Lukas Kiermeyr) sah man immer etwas um- ,rein- oder ausschütten - er war ein Schwerarbeiter. Allen männlichen Akteuren gemeinsam war das Reinschütten von Bier oder Schnaps. Bayerische Lebensart pur. Die übrigen Darsteller spielten brav und solide ihren Part.

Eine Augenweide war wieder das perfekte Bühnenbild. Anerkennung für die Helfer die bei Bühnenaufbau und Ausstattung mitgewirkt haben. Dazu gehört auch ein Exemplar des "Traunsteiner Tagblatts". Und weil wir gerade beim Aussehen sind - noch ein Hinweis an die "Stiagnhauser Anni": Auch Männer mit grauen Haaren können für Frauen interessant sein...

Und noch ein Hinweis: Das Theater Gersthofen wagt sich wieder an den „ Bayerischen Jedermann“ heran. Bereits 1998 mit großem Erfolg gespielt, findet anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Stadthalle Gersthofen eine Neuinszenierung statt. Sie wird vom 7. bis 9. August auf dem Rathausplatz Gersthofen gespielt. Also bitte im Auge behalten...
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 02.05.2015
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