Kulturreferent Gieber empfiehlt Erweiterung der Stadthalle

Die Stadthalle soll erweitert werden
Es wird eng in der Stadthalle. Der 20-jährige Jubilar ist an die Grenzen seiner Kapazitäten angelangt und muss erweitert werden. Dies war die Botschaft, die bei der Vorstellung des Herbst- Winterprogramms 2016/2017 von Kulturreferent Helmut Gieber verkündet wurde. Gieber wies zunächst auf die gute Auslastung der Halle mit ca. 200 Veranstaltungen jährlich in nur einem Saal hin. Man habe allerdings auch ein Limit erreicht. Mehr ginge nicht. Schon jetzt sei bei ausverkauften Kulturveranstaltungen der Platz im Foyer zu gering. Verschärft würde die Situation durch die Sanierung des Augsburger Stadttheaters. Hier wurde als „Ausweichtheater“ die Kongresshalle vorgesehen. Mit dem Erfolg, dass für die Dauer der Sanierung, ca. sechs Jahre, kein Platz mehr für Tagungen und Kongresse vorhanden sei. Dies hätte zur Folge, dass sich nun die Veranstalter nach einem neuen Veranstaltungsort umsehen würden. Es sei bereits jetzt eine vermehrte Nachfrage nach Raum für Kongresse und Tagungen festzustellen.

Gieber sieht nun die Notwendigkeit für eine Erweiterung der Stadthalle. Durch einen Erweiterungsbau könne man Veranstalter für das Durchführen von bisher in Augsburg stattgefundenen Tagungen und Kongresse in der Stadthalle Gersthofen gewinnen. Die Erfahrung zeige, dass daraus langfristige Verbindungen entstehen können. Gieber könne sich vorstellen, einen zweiten Saal mit ca. 150 bis 200 Plätzen in Reihenbestuhlung zusammen mit der Erweiterung des Foyers zu bauen. Er forderte die zuständigen Politiker auf über diesen Vorschlag „nachzudenken“.

Das neue Programm lädt jedenfalls zum Nachdenken über einen oder mehrere Besuche in der Stadthalle ein. Das Programmheft, gut gestaltet von Sebastian Kochs, wartet wieder mit „Leckerbissen“ auf. Anhängerinnen der „Chippendales“ werden allerdings enttäuscht sein: Im Spielplan war kein Platz mehr für ihren Auftritt. Aber es gibt ja noch andere Shows, die sehenswerte Akteure zu bieten haben. Wie wäre es mit dem „Russian Circus on Ice“ der zu einem Ausflug in die Märchenwelt der Schneekönigin einlädt (Freitag, 9. Dezember 2016). Weitere Gäste aus dem Osten, nämlich das Russische Nationalballett, haben „Schwanensee“ in ihrem Gepäck. Es wird die uralte Geschichte von Liebe und Sehnsucht, Schmerz und Glück und dem Kampf zwischen Gut und Böse in der Ausdrucksweise des klassischen Balletts dargestellt (Sonntag, den 15. Januar 2017). Um dem Ruf der Stadthalle als Konzerthaus gerecht zu werden, bietet der Spielplan mehrere Konzerte an. Temperamentvoll geht es in der „Italo Pop Night“ zu. Italien pur mit seinen Hits und Songs aus den letzten Jahrzehnten (Freitag, 18. November 2016). Und noch ein Schmankerl, diesmal aus dem Bereich „Theater“. In der Komödie „Kunst“ geht es um Klärung der Frage was Kunst eigentlich sei. Bei der Rollenbesetzung mit Heinrich Schafmeister, Leonhard Lansink und Luc Feit kann keine übereinstimmende Meinung erwartet werden …(Samstag 14. Januar 2017),

Wie immer reicht der Platz nicht aus, um alle „Events“ der neuen Theatersaison gebührend zu würdigen. Wer die Wahl hat, sollte einfach Theaterluft schnuppern und der Stadthalle einen Besuch abstatten. Übrigens: der Kartenvorverkauf wurde erleichtert. Die Kartenvorverkaufsstelle der Stadtbibliothek bietet mehr Öffnungszeiten an. Sie ist nun an sechs Tagen montags bis freitags immer von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 01.10.2016
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