Gersthofen feiert

Kirchweih: vollbesetztes "Haus"
 
Kirchweih: Sibylle Schulz nimmt sich Zeit für ein Foto
Die Stadt Gersthofen befindet sich derzeit in Feierlaune. Die wichtigsten Ereignisse in Kürze: Grundsteinlegung für die neue Mittelschule samt Dreifachturnhalle, Eröffnung der Fotoausstellung zur Stadterhebung vor 45 Jahren und die diesjährige Kirchweihfeier samt Festakt zur Stadterhebung erfordern sorgfältige Terminplanung von Bürgermeistern, Stadträten – und Presseleuten.

Beginnen wir mit der Grundsteinlegung. Sie fand in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste statt, darunter Regierungspräsident Karl-Michael Scheufele und Architekt Stefan Behnisch. Erster Bürgermeister Michael Wörle erläuterte die Überlegungen, die zum Bau der neuen Mittelschule und Dreifachturnhalle führten. So standen den Sanierungskosten von 13,5 Millionen Euro, Neubaukosten von 16,1 Millionen Euro gegenüber, was die Entscheidung für einen Neubau erleichterte. Er forderte vom Landkreis, ein ganzheitliches Energiekonzept für das Schulzentrum zu entwerfen. Es gab einen Architektenwettbewerb bei dem der Entwurf des Architektenbüro Behnisch die Zustimmung des Stadtrats fand. Die Turnhalle soll auch den Gersthofer Vereinen für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Architekt Behnisch wies u. a. auf die besonderen Herausforderungen hin, die durch langen Schulbetrieb für Schüler und Lehrer entstehen. Schule und Turnhalle müsse sich in den Kontext des Standorts anpassen. Rektorin Sigrid Puschner wies in launigen Worten auf den Bau der ersten Mittelschule samt Turnhalle hin. Den damaligen Kosten von 18 Millionen Mark stünden heute Kosten von 32 Millionen Euro gegenüber. Sie wünsche sich nun, dass der neue Bau schnell verwirklicht wird, keine Streichung statt findet und sie mal „in einem Bagger mitfahren darf“. Der anschließende Spatenstich ging erfolgreich über „die Bühne“.

Fast ohne Pause ging's zur nächsten Bühne im Kirchweih-Festzelt. Nach dem Einmarsch von Vereinen und Ehrengästen und Begrüßung ging Bürgermeister Wörle auf die Stadterhebung vor 45 Jahren ein. Er schilderte wie sich Gersthofen weiter entwickelte und dankte den früheren Bürgermeistern Siegfried Deffner und Jürgen Schantin für ihren Einsatz. Er erinnerte auch an den früheren Festwirt Alois Binswanger, der heuer 80 Jahre alt geworden wäre. Danach fand der Bieranstich, diesmal auf der Bühne, statt. Mit dabei war der Bürgermeister von Nogent-sur-Oise, der Schwesterstadt von Gersthofen. Wörle demonstrierte seinem Kollegen Jean-Francois Dardenne, wie man mit drei Schlägen ein Bierfass anzapft.. Danach startete der „normale“ Kirchweihbetrieb...

Kontrastprogramm: Wer sich mehr für das „frühere“ Gersthofen interessiert, sollte sich die Fotoausstellung zur Stadterhebung im Foyer des Rathauses ansehen. Die Pressefotografen Marcus Merk und Fred Schöllhorn zeigen Bilder, so wie sich die damalige Marktgemeinde 1969 präsentierte. Großformatige Schwarz/Weißfotos erinnern an Persönlichkeiten, die maßgeblich an der Entwicklung unserer Stadt beteiligt waren. Alte Gebäudeansichten lassen leise Wehmut aufkommen an eine Zeit, wo Gersthofen noch etwas „überschaubarer“ war. Eine wirklich sehenswerte Ausstellung, die von Merk und Schöllhorn mit viel Sorgfalt arrangiert wurde. Die Ausstellung ist zu den üblichen Rathaus-Besuchszeiten geöffnet.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 18.12.2014
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