"Musik ist unser Leben"

Musikschulleiter Robert Kraus, Schatzmeisterin Maria Vogel und Vorsitzender Armin Gaurieder (von links) dokumentierten bei der Jahreshauptversammlung die erfolgreiche Arbeit der Sing- und Musikschule Gersthofen.
 
Für 40-jährige Vereinstreue wurden unter anderem Angelika Beyer und Gerhard Schuster sen. ausgezeichnet.
Gersthofen: Sing- und Musikschule | Die Sing- und Musikschule Gersthofen unterrichtet 599 Schüler in 50 verschiedenen Fächern. Die Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden dabei spielerisch in die Welt der Musik, Töne und Rhythmen eingeführt. Darauf verwies Vorsitzender Armin Gaurieder bei der Jahreshauptversammlung im Saal der Musikschule an der Quellenstraße.
Gaurieder vermittelte auch einen Rückblick auf Veränderungen. Als Anlass dazu nahm er das kommende 20-jährige Bestehen des Musikschulgebäudes. „Im Jahr 1974 hatten wir einen Etat über 20 000 Mark heute liegt er bei über 700 000 Euro“, verdeutlichte er. Auch die Faktoren und das Umfeld zur Pflege und Vermittlung des Kulturguts Musik habe eine tiefgreifende Veränderung erfahren. Geblieben sei jedoch die Aussagekraft der Musik. „Die Musik ist nach wie vor das größte und natürlichste Heilmittel gegen Gewalt und Intoleranz“, resümierte er. Und: „Musik ist unser Leben.“
Der Vorsitzende nahm auch die Auszeichnung von langjährigen Vereinsmitgliedern vor. Hermann Strupf, Rolf Camminadi, Heinz Abele, Günter Kloss und Brigitte Schweiger wurden für 25-jährige treue Mitgliedschaft geehrt, Angelika Beyer, Günter Gebauer, Ernst Koeppel, Walter Reithmeier, Klaus Kleinsteuber sowie Gerhard Schuster junior und senior für 40 Jahre Vereinstreue.

Sozialer Aspekt

Musikschulleiter Robert Kraus stellte in seinem Bericht die zahlreichen Kooperationen hervor. So gebe es Zusammenarbeiten unter anderem mit dem Paul-Klee-Gymnasium, der Mittel- und Franziskusschule sowie der Internationalen Schule Augsburg (ISA). Hinzu käme ein Miteinander mit dem „Kinderparadies Augsburg“, der örtlichen Stadtkapelle und den Musikvereinen in Hirblingen, Batzenhofen und Gablingen. Daraus ergäben sich Streicher- und Bläserklassen, Angebote für Musikalische Früherziehung, ein Workshop „Gesang für Kinder“ und Ensemble „für Kinder, dies sich im Leben einfach etwas schwerer tun“.
Nicht alle Kooperationen seien für die Musikschule kostendeckend, machte Kraus aufmerksam. Aber das Zusammenspiel sei für den sozialen Aspekt sehr wichtig. Erst im regelmäßigen Zusammenspiel komme der soziale Bereich des Musizierens zur vollen Entfaltung. „Der Gedankenaustausch und das gegenseitige Anspornen sind eine wunderbare Energiequelle für die lernenden Musiker“, resümierte der Musikschulleiter.
Als Neuerung nannte Kraus die Einführung des Veeh-Harfen-Unterrichts. Rund 5 000 Euro seien in diese Instrumente investiert worden. Mit ihnen sei Musizieren ohne Notenkenntnisse möglich, resümierte der Musikschulleiter. Der Unterricht sei demzufolge sehr gefragt.

Große Herausforderung

Einen neuen Weg habe die Einrichtung beim letzten Jahreskonzert eingeschlagen. Diesmal sei nicht eine Reihung von Musikstücken angeboten worden, sondern das Musical „Leben im All“. Es sei sowohl eine sehr große Herausforderung als auch eine große Erkenntnis gewesen. „Schüler und Lehrkräfte konnten viel daraus lernen und auch schöpfen.“ Sein Fazit: „Das Musical hat begeistert, gab Selbstvertrauen und Mut.“
Gaurieder ergänzte: „Das Musical hat zu einer bis dahin noch nicht vorstellbaren Zusammengehörigkeit zwischen den Lehrern und Schüler geführt, die diese Aufführung als großes Team grandios gemeistert haben.“
Der Erwachsenenchor setzt seinen Erfolgsweg weiter fort. Er sei immer noch am Wachsen und sich entwickeln. „Dort werden Lieder gesungen, die den Sängern Spaß machen“, betonte Kraus.
Daraus resultierte dann auch die Absage des Chors an der kommenden Freilichtaufführung des „Bayerischen Jedermanns“ auf dem Gersthofer Rathausplatz. „Wir wollten das Ganze von unserer Seite etwas aufpeppen, beispielsweise mit Songs von Hubert von Goisern, und mit Spannungen und Stimmungen bereichern“, so Kraus. Doch das sei von den Organisatoren nicht gewünscht gewesen. Hier werde nach dem Fazit „Never change a running system“ verfahren.
Nochmals brach Kraus eine Lanze für den Gesang. „Singen macht Spaß, singen lockert, singen ist gut für die Seele, singen gibt Selbstvertrauen und steigert die Konzentration und das Wohlbefinden.“

Hoher Etat

Schatzmeisterin Maria Vogel ging detailliert auf die Finanzen ein und legte die einzelnen Positionen offen. Nach ihren Ausführungen nahm die Bildungseinrichtung rund 714 000 Euro ein. Demgegenüber standen Ausgaben von etwas über 713 000 Euro. Unterm Strich sei so ein Gewinn von rund 600 Euro zu verzeichnen, informierte Vogel.
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