Musik mit Niveau, Leib und Seele

Der Kinderchor der Sing- und Musikschule Gersthofen sang „Ach, ich liebe nur Spaghetti“.
 
Die Big Band unter der Leitung von Christian Schmerder wartete mit zwei spritzigen Swing-Titeln auf.
Gersthofen: Sing- und Musikschule |

Das Jahreskonzert der Sing- und Musikschule Gersthofen entpuppte sich wieder als spannungsreiches Erlebnis. Gleich drei Moderatorinnen führten diesmal durch das vielschichtige Programm. Elisabeth, Franziska und Maria Zwerger nahmen das Publikum in der ausverkauften Stadthalle in ihren Stewardessenuniformen charmant mit auf eine musikalische Reise an Bord der „MS (Musikschule) Gersthofen“.

„Kapitän“ Robert Kraus (Musikschulleiter) und „Steuermann“ Armin Gaurieder (Vorsitzender) achteten dabei nicht nur auf Klänge, Rhythmen und Melodien, sondern auch auf das leibliche Wohl der Interpreten. Und so war es nicht verwunderlich, dass gleich eingangs die Kinder der Musikalischen Früherziehung in ihrem Beitrag lustvoll äußerten: „Ach, ich liebe nur Spaghetti“.
Viel Applaus heimsten auch die verschiedenen Gruppen des Balletts ein. Unter der Leitung von Angelika und Dariusz Szwarc zeigten die kleinen Ballerinas eine liebevolle Darbietung zur Musik von „Aristocats“ und „Bärenbrüder“. Fröhliche Leichtigkeit vermittelte die Choreografie zu „Chitty Chitty Bang Bang“. Das Stück „Tanz der Stunden“ wiederum setzten die fortgeschrittenen Ballettschülerinnen mit viel Eleganz um. Die Formation Ballett/Jazz begeisterte darüber hinaus mit ihrer Darbietung zu „Anne Get Your Gun“.
Sehen und hören lassen konnte sich auch der Kinderchor, der seinen ersten großen Auftritt bei den Faschingssitzungen der Kinder-Kol-La hatte. Die Gruppe glänzte mit dem Titel „Seht und hört, heut‘ machen wir Musik“. Der Chor 2 hat sich wiederum aus dem Kinderchor entwickelt. Er führte den Titel „Hallo Lieblingsmensch“ von Namika auf.

Präsente Solistin

Das Gitarrenensemble unter der Führung von Roland Jäger zeigte eine Mixtur aus zwei flotten und einem ruhigen Stück: „Planxty Sudley“, „Beauty In Tears“ und „Once Flocks I Did Attend“. Einen etwas stilleren Song servierte auch Michaela Schemmel. Die Solistin sang den Miley-Cyrus-Titel „When I Look At You" eindrucksvoll und präsentiert zugleich. Einstudiert wurde das Ganze von Silvia Rauschert-Holzheu, begleitet wurde die Sängerin von Markus Schuster am Klavier und Tom Pribbenow am Cajon. Im Kontrast dazu standen die fetzigen Rhythmen der Big Band unter der Stabführung von Christian Schmerder. Die Songs „All Of Me“ und „Yardbird Suite“ kamen frisch, spritzig und voller Elan.
Von der musikalisch „bewegten See“, so die Moderatorinnen augenzwinkernd, steuerte die Musikschule nun in ruhigere Gewässer. Hackbrett-, Zither- und Veeh-Harfe-Musiker unternahmen gemeinsam mit „Vier Landler in C“ und „Halbwalzer in C“ einen Ausflug in die volkstümliche Musik. Beim Volkslied „Wenn alle Brünnlein fließen“ gesellte sich Solistin Astrid Hoffmann hinzu.
Die Vokalgruppe „Cloudberries“ hat sich mit Vielfalt und Können mittlerweile in die Riege der Aushängeschilder der Musikschule eingereiht. Das Trio stellte dies einmal mehr mit Dolly Partons „Joleene“ unter Beweis. Instrumentale Unterstützung bekamen Nicole Kalinowski, Alexandra Rehberger und Carmen Kraus von Peter Fischer, Klaus Weigele und Tom Pribbenow.

