Kinder der Pestalozzischule gehen neue Lernwege

Gersthofen: Pestalozzi-Grundschule |

Mit „Learning Through The Arts / LTTA“ startete die Pestalozzi-Grundschule Gersthofen am vergangenen Montag in einer 1. und 3.Klasse die Veränderung der Lernkultur.

Der Tanzpädagoge Dominik Blank machte den Erstklässlern mit seinem Medium "Tanz" den Zahlenraum bis 5 erlebbar. In enger Absprache mit der Klassenleitung, die das Thema der Unterrichtsstunde festlegte, bereitete der Künstler den Lernweg vor. Die Kinder führten unterschiedliche Bewegungen zu den verschieden Zahlen aus und verknüpften so die Ziffern mit einem weiteren Inhalt und einer räumlichen Komponente. Durch diesen Lernweg prägen sich die Kinder neue Lerninhalte leichter und nachhaltiger ein. Das so erlernte Wissen wird fest im Gedächtnis verankert.

Die Bedeutung von LTTA

LTTA bedeutet, dass Lerninhalte des amtlichen Lehrplans durch die Künste - Tanz, Musik, Malerei, Bildende Kunst und Sprechkunst - den Kindern vermittelt werden. Zu diesem Zweck arbeiten Künstler und Klassenlehrer eng zusammen. Sie planen gemeinsam die Unterrichtsstunden und bereiten diese in enger Absprache vor.
Für die Kinder bedeutet LTTA Freude am Lernen.

Der Erfolg des Projekts, das 1994 am Royal Conservatory in Toronto gegründet und 2006 in Deutschland von Frau Dr. Petra Weingart von der Uni Würzburg eingeführt wurde, ist durch wissenschaftliche Studien untermauert worden. Diese zeigen, dass Lerninhalte deutlich länger behalten werden, Details sich besser einprägen und das Gelernte auch nach Jahren noch im Gedächtnis verfügbar bleibt.

LTTA Programm und Ziel der Schule

10 mal pro Schuljahr kommen Künstler in die LTTA Klassen und erarbeiten mit ihrer Kunst Inhalte aus den Kernfächern.
Dadurch ist LTTA ein langfristig tragbares Programm, das die Künste und das Lernen eng verbindet. Durch die dreijährige Ausbildung von Lehrkräften und Künstlern und das häufige gemeinsame Arbeiten, können die Lehrkräfte nach und nach aus allen Künsten Arbeitsmethoden und Inhalte für sich adaptieren und in den eigenen Unterricht integrieren. Langfristig wird sich durch den Austausch der Lehrkräfte untereinander auch die Lernkultur im gesamten Schulhaus weiterentwickeln, so dass möglichst alle Kinder in den Genuss des Lernens durch die Künste kommen.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.