Stadtkapelle Gersthofen: Vom Lech an die Havel

Beim Konzert auf der BUGA-Bühne in Premnitz. Die Stadtkapelle Gersthofen begeisterte das zahlreiche Publikum mit Klängen aus der schwäbischen Heimat.
 
Mit der Tuba auf die BUGA - Die Stadtkapelle Gersthofen zu Gast auf dem BUGA-Gelände in Premnitz.

Vom Lech an die Havel - Konzertreise der Stadtkapelle Gersthofen nach Premnitz im Havelland.

„Das Leistungsvermögen auch dieser „Bayern“ ist kaum zu fassen: Sie geben vier Konzerte in drei Tagen“ so war in der lokalen Presse in Premnitz unter dem Titel „Die bayerische Note am preußischen Strand“ zu lesen.
Gemeint waren die 25 Musikerinnen und Musiker um Dirigent Oliver Stahl von der Stadtkapelle Gersthofen.


Die Kontakte der Stadtkapelle Gersthofen ins Havelland sind entstanden, weil Dr. Rainer Schaller, heute der 1. Vorsitzende der Stadtkapelle, von 1998 an über zehn Jahre beruflich im Land Brandenburg und Berlin tätig war. Als Posaunist fand er damals zum Blasorchester Premnitz und spielte dort mit, wann immer es seine Zeit erlaubte. Bereits 2009 hatte das „Blasorchester Premnitz“ auf Initiative des dortigen Vorsitzenden, Werner Eisermann, dann ein Frühlingskonzert der Stadtkapelle in Gersthofen besucht! Die BUGA war nun für die Musiker ein hervorragender Anlass zum Gegenbesuch und um die Kameradschaft und Freundschaft mit den Premnitzern zu erneuern und zu vertiefen.

Auf der A9 von Bayern über Thüringen nach Sachsen-Anhalt

Nach monatelanger und sorgfältiger Planung durch Dr. Rainer Schaller ging es am 27. Mai endlich los. Pünktlich um 9 Uhr starteten die Musiker und ihr 20-köpfiger Fanclub in Gersthofen. Es ging über die A 9 von Bayern über Thüringen nach Sachsen-Anhalt. Nachdem sich die Reisegruppe in Himmelkron gestärkt hatte, war der nächste Stopp in der Lutherstadt Wittenberg geplant. Bei einer interessanten Stadtführung und einem Besuch im „Lutherhaus“ wurde das Leben und Wirken von Martin Luther verdeutlicht. Beim Abendessen wurden die ersten Eindrücke verarbeitet und um 22.30 Uhr war dann das Ziel „Hotel Fürstenhof“ in Rathenow erreicht.

Empfang im Kulturhaus

Der erste Auftritt war für den nächsten Tag auf der „BUGA“ in Premnitz geplant. Zum Auftakt fand aber zuerst im Kulturhaus in Premnitz ein Empfang beim Bürgermeister statt. Nach einem kurzen Bummel durch das BUGA-Gelände begeisterten die Gersthofener Musikanten das zahlreiche Publikum mit Musik aus der schwäbischen Heimat. Bei windigem Wetter kamen traditionelle Märsche von Augsburger Komponisten wie „Laridah“ oder „Funkelnde Sterne“ sowie Polkas, Walzer und Potpourris zur Aufführung.
Eine Führung in der 1000jährigen Stadt Tangermünde an der Elbe, bei der uns ein heftiger Regen begleitete, der Besuch in einem Gasthaus in 800jährigem Gemäuer mit mittelalterlichem Flair und der Genuss von traditionellem „Kuhschwanzbier“ rundete den zweiten Tag ab.

Mit dem Schiff zum Abendessen

Am nächsten Morgen wartete die Stadt Brandenburg an der Havel auf die Reisegruppe. Nach einem Bummel durch die Stadt, dem Besuch des BUGA-Geländes und der Besichtigung der dortigen Sehenswürdigkeiten, ging die Fahrt dann weiter zum „Spargelhof“ nach Mötzow. Das zweistündige Konzert auf diesem schönen Gutshof wurde vom wieder sehr zahlreichen Publikum begeistert angenommen und es war selbstverständlich, dass die Stadtkapelle Gersthofen erst nach der geforderten Zugabe die Bühne verlassen durfte. Eine besonders nette Idee der Gastgeber war dann die einstündige Schifffahrt auf der Havel zum Abendessen in einem der typischen „Waldgaststätten“. Nach einer ausgiebigen Stärkung ging es wieder zurück ins Hotel und im gemütlichen Kaminzimmer klang der Abend dann aus.

Gemeinschaftskonzert mit dem Blasorchester Premnitz

Der Höhepunkt der Konzertreise stand nun am folgenden Tag auf dem Programm. Auf dem BUGA-Gelände des Optikparks in Rathenow spielte die Stadtkapelle Gersthofen unter der Leitung von Oliver Stahl zusammen mit dem Blasorchester Premnitz unter der Leitung von Helfried Hoyer ein Konzert. Nach einem kleinen Bummel und dem Betrachten der tollen Blütenpracht präsentierten beide Orchester im Wechsel ihre musikalischen Highlights und zu Beginn und am Schluss noch gemeinsam die Märsche „Laridah“ und „Alte Kameraden“. Nach einer kurzen Pause und der Weiterfahrt nach Premnitz folgte dann das letzte Konzert der Gersthofener. Das Gasthaus „Retorte“ in Premnitz war restlos ausverkauft und das Publikum war kaum auf seinen Plätzen zu halten. Die Stadtkapelle Gersthofen und „Die Schlamperer“ wurden mit Bravorufen und Standing Ovations gefeiert. Es wurde geschunkelt, geklatscht und bei den bekanntesten Melodien auch mitgesungen. Die Stücke „Rosamunde“, „Auf die Vogelwiese“, „Wir Musikanten“, „Kuschelpolka“ „Stell dich ein in Oberkrain“, „Wenn der Wein blüht“ usw. trafen genau den Geschmack des Publikums. Als dann mit Unterstützung eines Sängers aus Premnitz auch noch das Lied „Märkische Heide“ erklang, bebte der Saal. Müßig zu erwähnen, dass auch hier die Musiker erst nach der Zugabe von der Bühne durften.
Charmant, informativ und mit Humor moderierte Oliver Stahl die Konzerte und brachte mit seinen Ansagen das Publikum zum Schmunzeln.

Tolle Stimmung beim Kameradschaftsabend

Beim anschließenden Kameradschaftsabend wurde noch gemeinsam gefeiert Die Musikfreunde aus Premnitz allen voran Werner Eisermann, Inge Pentzin und Michael Schnitzer hatten ein tolles Essen organisiert, einige Gersthofener hatten spontan eine lustige Einlage parat und als dann auch noch mal „Die Schlamperer“ zu ihren Instrumenten griffen war die Stimmung auf ihrem Höhepunkt angelangt. Viel zu früh, wie einige Musiker bemerkten, musste man dann Abschied nehmen, aber am nächsten Morgen ging es zurück in die Heimat.

Auf der Rückfahrt wurde in der Nähe von Leipzig noch mal für ein Mittagessen halt gemacht und in Mödlareuth, zuletzt bekannt aus der ZDF-Serie „Tannbach“ wurde noch das „Deutsch/Deutsche Grenzdenkmal besichtigt. Dank der umsichtigen und perfekten Organisation durch den 1. Vorsitzenden Dr. Rainer Schaller waren sich bei der Ankunft in Gersthofen alle einig: „Es war eine tolle Fahrt.“
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 04.07.2015
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