Fruchtbare Kooperation

Die Sing- und Musikschule blickt aber auch über den eigenen Tellerrand hinaus. So gibt es beispielswiese seit fünf Jahren die Kooperation mit Mittelschule und Gymnasium im Bereich der Bläserklassen. Wie viel Spaß Musik machen kann, demonstrierten augenfällig die beiden Bläserklassen-Jahrgänge unter der Leitung von Christoph Zwiener mit dem flotten Titel „Rock Bum Krach“.
Beim beschwingten „Coconut Song“ des Nachwuchsorchesters „Sunny Mood“ von Gerhard Schuster stimmten die drei Moderatorinnen die Zuhörer gleich passend ein: „Von Weitem sehen wir die Kokospalmen. Wir legen an einer Südseeinsel an und spüren den warmen Sand unter den Füßen.“ Sunny Mood besteht übrigens seit zehn Jahren. Etliche Musiker haben dem Klangkörper bis heute die Treue gehalten. Wie hoch das Niveau zwischenzeitlich ist, unterstrich das Blasorchester mit der “Star Wars Saga”.
Auch nach der Pause ging die flotte Musikfahrt weiter. Das E-Gitarren Ensemble unter der Leitung von Roland Jäger wartete mit einer Bearbeitung des Red-Hot-Chilly-Pepper-Songs „The Zephyr Song“ auf, tatkräftig unterstützt von der jungen Schlagzeugerin Sonja Röger.
Die „Violinchen“ von Issy Wanner verzauberten mit einem „Medley aus drei Ländern“. Die „Gersthofer Stadtstreicher“ hatten wiederum mit Susanne Weis den zweiten Satz aus dem „Concertino G-Dur“ von Wilhelm van Wassenaer einstudiert.

Im Alter von sechs bis 79 Jahren

Zu den beständigen Leistungsträgern der Musikschule gehört auch das Akkordeonorchester „Accordimento“ unter der Leitung von Franz Schlosser. Es erzählte mit viel Schwung das Märchen „Die Schöne und das Biest“.
Wenn Musiker im Alter von sechs bis 79 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen, ist das keine Selbstverständlichkeit. Die „Tastenkids“, das Seniorenensemble „Spätlese“, zwei Keyboarder, zwei Eltern von Akkordeonschülern und die Sängerin Nicole Kalinowski von den „Cloudberries“ machten es mit dem Musette-Walzer „Bonjour“ und dem Andreas-Gabalier-Hit „I sing a Liad für di“ möglich. Dabei meinten Elisabeth, Maria und Franziska Zwerger in ihrer Ansage schelmisch, dass das Wort „Bonjour“ gar nicht so französisch sei, wie es vermuten lässt: „Man könnte es auch als bayerischen Begriff für Schuhwerk interpretieren: a Boar Schuah.“
Das Finale bestritt der Erwachsenenchor, der bereits vor der Pause mit Freude, Können und Erfahrung stimmgewaltig ein Beatles-Medley zelebrierte. Farbenfroh gewandet setzte er mit „Good Morning Starshine“ rhythmische Impulse, Prägnanz und führte gar zu schwebenden Sphären.

Preis für Gerhard Schuster

Eine Auszeichnung gab es auch noch: Gerhard Schuster, Leiter von „Sunny Mood“, erhielt den Joseph-Anton-Vöst-Preis. Mit der von der Kreissparkasse gestifteten Auszeichnung würdigte die Sing- und Musikschule das rührige und vorbildliche Engagement des Musikpädagogen, aber auch seine hohe fachliche Qualifikation und Verdienste im Bereich des Saxofonunterrichts.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 04.06.2016
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