Musikalische Bergtour und spannendes Kino
Konzert : Gersthofer Blasharmoniker stellen im Stadtberger Bürgersaal ihr vielseitiges Repertoire unter Beweis.
Kaum zu glauben, dass es Amateurmusiker sind: Die Gersthofer Blasharmoniker gaben am vergangenen Sonntag ein Gastspiel im Stadtberger Bürgersaal und stellten während der knapp zweistündigen Matinee ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Ob Originalkompositionen für sinfonisches Blasorchester, klassische Orchesterwerke, Filmmusik, oder auch Jazz- und Swingmelodien: Das Publikum zeigte sich von den ausgewählten Stücken und ihrer Interpretation beeindruckt und quittierte den Auftritt mit lang anhaltendem Applaus und begeisterten Bravo-Rufen.
Zum Auftakt der Matinee, die Walter Hochmuth (Klarinette) unterhaltsam moderierte, unternahmen die Gersthofer Blasharmoniker unter der Leitung von Ulrich Fischer eine musikalische Bergtour. Sie machten sich auf den Weg zum Gipfel des „Mont Blanc“ und bestanden dabei allerhand Gefahren, wie Schneestürme und Steinlawinen. Gekonnt setzten die Musiker dieses Thema um: Ein Wettergetöse hervorgerufen von Pauken und Trompeten brach herein, bevor nach dem Sturm die Ruhe einsetzte. Die währte jedoch nicht lange, denn bei dem Stück „Today is the Gift“, „kämpften“ die Musiker auf rhythmische Weise und mittels Gesang für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in den USA.
Spannendes Kino erlebten die Besucher des Stadtberger Bürgersaals, als die Filmmusik zu „King Kong“ erklang. In dessen Zentrum stehen packende Jagd- und Verfolgungsszenen, die sich in orchestraler Dramatik widerspiegeln.
Dann wechselten die Gersthofer Blasharmoniker das Filmgenre: Die Reise ging zu den „Glorreichen Sieben“, jenem legendären Western mit seiner ebenso legendären Titelmelodie.
Liebhaber kurzweiliger Swing- und Jazzmelodien kamen unter anderem bei George Gershwins „Fascinating Rhythm“ und Glenn Millers Arrangement „Tuxedo Junction“ auf ihre Kosten. Dabei zeigten die Blasharmoniker, allen voran der Trompetensolist, dass sie auch für diese Musikrichtung das richtige „feeling“ besitzen.
Skeptiker, die glauben, Rockmusik passe nicht zu Blasinstrumenten, überzeugte die Musikkapelle vom Gegenteil: Manfred Schneiders „Rock-Opening“ riss die Zuhörer zum Mitklatschen hin, worauf prompt eine weitere Zugabe folgte, die überraschte. Mit „Koliné Koliné“ wurde dem Publikum beste böhmische Blasmusik präsentiert. Somit zeigte sich: Tradition hat ebenso seinen Reiz vor allem dann, wenn Erworbenes auf hohem künstlerischem Niveau gewahrt wird.
Wer die Gersthofer Blasharmoniker erleben will, bekommt am Samstag, 24. November, eine Gelegenheit dazu. Dann tritt die Kapelle im Rahmen ihres Jahreskonzerts in der Gersthofer Stadthalle auf. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.
Weitere Informationen sind im Internet
unter www.blasharmoniker.de abrufbar.


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