Stadtkapelle Gersthofen: Frühlingskonzert - Ein bunter Strauß weltberühmter Melodien

Die Stadtkapelle Gersthofen unter der Leitung von Bernhard Hoffmann, bot dem zahlreichen Publikum einen unterhaltsamen Abend.
 
Die langjährigen ehrenamtlichen Mitglieder der Vorstandschaft v. l. Wolfgang Bär, Günter Schmid und Hermann Fertig, wurden beim Frühlingskonzert geehrt.

Seit über 40 Jahren findet im März das Frühlingskonzert der Stadtkapelle Gersthofen statt. Der musikalische Leiter der Stadtkapelle, Bernhard Hoffmann, hatte heuer mit dem Orchester ein beschwingtes und unterhaltsames Programm mit vielen bekannten Musikstücken ein-studiert.



Mit dem Marsch „Abel Tasman“ eröffnete die Stadtkapelle in der vollbesetzten Stadthalle das Konzert. Danach erklang in vollem Bläserglanz die Oscarprämierte Musik aus dem Monumentalfilm “Ben Hur“. Es folgte die rhythmisch etwas heikle Titelmusik aus dem Western „Die Glorreichen Sieben“. Einfühlsame Songs, lateinamerikanische Rhythmen und teilweise auch schroffe, jazzige Riffs aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein entführten die Konzertbesucher nach New York. Seine eindrucksvolle Gersthofer Erstaufführung erlebte der Nibelungenmarsch von Gottfried Sonntag. Darin sind die bekanntesten Motive aus Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ musikalisch ver-arbeitet. Statt 16 Stunden dauerte „Der Ring“ so nur drei Minuten.

Vom Walzer bis zum Marsch - die Stadtkapelle begeisterte

Beim Walzer „Gold und Silber“ von Franz Lehar fühlten sich die Zuhörer in einen Ballsaal versetzt. Die schönen Melodien gingen schnell ins Ohr und der federnde 3/4-Takt animierte fast schon zum Mittanzen. Nach dem furiosen Schluss gab es starken Applaus.
Zu dem Marsch „KeMaHoKru“ hat Dirigent Bernhard Hoffmann eine ganz besondere Beziehung. Denn der Marsch wurde vor einiger Zeit von einem Musikerkollegen des Philharmonischen Orchesters Augsburg eigens für die Horngruppe geschrieben und nach den Anfangsbuchstaben der Hornisten benannt.
Auch die zeitgenössische sinfonische Blasmusik war mit zwei Stücken vertreten. Die Stadtkapelle spielte die Rhapsodie „Novena“ des amerikanischen Komponisten James Swearingen mit großem Ausdruck und hoher Präzision. Der Niederländer Jan de Haan komponierte mit „A Discovery Fantasy“ ein 5-sätziges Werk. Nach der Vorstellung des Themas in ersten Satz wird dieses in den folgenden Sätzen Bolero, Rondeau und Intermezzo melodisch und rhythmisch gekonnt abgewandelt.

"Große Oper" zum Finale

Zum Finale gab es dann noch große Oper. Zu hören waren die schönsten Melodien von Giuseppe Verdi wie der einfühlsame Gefangenenchor aus „Nabucco“, das temperamentvolle Trinklied aus „La Traviata“ oder der strahlende Triumphmarsch aus „Aida“.
Die Moderation des Konzerts mit interessanten und amüsanten Geschichten zwischen den Musikstücken teilten sich 1. Vorsitzende Dr. Rainer Schaller sowie die aktiven Musiker Johannes Schuster, Gerhard Schuster und Timo Thöle.

Dank an verdiente Mitglieder der Vorstandschaft

Im Rahmen des Konzerts verabschiedete 1. Vorstand Dr. Rainer Schaller drei langjährige verdiente Mitglieder aus der Vorstandschaft und dankte ihnen jeweils mit einem Blumenstrauß für ihren großen ehrenamtlichen Einsatz. Ehrenmitglied Hermann Fertig war über 40 Jahre für die Stadtkapelle in führender Position tätig, davon 35 Jahre als 2. Vorstand und 6 Jahre als 1. Vorstand. Ehrenmitglied Günter Schmid war insgesamt 35 Jahre Schatzmeister des Vereins. Wolfgang Bär wirkte 13 Jahre als Schriftführer.
Für die begeisterten Zuhörer gab es noch zwei Zugaben: den Marsch „Salve Imperator“ und zum krönenden Abschluss „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot.
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