Kol-La 2014: viel Spaß, Humor und einige Tränen

Wieder hervorragend das Kol-La-Ballett
 
Zwei Frösche namens Haldis (links) und Franziska
Tränen bei einer Kol-La-Sitzung sind nicht ungewöhnlich; es sind Lachtränen. Bei der Kol-La-Premiere 2014 waren es Abschiedstränen vom scheidenden Sitzungspräsidenten Karl-Heinz Wagner. Er gab sein Amt an Holger Franz ab, der in der Lechana schon viel Faschingserfahrung sammeln konnte. In bewegenden Worten dankten Herbert Lenz, Manfred Lamprecht und Holger Franz für die seit 1970 geleistete Arbeit im Kol-La-Vorstand. Wagner war sichtlich gerührt, als er an Franz die Tischglocke übergab; ein symbolisches Zeichen der Präsidentenwürde. Ein kleines Trostpflaster: Er wurde vom Präsidium zum Ehrenpräsidenten ernannt. Das Publikum spendete "Standing Ovation".

Der Programmablauf ähnelte dem der letzten Jahre. Schon in der Begrüßung durch das Kol-La-Männchen konnte man den roten Faden erkennen der in fast allen Wortbeiträgen sichtbar wurde. Kol-La-Männchen Elias: "Was macht eigentlich der Stadtrat"? Zentrumsgestaltung, Bahnhof und Kommunalwahlen wurden boshaft und genüsslich kommentiert oder karikiert. Als Meister seines Fachs bewies sich einmal mehr "Pressesprecher" Manfred Lamprecht. Dabei war er etwas weniger scharfzüngig als letztes Jahr. "Engel und Teufel" (Reinhold Dempf und Oliver Reiser) kümmerten sich um die NSA-Affäre, unternahmen auch Lauschangriffe auf das Gersthofer Rathaus. Dieter Wilutzky ging der Frage nach, warum immer mehr Männer im Haushalt mithelfen (müssen). In der Jodelschule zeigte Paul Unsinn-Weis einen gelungenen Start als Jodelpädagoge. Bodenständiges Liedgut wurde von der Feuerwehrkapelle "Schunkelrunde" und von den Gersthofer Blasharmonikern samt TSV-Spielmannszug "geliefert". In die Welt der Magie entführte "Cristallica", ein betörendes Spiel von Licht und Schatten mit Akrobatik. Ballett und Showtanz präsentierten das Kol-La-Ballett -dargestellt von den Turnerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik des TSV Gersthofen- sowie die Damen des TSV-Firnhaberau mit "Galery Dance". Beide Gruppen brachten mit ihren Auftritten rasantes Dance-Flair auf die Bühne. Die Musikschule Gersthofen zeigte in der "Muppetshow" eine Rückblende auf bekannte Musicals - meisterlich vorgetragen von der Gruppe"Delicious". Hier ist wirklich der Name das Programm... Sehr lebhaft ging es bei den "Lucky Petticoats" und "UPS and Friends" zu. Erstere zeigten, wie das Warten auf den Zug verkürzt werden kann. Und bei UPS wird endlich klar, warum die Paket-Zustellung manchmal auf sich warten lässt. Eine gelungene Kombination von Tempo und Komik. Die "Stadtretter" kümmerten sich um die OB-Kandidaten. Die Emeram-Kapelle sollte als Konklave-Ort dienen. Eine witzige Charakterisierung der Bewerber und eine verblüffend gute Kulisse. Den Abschluss bildete wie immer Herbert Lenz in seiner "Tante Erna"-Starrolle. Ein Kreuzworträtsel galt es zu lösen; Begriffe wurden neu definiert. Wie zum Beispiel: was ist ein Käpsele? Ein kleiner "Kaps".

Vor Beginn der Sitzung durfte der myheimat-Mann noch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Dort begegnete ihm Karl Lauber, der als 83-Jähriger im TSV-Spielmannszug immer noch mitmarschiert. Er freut sich über jeden Auftritt -bisher ca. 50- und ist mit Leib und Seele dabei. Im Schminkraum wurde kurz vor Programmbeginn schwer gearbeitet. Schwierig das Arbeiten mit den Requisiten. Sie sind überall abgelegt; Platz ist Mangelware.

Zum Abschluss noch ein Bonmot von "Tante Erna": Oben blau und unten dicht, mehr wünsch ich mir im Alter nicht. Noch Fragen ...?
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 01.03.2014
myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 18.12.2014
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