Stadtkapelle Gersthofen: Spende für Musiktherapie am Josefinum wurde überreicht

Über die Unterstützung für die Musiktherapie am Josefinum freuen sich (von links): Sabine Berninger vom Freundeskreis Josefinum, der 2. und 1. Vorsitzende der Stadtkapelle Gersthofen Hermann Fertig und Dr. Rainer Schaller, Klinikseelsorger Bruno Ott, Stationsleiterin Margit Kaeuffer und Chefarzt Dr. Michael Heinrich.
 
Musiktherapeutin Martina Berkmann hat in einem Arm das Baby, mit der freien Hand spielt sie einige Töne. Sanft wiegt sie das Kind im Arm und singt dazu. (Foto: Winfried Karg, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit KJF)

Die Stadtkapelle Gersthofen spendet das Geld vom Benefizkonzert für die Musiktherapie für Frühgeborene Babys. Bruno Ott, der Klinikseelsorger am Josefinum, ist seit vielen Jahren Mitglied bei der Stadtkapelle Gersthofen und so stieß sein Vorschlag, das Geld vom Weihnachtskonzert 2013 für dieses Projekt zu spenden bei Musikern und Vorstand auf breite Zustimmung. Nun konnte das Geld in den letzten Tagen an den Freundeskreis Josefinum übergeben werden.

Mit einer Spende von 1.500 Euro unterstützt die Stadtkapelle Gersthofen die Musiktherapie, die am Josefinum für Frühgeborene Babys angeboten wird. Dem Vorschlag, dieses ihrer eigenen Arbeit naheliegende Projekt mit einer Spende zu unterstützen habe der Vorstand sehr schnell zugestimmt, so Dr. Rainer Schaller, 1. Vorsitzender der Stadtkapelle: „Da hat keiner gezögert“. Er übergab mit seinem Stellvertreter Hermann Fertig das beim Weihnachtskonzert eingespielte Geld symbolisch an den Freundeskreis Josefinum. Dank weiterer Spenden steht damit nun für das erste Jahr dieses Projekts das Geld zur Verfügung, um für die Frühgeborenen am Josefinum zwei Stunden Musiktherapie pro Woche zu bezahlen.

Die Bindung zwischen Eltern und Kind verbessern

„Meine Hauptanliegen ist die Bindung zwischen Eltern und Kind zu verbessern“, so Klinikseelsorger Bruno Ott. Die Kinder würden nach ihrer frühzeitigen Geburt in Brutkästen aufgepäppelt, und die Eltern würden oft den Körperkontakt zu den sehr kleinen und zarten Kindern scheuen. Durch die Musiktherapeutin könnten Eltern angeleitet werden, die Verbindung zu ihrem Kind herzustellen, und auch das Vorspielen der aufgenommenen Sprache und Stimme sei hilfreich.
Den Nutzen der Musiktherapie bestätigte Stationsleiterin Margit Kaeuffer. Sie merkt, dass die Kinder sich damit beruhigen und entspannen; der punktuelle und gezielte Einsatz bewähre sich sehr gut. Auch Chefarzt Dr. Michael Heinrich ist überzeugt vom Nutzen dieser therapeutischen Möglichkeit und dankte für die Spende, die die Stadtkapelle mit über 1.000 Stunden Zeitaufwand für Vorbereitung, Proben und Aufführung des Benefizkonzerts eingespielt hatte.

Der Freundeskreis Josefinum freut sich immer über Spenden

Der Freundeskreis Josefinum fördert immer wieder spezielle Geräte oder Angebote, für die die öffentlichen Kassen kein Geld bereitstellen, so Vorstandsmitglied Dr. Sabine Berninger, die sich für die Spende der Stadtkapelle bedankte. Der Freundeskreis sei froh für jede Unterstützung; immer wieder würden Firmen die Arbeit unterstützen, und es gebe erfreulicherweise immer wieder Privatpersonen, die etwa an einem runden Geburtstag eine erkleckliche Summe zur Verfügung stellen. „Der Freundeskreis ist bei all seinen Projekten darauf angewiesen, den Spender sie unterstützen und wir den Weg gemeinsam gehen können“, so Berninger.

Info: Das Josefinum ist ein Krankenhaus der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg und mit rund 2.800 Geburten im Jahr eine der zehn größten Entbindungskliniken in Deutschland. Die Individualität der Betreuung zeigt sich gleichzeitig am besten daran, dass Frauen ihre Hebamme frei wählen können. Zusätzlich besteht die Wahlmöglichkeit zwischen Belegarzt und Klinikarzt.
Die Früh- und Neugeborenen-Intensivstation ist auf viel zu früh geborene und besonders kleine oder von Geburt an kranke Babys spezialisiert; ein hochqualifiziertes Team aus Pflegekräften, Ärzten und Therapeuten kümmert sich um die kleinen Patienten, die oft wochenlang hier aufgepäppelt werden, und betreut auch die Eltern. Deshalb geben die Mitarbeiter viel Zuwendung, damit sich Säuglinge, Mütter und Angehörige in einem familiären Umfeld geborgen fühlen. Während deutsche Babys nach einer Schwangerschaft von etwa 40 Wochen bei ihrer Geburt im Durchschnitt rund dreieinhalb Kilogramm wiegen, sind dort viele Kinder, die nach 30 oder noch weniger Wochen auf die Welt gekommen sind und teilweise als bei der Geburt weniger als ein Kilogramm gewogen haben.

Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF)
Die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V. (KJF) wurde 1911 gegründet. Sie ist ein Gesundheits- und Sozialdienstleister mit rund 80 Einrichtungen und Diensten im Gebiet zwischen Lindau, Neu-Ulm, Nördlingen, Aichach und Murnau. Dazu gehören unter anderem Angebote der Medizin mit mehreren Kliniken, der Berufsbildung für behinderte und nicht behinderte Jugendliche und Erwachsene mit Berufsbildungswerken und Vermittlungsdiensten, der Kinder- und Jugendhilfe mit Wohngruppen, Tagesstätten, Beratungsstellen und mobilen Diensten sowie mehrere Schulen.
Die rund 3.700 Beschäftigten des Verbandes helfen im Jahr 75.000 Kindern, Jugendlichen und Familien bei Schwierigkeiten und Fragen. Vorstandsvorsitzender der KJF ist Markus Mayer, Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Weihbischof em. Josef Grünwald.
Weitere Informationen zur KJF finden Sie unter http://www.kjf-augsburg.de
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