Richtfest zum Mehrzweckgebäude Hirblingen

Familie Markus Brem mit Ehrengästen bei der Hebauffeier am 11. September 2016 in Hirblingen (v.l.n.r.: Dirigent und musikalischer Leiter Georg Miller, FW-Landtagsabgeordneter Johann Häusler, Bauherr Dr. Markus Brem mit seiner Frau Kalpana Brem-Shrestha, dazwischen Bürgermeister Michael Wörle, Vorsitzender des Musikvereins Stefan Haak, Zimmerermeister Robert Wittmann)

Neue Probe- und Übungsräumlichkeiten entstehen jetzt für die Schwäbische Trachtenkapelle Hirblingen

Am zweiten Septembersonntag wurde das Richtfest zum neuen Mehrzweckgebäude in Hirblingen durchgeführt. Das Gebäude wurde nach intensiver Planung und kontroverser Diskussion bzgl. der städtischen Bezuschussung vom Bauherrn Markus Brem erstellt und steht Vereinen und ehrenamtlich tätigen Organisationen zur Miete zur Verfügung. Der erste Mieter des Gebäudes ist die Schwäbische Trachtenkapelle Hirblingen, für welche auch der wichtigste Raum im Gebäude, nämlich der große Musikproberaum mit 134 Quadratmeter Fläche und entsprechender Akustikaustattung konzipiert ist.

Modernste Gebäudetechnik

Das Gebäude hat eine Gesamtnutzungsfläche von 391 Quadratmeter und ist im östlichen Teil zweistöckig und im westlichen Teil einstöckig gebaut. Es erfüllt die technischen Anforderungen modernster Gebäude und wurde von der Baufirma Augsburger Holzhaus GmbH in Hirblingen geplant und in Holzständerbauweise errichtet. Mit der vorhandenen Bauphysik, der Isoliertechnik, einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, dem Batteriespeicher und der Wärmeversorgung aus dem naheliegenden Nahwärmesystem der kWh GbR (Kraft und Wärme aus der Heimat) stellt der Baukörper ein Vorzeigeprojekt für ökologisches, funktionales und wirtschaftliches Bauen dar. Die Parkflächen rund um das Gebäude werden dabei mit Energieladestationen für die künftige Elektromobilität ausgestattet und aus der Photovoltaikanlage versorgt. Mit wenigen Ausnahmen wurden alle Bauaufträge an örtliche Handwerker vergeben. Die Investitionssumme wird nach Fertigstellung planmäßig etwa 650.000 Euro betragen.

Was lange währt wird endlich gut

Über zwei Jahrzehnte hat die Schwäbische Trachtenkapelle Hirblingen e.V. für verbesserte Räumlichkeiten bei der Stadt Gersthofen geworben und entsprechende Anträge im Rahmen der jährlichen Vereinsbezuschussung gestellt. Nachdem im Jahr 2015 die Feuerwehr in ihr neues Domizil am östlichen Ortseingang gezogen ist, wollte auch der Musikverein nicht länger warten seine Raumsituation zu verbessern. Weil die Stadt Gersthofen kein Grundstück vorschlagen konnte, bot der Hirblinger Stadt- und Kreisrat Markus Brem sein Grundstück in der Wertinger Straße 35 für einen Neubau an. Bald war auch allen an der Planung Beteiligten klar, dass ein privatwirtschaftliches Bauen erforderlich wird, um das Projekt schnell umsetzen zu können. So schlug Brem auch vor, nicht nur das Grundstück bereitzustellen, sondern das Gebäude in privater Trägerschaft auch zu errichten und zu betreiben und an die Vereine zu vermieten. Die Stadt Gersthofen unter der Führung von Bürgermeister Michael Wörle unterstützt hierbei den Musikverein mit einem monatlichen Mietzuschuss, damit der Verein die neuen Räumlichkeiten mieten kann. Für Räumlichkeiten im Obergeschoss wird noch ein Mieter gesucht.

Vorteile des privatwirtschaftlichen Trägermodells

„Das ist für die Stadt und den Verein ein sinnvolles, vielversprechendes Modell und sicherlich die kostengünstigste Variante der Vereinsförderung. Außerdem bietet es nach der Mindestvertragsdauer jede Flexibilität für die Beteiligten. Das privatwirtschaftliche Modell ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Planung und Bauweise ohne große Ausschreibungsformalitäten. Auch wird die städtische Bauverwaltung mit diesem Bauprojekt nicht in Anspruch genommen im Unterschied zu solchen Projekten, wo die Stadt selbst baut. Des Weiteren tragen auf Grund des Mietmodells weder die Stadt noch der Verein unternehmerische Risiken, die mit einem solchen Baukörper für den Investor verbunden sind. Gleichzeitig fehlt in der Mietkalkulation ein Wertansatz für das Grundstück und für die sonst übliche Gewinnkomponente beim Investor, sondern die Miete enthält ausschließlich Investitionskosten des Gebäudes und viele Baunebenkosten sind hier gar nicht enthalten. Und schließlich habe ich über meine Auftragsvergabe versucht die Wertschöpfung im Rahmen der Bautätigkeiten bei den örtlichen Handwerksbetrieben und Baufirmen zu belassen, sodass Arbeitsplätze und Gewerbesteuer hier bleiben“, so der Bauherr und Investor Markus Brem.

Schnelle Umsetzung

Im Frühjahr 2016 wurde die Eingabeplanung erstellt und im Juli die Baugenehmigung zugestellt. Die Bodenplatte mit knapp 80 Kubikmeter Beton und etwa 8 Tonnen Stahlarmierung wurde in den ersten beiden Augustwochen in Eigenleistung hergestellt und im Zeitraum 29.-31. August wurde das Gebäude mit den vorgefertigten Ständerelementen im Rohbau aufgestellt. In den kommenden Wochen werden die Installationsarbeiten und die Gebäudetechnik von den verschiedenen Fachfirmen eingebracht, sodass voraussichtlich bis zum Jahreswechsel planmäßig die Nutzung des neuen Proberaums aufgenommen werden kann.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 01.10.2016
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